z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
X
Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
Strana 63
1428.
63
zur Zittaw was, da sante eynen knecht, der von der Zittaw keygen Bresslaw, der ist als
heute zue myr keygen Pyrne kommen, vnd hat mir zwene bryffe gebracht, dy ich uch landen
vnd stetten etc. ingeschlossen1) etc. Als düncket mich gantz gerathen sein, das ir eyn felt
machet in uwerm lande mit gantzer macht, uff waynen, geritten vnd zu fuss, vnd thuet
denselben fursten botschafft, das ir das feld mit macht machen wollet in uwerm lande, das
sy is ouch machen, nach lute erer bryffe. Vnd worde es en noth thun, so welt ir en auss
ganzer macht folgen. Worde es aber uch not thun, das sy uch in uwer land myt erer
macht weder folgen, mit alle dem, das sy in der Slesigen vffbrengen mögen etc., so wil
ich mit mynem hern von Sachsen ouch daran syn, dass der uch ouch eyne redeliche folge
thun wyrt etc. Gegeben zu Pirne am fritage nach dem ostertage.
1428 nach April 11.
Anführung bei Kloss, Oberlaus. Hussitenkrieg, p. 653.
In der Woche nach Quasimodogeniti schrieben Herzog Hans zu Sagan und Herzog
Heinrich zu Sprotte und Herzog Konrad der Kantner 2), dass sie wider die Hussiten
ein Feld machen wollten, und baten Land und Städte (der Oberlausitz), dass man ihnen
zu Hilfe kommen und zu ihnen stossen wolle.
87.
1428 April 14.
Bischof Konrad berichtet dem Hochmeister über den Hussiteneinfall.
Königsb. Staatsarchiv, Schbl. IX/a. nr. 62. Orig. mit Resten eines Siegels.
Ernwirdiger grosmechtiger besundern fordirlicher gonner, alse ir uns denne geschrebin
habt von des tages wegen, den wir mit unserm bruder herczoge Ludwige ezwischin ewern
ernwirdigen grosmechtikeit und hern Conrad Nympez von sundirlicher ewer beger gemacht
hatten alse uff den nesten sand Georgen tag zu komen kein Legnicz adir ewer mergliche
botschaft dar zu senden, das ir durch unfredesamkeit deser lande dorezu nicht komen kun-
det und uns gebeten den mit unserm bruder dem vorgenanten zu dirlengen uff eyne lenger
czeit, dorczu ir adir die ewern fredelich und sicher komen mochten, thun wir euch zu wissen,
des nestin wir mit unserm bruder herczoge Ludwige zusampne komen mogen, das wir mit
im dovon reden und unsern ganczen fleis mit im kein hern Nympcz thun wellin zu bestel-
lende, das wir mit hern Nympez wellin eynen adern tag, des wir und her gewarten und ir
ouch dorczu komen adir die ewern senden moget, legen und machen mogen, und were dach
nicht boze gewest, das ir des ewer botschaft hie awssen hett gehabit, das man ewern fleis
hiebey hette mocht irfinden, was denne nicht geschen ist, wellin wir gleichwol noch
ewer beger unsern ganczen fleis thun und habin und nicht alleyne in deme sundir in alle
Apr. 23.
88.
1) Es sind dies die oben unter No. 84 und 85 abgedruckten beiden Briefe vom 7. April.
2) In dem in den Lausitzer Provinzialblättern von 1782 veröffentlichten umfangreichen Auszügen aus dem
Kloss’schen Werke wird (Stück VI. S. 141) der Kantner mit unter den Briefstellern erwähnt, während er in der
Abschrift des Werkes, welche das hiesige Staatsarchiv besitzt, fehlt. In den Provinzialblättern heisst dann auch
der zweite Herzog Heinrich von Glogau, doch dürfte dies wohl eine Aenderung des Redakteurs sein, dem die
Bezeichnung des Herzogs als (Herr) zu Sprottau ungewöhnlich erscheinen mochte.