z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
X
Briefe und Urkunden
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
Chronikalisches
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
Namen und Ortsregister
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
Sachregister
189
190
191
193
Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
Strana 108
108
1432.
1432 April 13.
Gedr. in Monum. conciliorum gener. sec. XV. f. 216.
Datum ex Nuremberga ipsa die palmarum a° XXXII. Joh. Nider, Prior v. Basel,
schreibt an Joh. de Ragusis u. A.: — item retulit idem noster nuntius, quomodo tabo-
ritae quidam conditionis miserabilis et orphani, qui gladium, famem et pestem transacta
hyeme evaserint, nuper Slesiam revaserunt et inopinate villulam quamdam obtinuerunt,
et fertur, quod se transferunt versus Poloniam etc.1).
156.
April 19.
1432 Mai 15.
Konrad der Junge Deutschordensritter berichtet dem Hochmeister.
Königsb. Staatsarchiv Schbl. VIII. nr. 45. Gleichzeitige Abschrift.
Mein willigen undirtanigen gehorsam czuvor. Erwirdiger gnadiger lieber her homeister,
euwer gnade geruche czu wissen die czeitunge, die sich hie in den landen vorlowfen haben,
alzo das die ketczer ader Taberer, die man nennet die feld Thaberer, mit geringer macht
leichte mit XIIe reytender und czentawsund fusgengern obwendig der Kozil obir die Odir
kommen sind, und haben mein brudern ezwu stete nemlich Bewthum und Gleybicz2) gewon-
nen, und herezog Sigmund der hat Gleibitcz besatczt, und sint furt herabe obir die Odir
bie Krappitez wiedir geczogen ane brocke durch die forte, und czogen fort kegen Grotkaw
und haben da umb drye festen gewunnen nemlich Tiffensehe, Miristaw und Windtumericz3),
und der junge herczok Bolke von Jopel 4) der der hat Myristaw inne und besatcz, wenne her
am osterobend nehest vorgangen mit vil erbaren czu in getreten ist, und czogen do vort ken
Nympsch, das haben sie ouch besatez und haben czum Brige die brocke obir die Odir selber
bis in die grund abe gebrand und die czynnen uff der muer abe gebrochen und haben das
czoges grossen merclichen schaden getan in der Slesia ane was sie unsern bruderen getan
haben, und czogen fort hen bis ken dem Nuwenmarkte und logen do in etezlichin tage, und
sint vorbas das gebirge uff geczogen bis ken Ffryberg 5), do legen sie itczunt, ouch kumpt
der grosse Tabor her von Ungern, und leyth itczunt ok 6) acht milen von Troppaw, und
meynen vor Troppaw und Kozel, wenne sie herczok Przemkem von Troppaw und andern
forsten, die do frede mit en gehat haben, den frede uff gesayt. Ouch geruche euwer gnade
wissen, das der hoptman von Grecz und der howptman von Troppaw mynen brudern und
mir geschreben haben, wie das herezog Ffrederich, der itczunt bie myme gnedigen herren
dem rom. etc. konig ist, mit dem grosem Thabor gescheffte gehat hat hir czu Ungern, no
bie Tirnaw, alzo das her mit en inrante, und hatte die waenborg angewonnen, und den Hun-
geren was liebe ezu plundern , do mete der ketczer hwfen bede weder czu sampne komen,
und slugen sie mit macht wedir us der wagenborg, alzo das ir am beyden teilen fil tot blei-
ben ist, und die rede gehet, das sie Tirnaw solden gewonnen haben. Gegeben czur Olsen
am donrstage noch Stanislay.
Conrad der junge dutczsches ordens, herczog in Slesien czur Olze und Kozil.
157.
1) In einem zweiten Briefe desselben an denselben von demselben Datum a. a. O. f. 215 heisst es bezüglich der
Schlesier : hussitae horrenda Slesitis damna inferunt ; latronibus et praedonibus haec partes et plures abundant.
2) Beuthen und Gleiwitz. 3) Tiefensee, Märzdorf und Winzenberg, alle drei bei Grottkau.
4) Oppeln. 5) Freiburg.
6) nur.