z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
X
Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
Strana 138
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1433. 1434.
Sept. 9.
sie vns newne der gefangenen nicht habin geantwort, so hoffin wir, das sie ewir gnaden
awssproch nicht genug gethan habin, dorumme so beten wir ewer gnaden nach irrer clage
vnd vnsser anwort vns eyn gotlich recht zu sprechin nach deme, als wirs von beiden teiln
an ewir gnade gegangen sein. Geschreben vnd vorsigelt mit vnsserm stad ingesigel an der
nesten mitewochen nach nativitatis Marie anno domini millesimo CCCC XXXIII°. Diesel-
bigen obgeschreben schuld vnd antwort habin wir vff dirfarunge des rechten gesand an die
herczogen von Sachsen betende vns zu vndirweisin des rechtin. Uff sulche sachin doruff
so haben vns die obgenannten herren von Sachsen ire meynunge vnd gut geduncken
geschrebin in sulchem lawte: Uff solche schulde vnd antwort, die dannen die von der
Sweidnicz vnd die von Breslaw gein enandir gegebin habin, sind vnsser gutduncken vnd
habin vns auch des irfrogit an vnssern reten vnd andern den vnssern, die sich sulchir sachin
vorstehin vnd bessir nicht wissin: sind demmol die von Breslaw die von der Sweidnicz
vmbe hulfe vnd volge vorbotet vnd gefurdirt habin, die in danne die von der Sweidnicz
geschicket vnd gesand habin, sind die von Breslaw pflichtig den, die zu en kommen vnd bey
den geschichtin gewest seind, nach innehald des hinderganges, den sie von beyden seyten
vff vnssern herren von Breslaw gethan habin, an den gefangin, vnd wie der hindergang law-
tet, nach man czal teil zugeben. Nach sulchir vndirweisunge sprechin wir obgenannten
Conrad bisschoff zu Breslaw als eyn gekorner richter der sachin eyn recht, des wir selbir
mit vnssern reten vnd eldisten nicht bessir wissen : sind demmole die von Breslaw die von
der Sweidnicz vmb hulfe vnd folge vorbotet vnd gefurdert habin, die en denne die von der
Sweidnicz geschikt vnd gesand habin, seind die von Breslaw pflichtig den, die zu en komen
vnd bey den geschichten gewest sein, nach man czal teil zu gebin. Des zu orkunde habin
wir vnsser ingesigel an desin brieff lossin hengin. Gescheen zu Breslaw am dinstage vor
Hedwigis nach Cristi geburth vierczenhundirt ior vnd in dem drey vnd dreyssigsten iare 1).
196.
1434 o. T.
Abgedr. bei Minsberg, Gesch. v. Neisse, Anhang 23 aus einem Neisser Kopialbuche.
Geschehn und gegeben zu Breßlaw in dem grossen capitel, das man jerlichen bey
unßer obgenannten kirchen pfleget zu begehen n. Chr. geb. 1434.
Bischof Konrad verleiht, nachdem er angesehen die treuen Dienste, Beisteuern,
schweren Kosten und Zehrungen der ehrbaren Stadt Neisse, „ihn desen unsichern zeiten
wider die verdampten ketzer von Behem und wider (die) posadken 2), die se allhie und der
Schlesie zu vorterbnusse und beschwerunge dieser landen bezetzt haben, gethon und ange-
1) „Die Originalurkunde, woraus diese Kopie ist, befindet sich auf dem Br. Rath. Sie ist eine Elle breit und
drei Viertel hoch. Mit braun dunkler Dinte ohne Linien mit kleinen dickhken spizzig ekigen Buchstaben, die unsern
deutschen änlich kommen, geschrieben, nicht so schön als die Schweidnitzische (die Stadt Schweidnitz hatte damals
schönere Schreiber, als der Bischof von Breslau) das Pergament weiss gelb. Ueber die i selten Punkte. Die
Schrift ist in verschiedenen Stellen verwischt, so das sie oft muss gebraucht worden sein. An zwei Pergament-
streifen hängt das kleine runde Sigel des Bischofs Conrad mit der Umschrift: Sigillum Conradi episcopi Wratis-
lauiensis. Auswendig ist von einer gleichzeitigen Hand geschrieben: Sentencia domini episcopi Wratislaviensis
inter consules Wratislavienses et Swidnicenses de particione prede rapte.“ (Anmerkung hinter der Klose'schen
Abschrift, der Orthographie nach älter als Klose — das Original ist nicht mehr vorhanden.)
2) So muss es unzweifelhaft statt Polacken, wie Minsberg hat, heissen.