Císař Zikmund (Sigismund, von Gottes Gnaden, Römischer Kayser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, und zu Hungarn, Böhmen, Dalmatien und Croatien König) ze své císařské a české královské moci (Römisch-Kayserlichen und Königlichen Macht zu Böhmen) polepšuje radním a městu Zhořelci (die Rathmanne und Stadt zu Görlitz) jejich znak, který dlouhodobě užívali z milosti jeho předchůdců a který tvořil bílý lev v červeném poli se stříbrnou patou štítu (einen weissen lewen in einem roten felde mit eynem weissen stucke unden an dem schielde), jejž obdarováni jeho předchůdci dlouho užívali. Za jejich vytrvalou věrnost křesťanské víře a císaři i s ohledem na škody, které utrpěli během dlouholetých bojů proti husitům, jim jako zvláštní císařskou milost uděluje na věčnou památku (zu ewiger gedechtnüs) polepšený znak s klenotem, který je v listině vyobrazen a popsán: v polceném štítu vpředu ve zlatém poli černý dvouhlavý orel. V zadním poli, červeném, je na stříbrné patě stříbrný dvouocasý lev s modrým jazykem, zlatou zbrojí a zlatou korunou. Mezi orlem a lvem má být umístěna císařská koruna, zasahující jednou polovinou do zlatého a druhou do červeného pole; orel ji přidržuje zobákem a lev pravou přední tlapou. Nad štítem je stříbrná kolčí přilba s červeno-stříbrnými přikrývadly posetými zlatými flitry. Klenot tvoří uzavřený červený rozlet posetý zlatými flitry, na němž je vyobrazen stříbrný lev se zlatou korunou, modrým jazykem a zlatou zbrojí, stejně jako ve štítu. Zikmund stanovuje, že příjemci mohou uvedený erb užívat na věčné časy ve všech záležitostech, při slavnostních i vážných příležitostech (in allen sachen, zu schimpffe und zw ernst), na svých proporcích, pečetích i jinde, a dále jim z výše uvedené plnosti moci uděluje zvláštní milost, že smí v budoucnu své listiny podle libosti pečetit zeleným nebo žlutým voskem. Konečně z plnosti císařské a české královské moci přikazuje všem duchovním i světským knížatům, hrabatům, svobodným pánům, šlechticům, rytířům, panošům, úředníkům, heroldům, podheroldům (persevanten), fojtům, rychtářům, purkmistrům, radám a obcím všech měst, městeček a vsí a všem svým poddaným i poddaným Říše a České koruny, aby Zhořeleckým nebránili v užívání uděleného znaku a dalších privilegií, pokud si nepřejí upadnout do jeho a říšské těžké nepřízně.
- na plice: Ad mandarum ! domini regis imperatoris Caspar Sligk
- na rubu: Rta Marquardus Brisacher
- A: RA Görlitz; ztraceno, dochována pouze černobílá fotokopie
- B: RA Görlitz; lose Urkunden; sign. 271/215
- C: RA Görlitz; Schmid, Tugendspiegel; fol. 158v–160v; aktuální uložení neověřeno
- A: Monasterium , obr. 1–3
- B: Monasterium , obr. 4–8
- C: N/A
- Verzeichnis I/5–8, s. 34–35
- RI XI, č. 9651
- CDLS II/2, s. 492
- Kaar 2010, s. 140–141, č. 39
Přepis regestovaného dokumentu
Wir, Sigismund, von Gottes Gnaden, Römischer Kayser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, und zu Hungarn, Böhmen, Dalmatien und Croatien König: u. s. f. Bekennen, und thun kund offenbar, mit diesem Briefe, allen, die ihn sehen, lesen, oder lesen hören: Als vormahls unsere lieben Getreuen, die Rathmanne und Stadt zu Görlitz, von Begnadigung unsrer Vorfahren, lange Zeit, in ihrem Wapen und Schilde, geführet haben einen weissen Löwen in einem rothen Felde, mit einem weissen Stücke unten an dem Schilde: also haben wir angesehen, daß sie den Ketzern zu Böhmen viel Jahre bekrieget, und greßlich, doch in solcher Anfechtung