z 247 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
Regesten und Urkunden
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Nachtrag
196
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198
199
200
Anmerkungen
201
202
203
204
205
206
207
208
209
210
211
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Register
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Siegel
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Název:
Stadtbuch von Brüx bis zum Jahre 1526
Autor:
Schlesinger, Ludwig
Rok vydání:
1876
Místo vydání:
Praha, Leipzig, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
247
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Regesten und Urkunden
- 196: Nachtrag
- 201: Anmerkungen
- 213: Register
- 237: Siegel
Strana 87
1425.
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bracht haben; doch behalden wir uns daran solche gerechtickeit und gewonheit, so dann die eine
cammere des konigreichs von Behemen vor geczyten an den gerichten gehabt had. wir begnaden
auch die iczund gnanten unsere liben getrewen burgere und gemeinde der stad Brux von sunder-
licher gunst und gnade wegen, die danne wir czu yn haben, das sie uns von sollichen jarrenten,
so sie danne einem Bemischen konig jerlichin gericht und gegeben haben und nu uns und unsern
erbin furder reichen sollen, innewendig vier jaren nehst noch einander volgende von datum disses
brieves uns noch unsern erben nicht reichen, sundern der gefrihet sin, noch sust keinerley sture
noch bete bynnen der oben berurten zceyt gebin sollen; und wanne dann die iczuntgenannten vier
jar vorgangen sind, so sollen sie uns aber die andern vier jar allirnehst nach den iczuntgenanten
vier jaren volgende nicht meher geben, danne alle jare hundert schock groschin, funfezig uf sente
Jorgen tag und funfczig uff sente Gallen tag; und wanne die iczuntgenanten vier jar u3gingen,
danne sollen sie uns alle jar eine gancze summe geben, das macht hundert und sechzig schock
groschin und dieselben halb uff sente Jorgen tag und sovil uf sente Gallen tag, als danne das recht
und gewonheid ist. wir wollen auch Micheln juden zcu Brux, den konig Wenczlaw unsern obge-
nannten liben getruwen burgern und gemeinden zcu Brux gegebin had, bie sollichen freiheiten lassen
noch u3wisunge des brives, den yn derselbe konig Wenczlaw darubir gegebin had, also das sie uns
alle jar jerlichen in unser cammer reichen und gebin sollen unvorczuglichen sechs schock grosschin,
als das ir brieff eigentlich ußwiset von desselben Michils juden wegen. ouch wollen wir bie sie in
ire stad legen schutczen zcu fusse und geritten, wie und wann danne das nôt were nach unserm
und nach irem besten, und den houptlute zcuschicken und bestellen, den sie gehorig und gevolgig
sin sollen, die danne wir selber bekosten und vorsolden wollen. wir wollen auch dieselbin burger
und gancze gemeinde der Stad Brüx als andere die unsern getruwelichin schutzen und beschirmen,
inmassen als uns das unser gnediger herre der konig vorschriben had. ouch sal unser burcgraf uf
Brux, der iczund ist und die hernach komen werden, denselben burgern und gemeinden der stad
Brux keinerley gedrengnu? thun, sundern sie bie irer alden gewonheid lassen, doch also, das sie
denselben unsern burcgraffin uff Brux, der iczund ist und in kunfftigen zceyten wirt, willig hulfflich
beraten sin an allen sachen, bethen und czinsen. auch wollen wir doselbs zcu Brux alle jar einen
nuwen rat seczen und bestetigen, und so offte wir das thun, das das geschee, als sie das fur alder
gewand sind. wir wollen auch daran sin, das die strassen durch ire stad gehe, als die vor alders
darczu gegangen haben und sie darczu schuczen und schirmen nach unsern vermogen. und wanne
uns und unsern erbin solliche summe geldes gancz und gar ußgericht und beczalt sind noch lute
und ußwisunge sollicher brieve, die uns konig Sigemund daruber gegeben had, so sollen sie darnach
sollicher huldung, die sie uns und unsern erben getan haben, ledig und los sin an geverde.* und
das wir alle stucke, punkte und artikeln diess brieffs stete, feste, ganz und unvorbrochenlich halden
wollin und sollin bie unsern guten truwen in crafft unsers briffs, des zcu bekentnisse und mehrer
sicherheit haben wir unser furstenlichs insigel wissentlichen hengen lassen an disen briff, der ge-
geben ist zcu Missen noch Crists geburt vierczehenhundert jar und dornoch in dem funffund-
zwenczigsten jare an denstage noch sente Michels tage.
Aus dem k. sächs. H. St. Arch. in Dresden. Liber unionum I. fol. 78 b. sq. Der Schluss von * nach Horn
Friedrich der Streitbare. S. 909 flg.
[194.] Der Bürgermeister, die Geschworenen, Schöffen, Rathmannen, die Aeltesten und
die ganze Gemeinde der Stadt Brüx huldigen ihrem Pfandherrn Kurfürsten Friedrich von Sachsen
mit Wahrung ihrer alten Gerechtsame, namentlich des freien Gerichtes, der Unabhängigkeit vom
Burggrafen und des Rechtes der Wiedereinlösung, und versprechen die richtige Zahlung des
Kammer- und Judenzinses. 1425 Oktober 7. [Brüx.]
1425
Oktbr. 7.