z 247 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
Regesten und Urkunden
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
Nachtrag
196
197
198
199
200
Anmerkungen
201
202
203
204
205
206
207
208
209
210
211
212
Register
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
232
233
234
235
236
Siegel
237
Název:
Stadtbuch von Brüx bis zum Jahre 1526
Autor:
Schlesinger, Ludwig
Rok vydání:
1876
Místo vydání:
Praha, Leipzig, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
247
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Regesten und Urkunden
- 196: Nachtrag
- 201: Anmerkungen
- 213: Register
- 237: Siegel
Strana 98
98
1432.
1432
Mai 4.
[218 ] Eberhart von Brandenstein, Conrad Thune und Hugolt von Slynicz bringen eine
Teidigung zwischen den Herzogen von Sachsen und Nigkusch von Gorencz, dermalen Amtmann
auf dem Schlosse Wehlen, zu Stande, kraft deren letzterer keinen Anspruch mehr haben soll
auf die von ihm in Brüx während seiner dortigen Amtmannschaft zurückgelassenen Büchsen,
Geschosse und andere Habe. 1432 Mai 4. Meissen.
Wir Eberhart von Brandenstein ritter marschalg, Cunrad Thune hofemeister und Hugolt
von Slynicz, rete unser gnedigin herren von Sachsen, bekennen in dissem briffe, das wir getedinget
habin zewusschin den obgnanten unsern gnedigin herren von Sachsen an eynem und Nigkusche von
Gorenczk und alle sinen brudern an dem andern teilen: das Nigkusch von Gorenczk das slo3 Welyn
mit synen zcugehorungen vor sibenczenhundert rynissche gulden ynne habin sal noch innehalt des
houbtbriffes daruber gegeben. so sal auch Nigkusch unsire gnedigin herren furdermehir nicht be-
tedingen umbe buchsen, geschos und andere habe, die er czu Brux, als er Amptmann was, ge-
lassen hatte, nemlich umb der ochsen willen, die er den obersteten genomen hatte, die unsire
gnedigin herrn richten und beczalen musten von sinen und siner bruder wegen. hette er auch der
czweihundert rynisscher gulden, dy im unsire gnedigin herren schuldig waren noch innehalt ires
vater seligin briffe im daruber gegeben, daran sie iczunt hundert gulden beczalet habin und dy
andern hundert gulden uff sente Johannis tag schirstkunfftigin beczalen sullen, am slosse zcu Welyn
kuntlich nicht furbuwet, so sal er dy selbin zeweyhundert gulden noch furbuwen noch des slosses
notturfft und fromen. vortmehir sullen ym unsire gnedigin herren alle jar jerlichin geben hy zcu
Missen sechzig rynissche gulden, drissig uff sente Walpurgin und drissig uff sente Michils tage,
und darczu sechs malder korns zeu haldunge des obgnanten slosses zeu Welyn, das danne der ob-
gnante Nigkusch von syner und siner bruder wegin hat uffgenomen und vorwillet. czu urkunde*)
habin wir obgeschribin tedingeslute unser iglichir bisundern syn insigil undene an dissen briff
wissintlichin lassin drugken, der gegeben ist zcu Missen noch gotes geburte virczenhundert und
darnach in dem zeweyundrissigisten jare, am sontage misericordias domini.
Aus dem k. sächs. H. St. Arch. in Dresden N. 6228. Orig. Off. Pap. Brief. Die 3 aufgedrückten Siegel
von grünem Wachs sind fast ganz abgebröckelt.
1432
Aug. 23.
[219.] Ottiko von Loza, Johannes Capek von San und die übrigen Feldherrn der
Taboriten und Waisen schliessen einen Frieden mit den Herzogen Sigmund und Friedrich von
Sachsen bis zu St. Martini und von da auf zwei Juhre hinaus. Im Falle des Bruches haben die
Husiten in der Stadt „Most alias Brux“ die Herzoge aber in Laun Einlager zu nehmen. 1432
August 23. Friedstein.
Aus dem k. sächs. H. St. Arch. in Dresden. N. 6232. Orig. Off. Perg. Brief mit 6 an Pergamentpresseln
hangenden gut erhaltenen Siegeln. — Palacky Urk. Beit. z. Gesch. d. Husitenk. II. S. 304.
1432
Septbr. 7.
[220.] Johann von Cernin und Mathes Hořešowic fällen einen Schiedsspruch in den
Streitigkeiten zwischen Jakob von Wřesowitz einerseits und Brosius von Hogenist, der Stadt
Brüx und deren Nachbarn andrerseits. 1432 September 7. [Brüx.]
Anno domini MCCCCXXXII° in vigilia nativitatis Marie. dis ist der uzspruch der nam-
haftigen Jans von Czernyn und Mathes Horzessowicz der brüche czwischen dem namhaftigen Ja-
cubken von Wrzessowicz czu Belin gesessen an eime teile und Brosius von Hogenest, burgermeister
und rate der stat Brüx und der, die neben in sint , an dem andern teile, den sie von beiden teilen
*) fehlt in d Urkunde.