der Christenheit, von ihnen beschädiget seyn, und sich doch allezeit an den heiligen Christlichen Glauben und uns beständiglich und getreulich haben gehalten, daß wir ihnen insonderheit billich gnädiglich gedencken, und haben darum, um ihrer Redlichkeit willen, zu ewiger Gedächtnis, von besondern unsern Kayserlichen Gnaden, denselben Rathmannen und Stadt zu Görlitz solch ihr Wapen verändert, und gnädiglich also gebessert, und von neuen gegeben, mit Nahmen, daß sie zu den vorigen ihren Wapen in einem Schilde, einen schwarzen Adler mit zwen Häuptern in einem goldnen oder gelben Felde führen und haben sollen: Daß der Adler in demselben Felde auf das rechte Theil und Helffte des Schildes stehen soll, und der weisse Löwe mit einen zwiefachen Zagel (Schweiff) mit einer goldnen Crone auf dem Haupte, mit einer blauen Zungen, und goldnen Klauen, darunter, als am Schilde, als der Löwe stehet, ein klein weiß Stucke, auf dem andern Theil und Helffte des Schildes, und daß darzwischen dem Adler und Löwen eine Kayserliche Crone auch stehen sol, geteilet halb in das goldene oder gelbe Feld, und halb in das rothe: Und, daß der Adler in dem Munde mit dem Haupte gegen die Cron dieselbe Cron oben halten soll, und der Löwe mit dem rechten Fusse mit seinen Klauen unten daran greiffe, und die halte mit einer weissen und rothen Helm-Decke, darauf zwey rothe Flügel, die mit goldnen oder gelben Flitterchen, mit sammt der Helm-Decke, besprenget seyn, in denselben Flügeln auch ein weisser Löwe, mit der Crone auf dem Haupte, mit der Zunge und Klauen, als im Schilde stehen soll, alsdenn dieselben Wapen und Kleinod in der Mitten dieses gegenwärtigen unsers Briefes gemahlet, und mit Farben eigentlich ausgestrichen seyn; und geben ihnen die von neuem von wegen Römisch-Kayserlichen und Königlichen Macht zu Böhmen, vollkommen, in Krafft dieses Briefes: Und meinen, setzen, und wollen, daß sie fürbaß und zu ewigen Zeiten, in allen Sachen, zu Schimpff, und zu Ernst, in ihren Pannieren, Insiegeln, und andern führen, deren gebrauchen und genissen sollen und mögen, wo ihnen das nothdurfft und gefällig seyn wird. Auch von sondern unsern Gnaden haben wir, den itztgenannten Rathmannen und Stadt zu Görlitz von der ehegenannten unsrer Macht gegönnet und erlaubet, daß sie fürbaß mehr mit grünen oder gelben Wachs, wie ihnen das gefällig seyn wird, alle ihre Briefe versiegeln mögen, von aller manniglich ungehindert. Und wir gebieten darum allen und ieglichen Fürsten, Geistlichen und Weltlichen, Grafen, Freyen, Edlen, Rittern, Knechten, Amtleuten, Herolden, Vögten, Richtern, Burgemeistern, Räthen und Gemeinden, aller und ieglicher Städte, Marckte und Dörffer, und sonst allen andern unsern und des H. Röm. Reichs, und unsrer Cron zu Böhmen Unterthanen und Getreuen, von Kayserlicher und Königlicher Macht, ernstlich und festiglich, mit diesem Briefe, daß sie die vorgenannte Rathmanne und Stadt zu Görlitz an denen vorgenannten Wapen und unsern Gnaden nicht hindern, noch irren, in keine Weise, sondern derselben sie geruhiglich gebrauchen lassen, als lieb ihnen sey unsre und des Reiches schwere Ungnade zu vermeyden. Mit Urkund dieses Briefes versiegelt mit unsrer Kayserlichen Majestät goldnen Bull. Gegeben zu Perus, nach Christi Geburth 1433. am Tage St. Johannis Decollationis, unsrer Reiche des Hungarischen im 47sten, des Römischen im 24sten, des Böhmischen im 14den, und des Kayserthums im ersten Jahren.
Dle edice Grosser 1714, s. 122.