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Název:
Codex Diplomaticus Silesiae. Tomus 22. Regesten zur schlesischen Geschichte 1327–1333
Autor:
Grünhagen, Colmar; Wutke, Konrad
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
286
Obsah:
- I: Titel
- 1: Edition
- 233: Register
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1333. Juli.
Juli 2. Breslau, acta in capella domus nostre episcop. Nanker, Bischof von Breslau,
sexto non-bekennt, dass in dem langandauernden Streite zwischen dem Vincenzkloster vor
Jul. ind. prima
Breslau und dem Kloster Heinrichau um die Feldzehnten und die daraus
hora quasi
tercia.
herkommenden Nutzungen in und auf den Aeckern dreier Erbgüter im Nimptscher
Territorium Stachow (Stachau), Lypow (Leipitz) und Sadvicz (Sadewitz) vor
ihm Abt Konrad von Vincenz und Abt Wigand von Heinrichau, der auf
Befragen den Zehnten auf 8 Malter (4 Roggen, 2 Gerste, 2 Hafer) taxirte, sich
dahin geeinigt haben, dass die sämmtlichen Zehnten dem Vincenzstift allein gehören
sollen, dasselbe aber dafür dem Kloster Heinrichau jährlich 4 Malter (2 Roggen,
1 Gerste, 1 Hafer) zu entrichten habe. Dies bestätigt der Bischof mit der Auf-
forderung, bei Strafe des Bannes diesen Vertrag streng zu halten. Z.: die Breslauer
Domherren Heinrich Archidiakon, Walter Scholastikus, Konrad Offizial, Magister
Arnold (von Protzan), Andreas von Wysenbure, Heinrich von Wirbna (Würben),
ferner die Magister Opeczeo Scholastikus von Lebus, Bertold (sc. von Ratibor),
Nikolaus von Waczenrode (Weizenrodau), Breslauer Bürger. Beglaubigt und mit
dem Signet versehen von den kaiserlichen Notaren und Breslauer Klerikern Jakob,
Sohn des weiland Peter von Jelin, und Nikolaus, Sohn des weiland Heinrich von
Ponewynsdorph. Or. im Bresl. Staatsarch. Heinrichau 87; von dem bischöflichen
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Siegel ist nur noch ein Rest des Pergamentstreifens erhalten.
Juli 3. Breslau (act. et dat.). Nanker, Bischof von Breslau, befreit die Stadt und
V nonas Jul-Bürgerschaft zu Glogau, nachdem sie in den schweren Streitigkeiten, die sie mit
der dortigen Geistlichkeit hatte, sich mit ihr vertragen hat (vgl. o. 1332 Sept. 9,
Reg. 5147), von Bann und Interdikt und bestimmt im Auftrage des päpstlichen
Poenitentiarius, an den sich die vorjährigen Konsuln und Rektoren der Stadt
Glogau als die Anstifter jener Unruhen wegen Vergebung hatten wenden müssen
(vgl. o. 1332 Sept. 30, Reg. 5151), die Bussen: Sonntag nach Austheilung der
Apostel (18. Juli) müssen Alle barhäuptig, barfüssig und ungegürtet, jeder mit einer
Kerze von 2 Pf. in der Hand, von der Glogauer Nikolaikirche zur Predigerkirche,
darauf zur Minoritenkirche und dann zur Marienkirche (Dom) wallfahrten und bei
jeder Kirche die Geistlichen um Verzeihung bitten. Je zwei von den Kerzen
erhalten der Dom, die Pfarrkirche, die Dominikaner und die Minoriten. Ferner
mussen die Vorgenannten sieben Jahre hindurch an sechs bestimmten Tagen mit
Brot und Bier fasten; will einer von ihnen trotzdem Fastenspeise geniessen, so
muss er dafür einen Armen, der mit Brot und Bier fastet, stellen. Die Gesammtheit
der Bürgerschaft muss ihres schweren Vergehens wegen innerhalb 6 Jahre vom
Ende der grossen (maioris) Brücke, welche von der Stadt Glogau ausgeht, bis
zur Brücke uber die kleine Oder bei St. Marien einen allgemeinen Damm aus
Steinen auf eigene Kosten in der Höhe erbauen, dass die gewöhnlichen Ueber-
schwemmungen ihn nicht überfluthen können. Ferner muss sie der Marienkirche