z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
X
Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
Strana 23
1422.
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(1422) August 21.
Im Auszuge bei Kloss, oberlaus. Hussitenkrieg; Handschr. des Bresl. Staatsarchivs I. 298.
Datum in castro Bezedecz (Bezděz) feria 6 infra octavam assumpcionis Marie. Hans
von Michelsberg der Aeltere schreibt den Zittauern, er habe von drei glaubwürdigen
Männern vernommen, dass der Fürst Sigismund mit den andern Wiklefiten und Hussiten
sich von dem Schlosse Opotzen (Opoczna) weg begeben wolle wegen der Fürsten in Schlesien.
35.
(1422) September 19.
Bericht an den Hochmeister, den grossen Bund gegen Polen betreffend.
Königsb. Staats-Archiv Schbl. XXII. a. nr. 45. Orig. mit Spuren des Siegels.
Meinen gar willigen undirtenigen gehorsam zuvor, erwirdiger liebir her meister, geruche
ewir erwirdikeit zu wissen, das ich czihende ken Breeslauw zu dem tage des vorbintnisses
unsers herren romischen kunigs mit seyme kunigreich zu Ungern, den slesisschen fursten,
steten und landen mit unsirm orden, dovon ich euch vor hab geschreben, als heute in
diesir gebunge byn gekomen czum Nuwenmarkte vier meyle von Breslauw, so hab ich
heute czu Legnicz und ouch alhie vernomen, das der bischoff von Ungern, den unsir herre
romischer konig hatte gesant zum konige zu Polen und zu euwir erwirdikeit, nu am nechst
vorgangen mitwochen ist geczogen von Breeslaw widder czu unserm herren kunige; mit
deme sendet ouch der koning zu Polan seine treffliche botschafft als Jan Kalysschky
und den swarczen Sewisch etc. czu unsirm herren romischen kuninge. Dieselben als ich
hie byn undirrichtet, sullen unserm herren kuninge des kuninges zu Polan gehorsam, gut-
willikeit und seine grosse dirbietunge vorbrengen, das her sich mit unsirm orden wil geben
czu rechte adir czu berichtunge vor unsirm herren romischen konig nach allem seinem
willen und dirkentnisse, und welle genezlich halden, was im zu thunde wirt usgesprochen,
und welle im dornach helffen, das im Bemerlandt und Prage wider sulle werden ane alle
muhe und arbeit. Ist es, das er en mit unserm orden iczunt vorrichte und die erwegunge
der fursten und des folkes, das unsirm orden czu hulffe wirt czihen, abkere und wende, das
die nicht volczihen, und das unsir her romissher konig ouch seine ungnade, die er weder en
und seyn landt hat begriffen, wider wende, so verneme ich ouch, das derselbe ungerissche
bischoff von dem koninge zu Polan also grosslich ist begabt und geeret, das ich euch des
genezlich nicht kan vol schreiben. Ouch so brenget die vorbenumpte polnissche botschafft
unsirm herren romischen konig grosse gaben und erungen, domit sie en meinen zu stillen.
Ich bin ouch hie am wege worhafticlich undirrichtet, muchten sie unsern herren koning
mit den gaben und trostlichen dirbietungen nicht abewenden und dirweichen, ee wenn sie
soliche ungnade obir sich lassen kommen, sie wellen im czuletzt den Czypptz umbsust
widergeben. Ouch spricht man hie, das sie das landt und felt zu Preussen wellen rumen
und dor us czihen, uff das sie domitt iren gehorsam wellen beweisen ken unsirm herren
koninge und ire bereite gutwillikeit. Erwirdiger liebir her meister, dises dinges byn ich
ettlicher mosse dirschrocken und forchte, das unsir herre koning durch sulche gaben und
falssche dirbietunge muchte werden dirweicht und umbgethan und lassen von dem vor-
sacze und guten willen , den er iczunt hat zu unsirm orden, dorczu ich seine gnade mit vil
Sept. 16.
36.