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Titel
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Vorrede
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Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.20 Schlesiens Bergbau und Hüttenwesen. Urkunden (1136-1528)
Autor:
Wutke, Konrad
Rok vydání:
1900
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
308
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorrede
- 1: Edition
- 268: Register
Strana 47
3
ukottesh
:
1356. 1357.
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Vielfach abgedr., zuletzt von Altmann und Bernheim, Ausgewählte Urkunden etc. (1891) S. 52, woraus
vorstehender Abdruck entnommen ist. — In Bezug auf die Gültigkeit der Goldenen Bulle für Schlesien sei hier
nur bemerkt, dass K. Karl IV., der Gesetzgeber der Goldenen Bulle, als König am 7. April 1348 und als
Kaiser am 9. Okt. 1355 die schlesischen Lande der Krone Böhmen einverleibt hatte, vgl. Lehnsurk. I, 8 ff.
und 12 f. — Steinbeck, Gesch. des Schles. Bergbaues etc. S. 103 meint, dass „der oberlchnsherrliche Fiscus
aus derselben keinen Anlass zu Vexationen der schlesischen Fürsten entnahm". Steinbeck betrachtete also auch
Schlesien als zum Geltungsbereich der Goldenen Bulle gehörig. — Angeführt sei hier nur ein Breslauer
Schöffenspruch vom 15. Sept. 1612 über die Regalität des Eisensteins in der Standesherrschaft Beuthen O.-Schl.,
der ausdrücklich auf die Goldene Bulle bezug nimmt: „Dann in der pragmatica oder güldenen bulla Imp.
Caroli 4ti wird den königen zu Beheimb, wie auch andere Churfursten dies vorliehen und ewiglich zu halten
aus rechtens wissenschaft statuiret, dass sie alle gruben goldes und silbers, auch die erz des kupfers, zinn,
blei, eisen, stahl und ander geschmeidich zu jeden zeiten in obgenandtem königreich und anderen dessen theilen
und landen beseezen sollen mit allem rechten genzlich, nichts ausgenommen. Unde patet, dass der könig zu
Behem als ein Churfürst allenthalben in seinen landen und gebieten das ganze vollige recht uber die bergwerke
und erzte ohne unterscheidt habe, und das kein unterthan, deme er solches nicht sonderlich vorliehen, auch ant
seinem eigenen grunde und boden erz zu brechen und metallariam zu exerciren befugt sei. Und weil, wie ob-
gemeldet, marggraf Georg Fürstl. Gn. die herrschaft vom könig zu Behaimb mit allen solchen königlichen rechten und
regalien erlanget und bekommen, E(rgo) kann kein unterthaner in solcher herrschaft, als die ein stück landes
der cron Behem und deren jurisdiction unterworfen, von rechtens an solchen erzten ihme zuziehen und dem
jetzo regierenden landesfürsten, welcher nicht deterioris conditionis ist als sein hochgeehrter vorfahrer und author
gewesen, darinne eingrif thun.“ — Vgl. Zeitschr. f. Gesch. Schlesiens Bd. 33, S. 350.
119.
Reichenstein.
1356 April 7. Prag.
Herzog Bolko II. von Fürstenberg urkundet über sein Besitzrecht an dem Goldbergwerk zu Reichenstein.
Wir Bolko von gotis genaden herezug in Slezien herr von Fürstenberg und zur Schweidnitz
thun kund und bekennen offentlich mit diesem brief allen den, die ihn sehen odir hören lesen:
Wann der allerdurchlauchtigste fürst und herr herr Karl Römischer kaiser zu allen zeiten merer
des reichs und konig zu Beheimb unser lieber gnädiger herr seinen willen laub und gunst mit
rechter wissen durch sonderliche lieb und freundschaft willen, die er gnädiglich zu uns trägt,
darzu gegeben hat, dass wir das goldwerg€) zum Reichenstain in seinem land bey Frankstain
gekauft haben weder die edlen Swideger und Heinrich gebrüdere von Hugwicz zu unserm leibe
zu halten, so meinen und läutern wir an diesem briefe, dass das obgenannte goldwerg1) mit
herrschaft nutz und rechten und mit seiner zugehörunge an den vorbenannten unsern herrn den
kaiser, seine erben und nachkommen konige zu Beheimb nach unserm tod gefallen soll lediglich
ungehindert und ohn alle widerrede. Mit urkund dies brives, dene wir versiegelt haben lassen
werden mit unserm anhangenden insiegel, geben zu Prag an dem nechsten donnerstag nach
mittfasten nach gottis geburt 1356. jahr.
Abgedr. ohne Quellenangabe bei Sommersberg, Silesiac. rer. scriptores II (1730), XI Mantissa
diplom. pag. 76.
1) Das Privilegienbuch des Bresl. Domkapitels a. d. XVII. Jahrh. hat in der Abschr. Goldbergwerk.