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I. Hussitenbriefe
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II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
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Název:
Aus dem Egerer Stadtarchive, Mitteilungen des k. k. Archivrates Bd. 2, 1916, s. 33-73
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
37
Počet stran předmluvy plus obsahu:
37
Obsah:
- 33: I. Hussitenbriefe
- 53: II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
Strana 37
Aus dem Egerer Stadtarchive.
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Egerer Hauptleute berichten dem Egerer Rat, daß der Markgraf Fried-
rich von Brandenburg, mit dem sie heute zu Türschenreuth gesprochen,
mit dem Bischofe von Würzburg zu dem Herrn (Wilhelm Markgr.) von
Meissen nach Böhmen zu rücken gedenke, er wolle sich noch heute mit
ihm (dem Bisch.) beraten; ferner melden sie, daß die böhmischen Herren
und Städte schon morgen bei ihm (dem Markgr.) zu Bärnau sein sollen.
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — Palacký, I. Nr. 220, S. 246,
247. — Gradl, S. 348, 349.
13. 1422, Oktober 25 (suntag vor Symonis et Jude anno 22). —
Dieselben Hauptleute berichten den Egerern, daß der Markgraf von
Brandenburg bei Tachau von dem Markgrafen von Meißen geschieden
sei, auch der Herzog Reimbold aus Schlesien sei »wider wentig« ge-
worden, dieser wolle jedoch wieder ins Feld rücken; desgleichen seien
auch die zwei Bischöfe über den (Böhmer-) Wald gezogen, und sie (die
Hauptleute) wollten den Brandenburger bitten, sie gleichfalls heimrücken
zu lassen.
Orig. auf Pap., Fasz. 1. — Palacký, I, Nr. 232, S. 257, 258.
14. 1422, Oktober 26 (montag vor Symonis et Jude anno 22). —
Dieselben berichten den Egerern, daß ihre Bitte, sie heimziehen zu
lassen, beim Markgrafen von Brandenburg, dem sie ihre bereits bewiesene
Opferwilligkeit satsam dargelegt hätten, erfolglos geblieben sei, er hoffe
mit ihnen den Karlstein, den die Hussiten am 22. viermals erfolglos
gestürmt hätten, zu retten; sie würden also ausharren, zumal man den
abgezogenen Bischöfen von Würzburg und Bamberg nur übles nachrede.
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — Palacký, I, Nr. 233, S. 258 bis
261. — Gradl, S. 349, 350.
15. 1422, Oktober 29 (donirstag nach Simonis et Jude anno 22).
— Dieselben Hauptleute melden den Egerern, daß gestern vom
Hasen von Haselburg die Botschaft an den Markgrafen gelangt, dieser
(Has) hätte zwischen dem Markgrafen und dem Herzog Siegmund einen
Tag zu Kaaden vereinbart, darauf hätten sie (die Egerer) wieder in die
Stadt rücken müssen; die Heimkehr hätte er ihnen nur dann zuge-
sichert, wenn man den Karlstein nicht zu verproviantieren vermöchte;
im übrigen hätte er sie dem Schutze des Herrn von Plauen empfohlen
und noch heute sollten sie gen Pilsen rücken.
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — Palacký, II, Nachträge, Nr. 10,
S. 497, 498. — Bezold, I, S. 145, 146.
16. 1422, November 3 (dinstags zu nacht nach omnium sanctorum
anno 1422), Kaaden. — Markgraf Friedrich von Brandenburg gibt
den Egerern bekannt, daß er in Kaaden gewesen und hier den Herzog
Siegmund (Korybut) erfolglos erwartet hätte; weitere Nachrichten wolle
er ihnen zukommen lassen.
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — Palacký, I, Nr. 238, S. 264.