z 722 stránek
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Chronologisches Verzeichnis
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Zusätze und Verbesserungen
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Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Sigmund. Band IX. Abt. 3. (1427–1431)
Autor:
Kerler, Dietrich
Rok vydání:
1887
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
719
Obsah:
- Ib: Titel
- Id: Inhaltsübersicht
- Ih: Vorwort
- IV: Edition
- 648: Chronologisches Verzeichnis
- 671: Orts- und Personen Register
- 709: Zusätze und Verbesserungen
Strana 299
A. Königlicher Tag zu Nürnberg 8 Mai 1429 nr. 216-229.
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222. Kurf. Friedrich I von Brandenburg an K. Sigmund: auf das Begehren des 1429
Königs um Geldunterstützung für die Pilsener aus dem in Nürnberg niedergelegten
Hussitengeld kann er ohne die Neune ordnungsmästig nicht eingehen, diese aber
haben jetzt nach dem Tag vom 8 Mai die Stadt wider verlassen; beglaubigt für
sich und die zu ihm Beschiedenen den Martin von Eyb und Friedrich von Wolff-
stain. 1429 Mai 17 Ansbach.
Mai 17
Aus Nürnb. Kreisarch. Ansb. Kriegssachen 1 nr. 88a grün conc. chart. Das Stück ist
mit gleichzeitigen Zusätzen und Korrekturen versehen, welche ersichtlich auf Kurf.
Friedrich selbst zurückzuführen sind.
Gedruckt in Höfler Urkk. zur Beleuchtung der Gesch. Böhmens in Abhdll. der Böhm.
Gesellsch. d. Wiss. 5 F. 13, 30-31 nr. 19 mit dem falschen Datum: 1428 Mai 25;
in Palacky Btrr. 1, 623-625 nr. 523 mit dem falschen Datum Höflers. — Erwähnt
bei v. Bezold 3, 16 nt. 4 aus Palacky a. a. O., aber richtig zum Jahr 1429 gestellt.
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Allerdurchluchtigster konig, gnedigster lieber herre. mein willig untertenig und gehor-
15 sam dinst sind ewern koniglichen gnaden allzeit zuvoran bereit. gnedigster konig. als
ewer koniglich gnade mir iczunt geschriben 1 hat, wie der von Pilsen botschaft bei
euch gewesen und ewern gnaden zu erkennen geben hat sulich groß bekummernusse
und nôt dorin sie iczunt sein, beide von schulde und auch ander sach wegen, so manig-
feltiglich, ob man in nicht zu staten kôme, das zu versorgen sei, das sie sich gar harte
gen den veinden, die do zuringsumb umb sie ligen, enthalten mûgen, und, wie ich"
wol wisse, solt die stat verlorn werden, da got vor sei, das das allen umbgelegen
landen und sunderlich dem kreiß daselbst und allen inwoneren dorin, die sich an dem
heiligen glauben und an ewern gnaden bißher erwerglich gehalden haben, ein unver-
wintlich slagk were, und haben ewer gnade biten lassen in in disen iren nôten mit
tausent schocken zu helfen, und, sintdenmalen sulch gelt das man zu Nuremberg ein-
gelegt hat darumb gesammelt sei das man die keczer damit dringen und auch den
frummen kristen damit zu hilf kummen solte, darûmb so bevelhe ewer gnade mir die
egenanten von Pilsen begere und gepiet mir auch mit demselben ewern gnaden brief
das ich den egenanten von Pilsen on verzihen sulch 1000 schok außrichten und zu hilf
geben sûlle damit sie sich enthalten můgen wanne ich sicher sein sulle das man der
nicht baß angelegen müge, als danne ewer gnaden brief mit mer worten inheldet: das
alles hab ich wol vernummen. und thu ewern koniglichen gnaden zu wissen, das
ich sulchs nach ewer gnaden gebot und begerung zu tûn, wiewol ich des willig wereb,
allein nicht macht habe sünder die newn die danne zu mir bescheiden sein mit mir.
und ob ich die sechß zu Nurenberg, die danne sulch gelt von der cristenheit wegen
inhaben, sulchs hieß zu tûn, so tôrsten sie des doch nicht tûn, nach dem und sie
daruber hertiglich gesworen haben, es were danne das sie sulchs von den newn auch
geheissen wûrden, als danne der anslag zu Franckfurt begriffen außweißet€2. und
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a) Vorl. korrigiert aus uns. b) Vorl. wiewol — willig were nachträglicher Zusatz. c) Vorl. als danne — aun-
weißet nachträglicher Zusats.
1 Es ist hier wol Bezug genommen auf den
königlichen Brief, der, wie aus unserer nr. weiter
unten ersichtlich ist, von einer Gesandtschaft
Pilsens dem Markgrafen Mai 17 in Ansbach über-
45 geben wurde.
2 In Betracht kommt hier art. 30 von nr. 76.
Es entspricht diesem Artikel, wenn die einzelnen
Posten in dem Ausgabenregister der Sechse zu
Nürnberg (Nürnbg. Kreisarch. msc. nr. 141) wie
folgt eingeleitet werden, z. B. f. 8a: haben wir
außgeben von geheiß wegen unsers gnedigen her-
ren marggraven Fridrichs von Brandemburg etc.
und von der andern kûrfursten und stett rete
wegen, die zu seinen gnaden beschieden sein etc.;
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