z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
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Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
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1420. 1421.
grose hulfe bedurfen, so ruffen wir euch an als unser und der cronen zu Behmen sun-
derliche lieben getruwen und ermanen euch trewe und ere, als ir uns und der cronen zu
Behmen pflichtig seyt, das ir uns beystendig und behulfen seyn sollet und senden dorczu
euch den strengen hern Janken von Chotyemicz genannt von Furstensteyn unsern
lieben getruwen mit voller macht und in den sachen unser meynunge volkomlich under-
weisseten, und begern von euch mit ganczem ernste und fleisse, das ir im dorynn genezlich
glaubt als uns selber, und was er mit euch also obireyn wirt, das wollen wir stete und feste
halden und volfuren ane geferde. Geben zum Czaslaw an sand Katherin tage, unser reiche
des hungerischen etc. in dem XXXIIII, des romischen in dem XI. und des behmischen in
dem irsten Jare 1).
1421 Apr. 13.
Die Einwohner von Jaromirz bitten um Hülfe gegen die Hussiten.
Königsberger Staats-Archiv, Schbl. VIII. nr. 49. Copie auf Papier, gleichzeitig.
Allen fursten geistlichen und wertlichen herren, rittern, edlingen und howplüten, burg-
greffen, richtern, steten, dorfforn und allir gemeyne cristenlichens geloubens, richter, burgermei-
ster, scheppen und die gancze gemeyne der stad Germer willige dienste mit ganczem vormogen,
jamer und obirswenglicher angest uns obirhoupt nw twinget czu vormanen allen, den
cristenliche ordenunge libet, das sie mit klegeliche suffezen zeu hercze nemen disse gru-
samen morde und grose slachtunge, die do leider an fromen cristen gescheen sien zeu
Comptaw (Komotau), zcu Bernaw (Bernau), zcu Behmisschen Brodaw (Böhmisch-Brod) und
anderswo, der so viel ist, das wirs nicht schreiben turren, und nicht alleine in disen steten
vorgenant sunder Nuwenburg (Nimburg), Collen an der Elw (Kolin) und der berg zeu
Cutthen (Kuttenberg) sich nw vor vurchten den snoden grymmigen ketczern undirgeben
haben, so das nw die axs unsers vorterpnisses und usrodunge am stamme steht. Hie nemet
alle bie zceichen und lassetz euch zeu hertczen gehn, sam irs von ougen zeu ougen segt
sulch blutvorgissen, das an uns geschen mag, wendet das got der almechtige mit siener
gute von uns nicht, und ab euch denne sulche morde unsirnthalben menlichs geschlechtes
nicht bewegen mochte zeu meteleidunge, lasset euch dach czu herezen gehn mit inniclicher
betrachtunge das geschrey, hulen und weynen, swerunge und bitter sterben juncfrauwen,
frauwen und unmundiger kinder, der sie keyns lassen leben. Ouch sullet ir gemeynlich
wissen, das ir offinbar drew ist, so balde sie uns obirkomen, wellen sie an alles zumen alle
stete in der Sleszie besuchen. Dorumb so nemet disse ding nach viele hoger zeu herczen,
wenn wirs geschreben mogen, wend die wende zewischen euch und uns burnen, helffet
korczlich, die wiele zcu helffen ist, und keyn sumen zeu haben ist, sundir unsir und euwir
vorterpniss steht nu vor der tor, und vormanet getrulichen jung und alt, reich und arm,
disse vorterpniss zeu widdern und zeu dempen. Gegeben des tages sancti Marcii anno
domini 1421.
3.
1) Einen Brief desselben Inhalts und von demselben Tage an die Namslauer gerichtet erwähnt Froben in
den (handschriftl.) annales Namslav. f. 17 mit dem irrthümlich angegebenen Ausstellungsorte Kaschau statt Czas-
lau. Der Brief ist im Archive der Stadt Namslau nicht mehr vorhanden.