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I. Hussitenbriefe
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II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
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Název:
Aus dem Egerer Stadtarchive, Mitteilungen des k. k. Archivrates Bd. 2, 1916, s. 33-73
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
37
Počet stran předmluvy plus obsahu:
37
Obsah:
- 33: I. Hussitenbriefe
- 53: II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
Strana 35
Aus dem Egerer Stadtarchive.
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liege mit seinem Heere vor Kladrau; sie bitten um Geld und Lebens-
mittel, namentlich Fastenspeise, für ihre 1500 Mann.1)
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — Palacký, I, Nr. 61, S. 61. —
Gradl, S. 342. — Das Ausgabsbuch 1421/22 berichtet auch von zahlreichen Auslagen
über gelieferte »tunen hering", »tunen fisch in die raiß«, für die Söldner und Pferde,
»für scheden«, »eysenhuet«, »kappen«, »huffeysen«, »gollir«, »plech hantschuch« u. a.
5. (1421), Feb. 6 (am donerstag vor Invocavit), im Feld vor Kladrau. —
Niklas Gumerauer und »die andern hawplewt« (von Eger) berichten
dem Egerer Rat bereits von Kladrau aus, daß sie der König am Ascher-
mittwoch im Lager besucht, verschiedenes, was sich nicht schreiben
lasse, besprochen, ihnen für ihre Opferwilligkeit, die er nie vergessen
werde, gedankt und ihnen jede Gnade, die für die Stadt nützlich wäre,
zugesichert hätte; sie bitten deshalb um eine Instruktion, welche Gnade
sie vom Könige erbitten sollten und machen dabei auch Vorschläge
wegen der Klosteuer, wegen der Pflege und wegen des Salzes.
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — Palacký, I, Nr. 62, S. 61, 62. —
Gradl, S. 342.
6. 1421, Juni 7 (sabbato post Bonifacïi anno etc. 21). — Der Rat
zu Tachau berichtet den Egerern über die Zuständigkeit eines gewissen
Spinler und laßt sie dabei auch wissen, daß die »Hussen und kcheczer«
jetzt mit Macht liegen vor »Roben« (Raby) und der »Szysku« sei bei
ihnen und man erwarte sie alle Tage in Tauß; wo sie noch hin wollten,
wüßten sie nicht.
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — (Nicht bei Palacký.)
7. 1421, Okt. 18 (an sant Lucas tag), Brumow. — König Siegmund
verlangt von den Egerern unverzüglich Nachrichten, warum die Kur-
fürsten das Feld in Böhmen geräumt hätten, was er nicht gerne hörte,
da er doch mit seinem Heere zu ihnen stoßen wollte, und gibt ihnen
bekannt, daß er vor etlichen Wochen seine Macht von Ungarn, »nemlich
den Pipo mit andern ungrischen herren und den bischof von Olomuncze
hier zu Olmütz gehabt habe, daß er morgen gegen Mähren rücke und
sich alsdann gegen seine Feinde in Böhmen wenden wolle; die Egerer
wollen nicht erschrecken, selbst wenn die Kurfürsten abgezogen wären,
so erwarte er noch Zuzüge vom Herzoge von Österreich, seinem Sohne,
und von den schlesischen Fürsten und hoffe sodann, den Feinden ge-
wachsen zu sein.
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — Palacký, 1, Nr. 151, S. 162, 163.
— Fr. v. Bezold, I, S. 144, 145. — Regest bei Altmann, die Urk. Kaiser Siegmunds,
Nr. 4654, S. 328. — Gradl, S. 345. — Das Reichsheer stand im Sept. 1421 vor Saaz,
1) Nach einem Verzeichnisse über die der Stadt Eger während der Hussiten-
kriege erwachsenen Auslagen vom August 1437 hat Eger, »da man vor Cladrau gelegen,
zu roß und zu fueß geschicket 2000 Mann«. Es dürften also zu den obigen 1500 Mann
noch 500 nachgeschiekt worden sein.
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