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I. Hussitenbriefe
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II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
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Název:
Aus dem Egerer Stadtarchive, Mitteilungen des k. k. Archivrates Bd. 2, 1916, s. 33-73
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
37
Počet stran předmluvy plus obsahu:
37
Obsah:
- 33: I. Hussitenbriefe
- 53: II. Kopialbuche des Egere Stadtarchivs
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Dr. Karl Siegl.
Mitteilungen, wenn ich im nachstehenden nur kurz den Inhalt der ein-
zelnen Stücke registriere und bei den schon gedruckten auch das betref-
fende Werk mit anführe.
Die Reihe beginnt mit einem Briefe Erhard Schlieks des Jüngeren
aus dem Jahre 1415 vom Konstanzer Konzil, als dem Ausgangspunkte
der hussitischen Gefahr, an den Egerer Rat und endet mit einem Briefe
des Rats zu Buchau vom Jahre 1437 über die Zerstörung der dortigen
Kirche. — Anhangsweise gelangt auch noch eine Zusammenstellung der
der Stadt Eger durch die Hussitenkriege erwachsenen Auslagen mit
bemerkenswerten Ortsangaben mit zum Abdrucke.
1. (1415), April 6 (am samstag in der osterbochen), Konstanz.
Erhard Schlick d. J. berichtet dem Egerer Rat, »daz der pabst«
(Johann XXIII.) »von Kostencz entrunen ist pey der nacht, und der
herezog Fridreich von Osterreich, der hat in weck geholffen, und do
mit er dem konzilium ein grozze irung het gemacht«, sendet ihnen eine
Abschrift des Entschuldigungsbriefes Friedrichs an den König (Siegmund)
und meldet weiter, daß der König den Herzog »in dy echt getan« und
ihn mit seinem Heere verfolge.
Orig. auf Pap. mit Spuren des Verschlußsiegels, Fasz. 656. — Gedr. im Egerer
Gymnasialprogr. 1867, S. 6. (»Aus dem Archive der Stadt Eger« von Prof. Jos. Wolf.)
— Erhard Schlick der Jüngere war Egerer Bürger und ein Vetter des späteren Reichs-
kanzlers Kaspar Schlick. Ob er ein Mitglied der Egerer Gesandtschaft war, ist
fraglich.
2. 1421, Jänner 1 (in die circumcisionis domini anno etc. 21).
— Der Rat zu Regensburg, der vernommen, daß der röm. König
Siegmund jetzt nach Eger käme, ersucht die Egerer um Nachricht,
warum der König dahin käme und was es mit den »Hussen und Wik-
leffen fur ain gestalt hab«.
Orig, auf Pap. mit Resten des Verschlußsiegels, Fasz. 1. — Palacký, I, Nr. 55,
S. 55, 56.
3. 1421, Jänner 10 (freitag nach Erhardi anno etc. 21), Neumarkt. —
Herzog Johann, Pfalzgraf bei Rhein, der vernommen, daß der König
nach Brüx gekommen, nach anderen Nachrichten aber schon wieder von
dort abgezogen sein soll, ersucht die Egerer um Mitteilung, wo ihn seine
(Johanns) Botschaft jetzt treffen könnte. Man habe ihm auch gesagt, der
König käme nach Eger, was ihm sehr lieb wäre.
Orig. auf Pap. m. S. als Verschl., Fasz. 1. — Palacký, I, Nr. 57, S. 57.
4. (1421), Jänn. 24 (donerstag umb vesper vor conversionis sancti
Pauli), Tachau. — Niklas Gumerauer und Hans Kottenplaner, Haupt-
leute des Egerer Hilfsvolkes, melden dem Egerer Rat von Tachau aus,
daß sie jetzt mit ihrem Heere auf des Königs Geheiß nach Mies ziehen
sollen und vermutlich dann gegen Klattau rücken müssen; der König