z 247 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
Regesten und Urkunden
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Nachtrag
196
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Anmerkungen
201
202
203
204
205
206
207
208
209
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Register
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Siegel
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Název:
Stadtbuch von Brüx bis zum Jahre 1526
Autor:
Schlesinger, Ludwig
Rok vydání:
1876
Místo vydání:
Praha, Leipzig, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
247
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Regesten und Urkunden
- 196: Nachtrag
- 201: Anmerkungen
- 213: Register
- 237: Siegel
Strana 80
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1421.
[174.] Nach Einäscherung der Klöster von Doxan, Teplitz und Osseg und der Stadt
Dux eroberten die Husiten Bilin (12. Juli), zogen neue Kriegsschaaren an sich (22. Juli) und
schritten zur Belagerung des festen Schlosses von Brüx (24. Juli). Schon war dieses der Ueber-
gabe nahe, da eilte Friedrich der Streitbare, Markgraf von Meissen, mit vielen Kriegsschaaren,
verstärkt durch den Zuzug böhmischer Barone (Sigmund von Wartenberg, Hlawač von Duba,
Niklas von Lobkowitz) zum Entsatze herbei und schlug die Husiten in blutiger Schlacht, Diens-
tag am Tage des heiligen Oswald. (oder des hl. Dominikus — Maria Schnee — August 5.)
Die Geschlagenen flüchteten sich nach Saaz, Kommotau, Laun, Schlan, auf dem Schlachtfelde
ihre Wagen, Büchsen und sonstigen Kriegswerkzeuge zurücklassend.
Anon. Chron. Bohem. (Script. rer. Boh. II. p. 463); Chron. Trebon. (Fontes rer. Aust. II. 52); Chron. Colleg.
Prag. ibid. p. 84 sq.; M. Laur. Brezina (recte Březowa) ibid. p. 490 sq. — Unter vielen andern Nachrichten über
die Schlacht vom 5. Aug. heben wir nur noch „die Historien der Auss-Saczung des herlichen Fests der lobsamen
Schneefeyer Marie in der Stadt Brüxs“ des Mag. Johannes Leonis (MS. i. böhm. Museum in Prag 3. D. 23) hervor.
1421
Aug. 28.
[175.] Der Bürgermeister und Rath der Stadt Brüx geloben dem Hartung und Heinrich
von Crinicz Schadloshaltung für die Niederbrennung des Rotenhofes. 1421 August 28. [Brüx.]
Wir burgermeister und rath der stat zcu Brüx bekennen offenlichen mit disem brife, be-
kennende vor allen gemeniglichen: das Hanns von Milticz und Hanns Maxin sein derbey gewest.
als wir Ratenhoffe dem Hartunge und Heinrichen von Crinicz abgebrant haben durch beste willen
der stat. unde dorumbe gereden wir und globen den abgenanten Hartungen und Heinrichen von
Crinicz und iren erben, wenn ein hawbt im lande wirtt und zcukunfftiger konigk, das in solle red-
liche widerstatunge vor ire scheden geschen. des zcu bekenntnuße wir obgenante burgermeister
und rath der stat zcu Brux unser insigel haben lassen uff disem brife drücken, der geben ist noch
Cristi geburt MCCCCXXI jare, den nechsten donerstage noch sant Bartholomeus tage.*)
Inseriert in dem Orig. aus dem Br. Arch. v. 1457 Aug. 20.
1421
Nov. 29.
[176.] Majestätsbrief König Sigmunds, in welchem gezeigt wird, wie Nikolaus von Lob-
kowitz die Schlösser Pfrimberg, Brüx und Nowyhrad in Böhmen und Schumberg in Mähren
von Boresch von Riesenburg und Heinrich von Lažan für gewisse Summen einlöste. König
Sigmund nahm die Schlösser für sich und verschrieb die genannten Summen dem Nikolaus von
Lobkowitz auf das Schloss Frauenberg, worauf dieser bereits ältere Verschreibungen König
Sigmunds und König Wenzels besass. 1421 November 29. Kuttenberg.
Palacky Arch. česky I. p. 538.
1421
Dec. 20.
[177.] Der Richter, Bürgermeister und die Geschworenen der Stadt Brüx bestätigen,
dass einige ihrer Mitbürger dem Nikolaus von Lobkowitz für die ausbezahlten 300 Schock
prager Groschen auf fünf Allodhöfen im „Lauch“ einen jährlichen Zins von 75 ungarischen
Gulden, halb zu Georgi halb zu Galli zahlbar, verschrieben haben. 1421 December 20. Brüx.
Nos Johannes Eberhardi judex, Benessius Mazanecz magister civium, Hanusko Delehna.
Johannes Grünsmyd, Jacob Slegl, Nikolaus Rozler, Paulus Grünsmyd, Johannes Dyterspach ceterique
jurati et consules civitatis in Ponte ad universorum noticiam deducimus per presentes publice pro-
testantes, quod constituti in nostro pleno vigoroso consilio discretus vir dominus Bartholomeus
Institoris prespiter, circumspectique Johannes Friderici, Wenceslaus Theoderici cum Ursula consorte
*) Die überstehenden e sind in der Urkunde schiefliegende Punkte.