z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
X
Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
Strana 105
1431.
105
1431 Juli 2.
Nur die Anführung bei Klose II. 395 erhalten.
Nürnberg am Tage Mariä Heimsuchung. K. Sigismund verspricht dem Bischof Kon-
rad 3000 Gulden, die er dem Bischofe von dem ihm monatlich versprochenen Solde für die
gegen die Hussiten anzuwerbenden Truppen schuldig ist, in 2 Monaten zu bezahlen.
148.
1431 September 28.
Aus einer Handschrift im Archive der Prager Kreuzherren 1).
Dan a psan w Oppavie 1431 ten patek dne a hodu S. Waczslawa diedicze Czeskeho.
Przemek, Herzog und Herr zu Troppau, schliesst mit den Hauptleuten der Taboriten u.
Waisen Ottik von Loza, Jan Czapek v. Saan und dem Priester Prokop einen
Waffenstillstand auf ein Jahr vom Datum dieses Briefes an, während dessen ein etwa durch
des Herzogs Land ziehendes hussitisches Heer sich zu seiner Nothdurft Lebensmittel und
Futter nehmen darf, ohne dadurch den Waffenstillstand zu verletzen. Sogleich nach
Ablauf des Jahres verspricht der Herzog mit seinen Söhnen das hussitische Bekenntniss
namentlich in Bezug auf die Kommunikation unter beiderlei Gestalt und die 4 Artikel anzu-
nehmen (k prawdam bozim przistupiti zwlasstie k tielu a ke krwi bozij a k tiem cztyrzem
kussom, o niez gsu se obcze swrchu psanee zasadili) und sie gegen jeden Widersacher zu
vertheidigen, Alles bei einer Busse von 4000 guten Silbergroschen. Falls der Herzog
binnen dem Jahre stirbt, werden seine Söhne den Vertrag ausführen. Bürgschaft für den
Herzog leisten Jan z Crawarz pan Giczinsky2), Jan z Czimburka a s (sic) Thowa-
czowa, Zibrzik z Bobolusk, Waczlaw z Koberzicz. Wenn der Herzog die vier
Artikel angenommen und ein halbes Jahr hindurch sich zur Kommunikation unter beiderlei
Gestalt bekannt hat, soll ihm diese Urkunde zurückgegeben werden.
149.
1431 November 6.
Nach einer Anführung in Goerlich's Geschichte von Strehlen 135.
Strehlen dinstag vor Martini 1431. Der Rath bestättigt den Schuhmachern auf’s Neue
ihre Innungsartikel mit Rücksicht darauf, dass ihre Aussetzung und Gerechtigkeit dem
Handwerk „von gewaltiger hand der schnoeden verdampten ketzer, der thaberer, von ihnen
mit ihrer gewalt und frevel entwandt und genommen zu der zeit, als (sie) mit gewaldunge
herzogen auf Troppen, auf die Neisse und auf andre staedte in der Schlesien mit morden
und brande und rauberei, den landen zu grossen schaden und ercklichen verterbnisse3).“
150.
1) Eine Abschrift dieser in böhm. Sprache abgefassten Urk. verdanke ich der grossen Freundlichkeit des Hrn. Prof.
Palacky in Prag. Ein (unrichtiger) Abdruck findet sich in den Beigaben zu Zimmermann's Werk „pocračowáni kro-
niky Benese z Hořowic.“ S. 155—157. 2) Doch wohl identisch mit dem o. in No. 147 erw. Janke v. Grawan uff
Tyezin. Krawarz ist sicher das Richtigere, ob aber nicht lieber Ticzinsky (von Titschein) zu lesen sein sollte?
3) Es braucht kaum gesagt zu werden, dass in diesem Auszuge der Text der Urkunde nicht diplomatisch genau
wiedergegeben ist. In dem mir vorliegenden Repertor. der Strehlener Urk. fand sich dieselbe nicht. Görlich führt
dann noch eine Urkunde v. 1436 an, in welcher die Bäckerinnung von Strehlen erklärt : wie das wir arm und reich
der egenanten stat von gewaldiger hand der snoden verdampten ketzer von Behemen entweichen müssen aus
unsir stadt und in sulcher nicht in heimischkeyt sy eynes teiles leipliches todis und des meyste vergangen sint und
abgestorbin, wie und in welcher wesse sy ir abescheidunge gehabt habin, so das die nachkomin der zeche und
innunge verlustig sind durch diese gewalt.
VI.
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