z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
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Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
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1422.
Sept. 30.
arbeit und undirweisung hab gebrocht, sundirlich nu von unsirs ordens wegen nymant bey
im nu ist, und dorumb hab ich willen eyne redliche botschafft senden von Breslaw zu
unsirm herren koninge, und wil en mit meinen brieffen und ouch muntlichen lassen bitten
und dirmanen, das seine gnade geruche zu bedenken die not des cristenthums und die
grosse beschedigung des landes Preussen und sich in keinerleyweiz lasse abreden und
wendig machen von dem vorsatze, den er hat angehaben, und dorbey welle bleyben, als
hers mit mir und ich mit im zu Nuremberg hab gelassen, und er offenbar hat gesprochen
und gelobt, und hoffe, es sulle yo hulfflich seyn. Wir haben ouch hie treuwlich geraten
unsirs ordens gutganner und frennde, das ich selber in solchen notigen geschefften solde
czihen zu unsirm herren koninge, und ich getruwete ouch wol in bey dem synne zu behal-
den, als her es mit mir hat gelassen unt mir entheissen. Nu enwolde ich noch entorste des
nicht thun dorumb, das mir euwir gnade nu offte hat geschreben, ich sulle mich fordern zu
lande, als ich erste mag. Sundir erwirdiger her meister, als ich euch vor hab vorschreben,
so were es noch mein gutdunken, das ir ane sumen einen brudir unsers ordens von Preus-
sen und einen von Ostirreich usrichtet und sendet zu unsirm herren koninge, die de bey im
seyn an diesen loufften und unsern orden in semelichen und andern geschefften mogen ver-
entwurten. Wurdet ir dis nicht wellen thun, so besorge ich mich, es werde uns grossern
schaden brengen, went unsir herre koning vil zu schaffen hat und wil ane undirlazz werden
dirmanet. Ouch erwirdiger her meister hab ich willen am mittwochen noch Michaelis seyn
czu Fronkefurt vordtan zu lande czihen, und hoffe mit mir czu brengen nich vil under
thuwsent pherden, und ezweifel nicht, euch sulle trostliche hulffe komen bynnen kortz,
domit ir euwern fynden wee mogt thun und euch rechen, mogt ir euch so lang enthalden.
Ouch als oben wirt berurt, so cziehe ich ken Breslaw czu dem vorbintnizz, das von unsirs
ordens wegen anczugeen und dirfare noch andirs nicht, wenn das es eynen vortgang werde
gewynnen, wie es aber entlich domitte wirt gelassen und beslossen, das wil ich euwirn
gnaden, ee wenn ich selbir kome eygentlich wol vorschreiben. Gegeben zum Nuwenmarkte
Kompthur zu Brandemburg.
am sonnabende vor Mathei ewangeliste.
(1422) October 9.
Gedr. bei Riedel, cod. diplom. Brandenbg., Abth. 2. III. 424.
Gegeben zeu felde zeu Copitz am frytage Dyonisii. Markgraf Wilhelm v. Meissen
berichtet dem Markgrafen Friedrich von Brandenburg über die Grösse seiner Heeres-
abtheilung. Hier heisst es: ouch haben die polnischen fursten 1) und die fursten uz der
Slesien und uz den sechs steten nicht denn anderthalb hundert gewopente, sundern uf
wagen und zu fuse eyns mit den andern, das es läuft wol uf viertusend mann.
37.
1422 October 20.
Gedruckt bei Riedel, cod. dipl. Brandbg., Abth. 2. III. 428.
Gegeben zu Brux am dinstag nach Galli anno etc. XXII. Markgraf Friedrich von
Brandenburg fordert Herzog Heinrich von Schlesien (Glogau) und den Jungen von
Biberstein zur Vereinigung ihrer Heereskraft mit den seinigen auf.
38.
1) d. h. die oberschlesischen.