z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
X
Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
Strana 72
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orte adir gegenet denne das were, so sal das der adir die, die do an demselbin orte allirneste
gesessen were ader weren, ane sewmen den houptmann lassen wissen vnd zeu wissen thun,
das der houptmann das denne vns allen vnd einen jeglichen besundern besenden mag vnd
forder czu wissen thun, vnd das denne nach solcher vorbottunge des houptmanns wir alle
vnd ein iczlicher besundern an allis sewmpnisse vnd ane alle hulffrede, also das sich auch
keiner mit den andern nicht schützen soll noch hülfrede finden noch dirdencken bey trawen
vnd eren, sundir mit ganczer macht uff sein sol zcu rosse vnd zeu fusse mit allirley gewer
vnd handwercken, die her vnd die seinen gehabin mag vnd mogen, vnd dorczu mit wagen
vnd uff den wagen büchssin, exte, hawen, schawffeln, grabescheite, landezuchtin (andirs
ketten) 1) brengen vnd also czcuczihen, dohin wir vnd ein iglicher besundern verbotet wurde
von dem houptmann, is were durch seine brieffe adir botschaffte, vnd also dem houptmanne
in dem zcoge, wes her zcu beginnen czu rate würde, genczlich vnd eyntrechtiglichen folgen,
gehorsam vnd vndirtenig zcu sein, also einem houptmann vnde eldesten bey deser nochge-
schrebin busse, also welcher des broch wurde vnd nicht also enden noch volfuren wurde,
do got vor sey, is wer an fursten, mannen adir steten vnd iglicher besundern, die vnd den
sullin wir alle obingeschrebin vnd in dem bunde benannt haben vnd haldin also ander
ketczer vnd sich ane alle wedirsprechen zeu seyner adir zeu iren landen, steten, dörfern
vnd alle dem seinen vnd den iren halden, vnd wir haben vndirwunden, wo man die ankomen
kan, vnd domete thun vnd lassen volkomlich, also ap des reiches ochte dorobir gegangen
were, vnd auch wen der houptmann kewset von den fursten, manne, rete adir diner adir
aws den landen, mannen vnd steten, das sie im dieselbigen zcu hülffe vnd zeu rate geben
sullen. Alle vnd igliche vorgeschrebin sache, stucke, puncte vnd artickel, wie die oben benannt
geschrebin vnd begriffen seint, glouben wir alle vnd ein iglicher besundern bey vnsem trawen
vnd eren vnd bey dem rechten cristen glauben vnd den oben geschrebin bussen, die stete
gancz feste vnd vnvorbrochlichen ezeu haldin, zcu volfurn, zeu vollbringen. —
Geben Liegnitz dienstags nach trinitatis. 1428.
1428.
(1428) Juni 16.
Bericht Konrad des Kantners an den Hochmeister.
Königsberger Staats-Archiv Schbl. VIII. nr. 19. Orig. mit Spuren des Siegels.
Unsse fruntliche dienste in ganczer beheglichkeit zuvor, hochwirdiger und grosmech-
tiger besunder liebir herre und frunt, sulche czytunge, wie sich die mit den vordampten
ketczern in desin landen vorlowffen haben, hat ewir hochwirdikeit, wir nich ezweyfiln,
wol irfaren und vornemen, das die selben ketczer ken Beyern sint geczogen, und nicht ferre
von Nuremberg seyn sulden, und das sich do fursten, herren und landen geschicket ken en
hetten, so meynet man, das die Meiseneschen herren ouch alreit im felde legen. Sundir
als sie in desin landen den Czobetenberg besaczt haben, haben sich die landen dovor
geleget, und huffen, ab got wil, das sie sie mit gotes hulfe herap obirhaupt gewynnen wer-
den. Ander czyttunge wissen wir uff dese czyt nicht czu schreiben, besundern wir betten
95.
1) Man wird diese Worte als einen erklärenden Zusatz zu landezuchtin (alias Ketten) anzusehn haben.