z 296 stránek
Titel
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Vorwort
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Acta Nicolai Gramis
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- s. VIII: … in Betracht kommenden Urkunden und Aktenstücke hat die Bibliothek des Breslauer Domkapitels geliefert, allerdings nicht direkt. Die reichhaltige Urkunden- sammlung, welche sich…
- s. XI: … Prozesse, die in Basel gegen Bischof Konrad von Breslau, das Breslauer Domkapitel sowie später gegen Gramis angestrengt worden sind, reichen die vorhandenen…
- s. 24: … wie wir sehen werden, der Breslauer Bischof und auch das Breslauer Domkapitel auf die in Schlesien eingegangenen Indulgenzgelder Anspruch erhoben. 1437 Mai…
- s. 180: … Breslauer Rat teilt dem Opitz von Tschirn mit, dass das Breslauer Dom- kapitel inbezug auf sein Verhalten gegen Gramis sich einem Schiedsgerichte unterwerfen…
- s. 208: … der bei dem Baseler Konzil gegen Bischof Konrad und das Breslauer Domkapitel des Gramis wegen angestrengt worden ist. [1442 Mai c. 25.]…
- s. 229: … an Stelle der früher damit Beauftragten, insbesondere des Gramis das Breslauer Domkapitel zum Einnehmer der Indulgenzgelder und des Halb- zehnten in der…
Název:
Codex Diplomaticus Silesiae T.15 Acta Nicolai Gramis. Urkunden und Aktenstücke betreffend die Beziehungen Schlesiens zum Baseler Konzile
Autor:
Altmann, Wilhelm
Rok vydání:
1890
Místo vydání:
Breslau
katalog Německé národní knihovny:
Počet stran celkem:
296
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- 1: Acta Nicolai Gramis
- 265: Register
Strana XI
XI
namentlich uber die Prozesse, die in Basel gegen Bischof Konrad von Breslau, das Breslauer
Domkapitel sowie später gegen Gramis angestrengt worden sind, reichen die vorhandenen Nach-
richten nicht aus; auch das Leben des Gramis, insbesondere sein Verhältnis zu den Tschirn und
seine letzten Schicksale sind noch sehr in Dunkel gehüllt. Sehr zu bedauern ist vor allem, dass
von der Korrespondenz, die Gramis mit dem Konzil unterhalten hat, nichts anfgefunden worden ist,
dass von den vielen Briefen und Schriften, die Bischof Konrad und das Domkapitel nach Basel
gesandt haben, nur ein kleiner Teil in Konzepten oder Abschriften erhalten zu sein scheint. Es
lag nahe, in Basel, woselbst auf der Universitäts-Bibliothek zahlreiche, leider noch nirgends aus-
führlich beschriebene Handschriften und Sammelbände zur Geschichte des Baseler Konzils vorhanden
sind, so manches für die „Acta Nicolai Gramis" wichtige Dokument zu vermuten. Wohl ist mir
auch eine kleine Anzahl jener Handschriften durch Vermittelung des Kgl. Staatsarchivs dank des
freundlichen Entgegenkommens der Verwaltung der Baseler Universitäts-Bibliothek nach Breslau
geschickt worden, allein diese Handschriften, deren Durchsicht mir viel Zeitaufwand, deren Trans-
port dem „Verein" immerhin Kosten verursacht hatte, haben leider für meine Zwecke brauchbares
Material nicht enthalten.
Wenn auch durch die „Acta Nicolai Gramis“ vor allem eine Episode aus der Geschichte des
Baseler Konzils, das Leben eines Mitgliedes der höheren schlesischen Geistlichkeit mannigfaltige
Aufklärung erhalten hat, so enthält diese Publikation doch noch so manches, was für den einen
oder anderen von Wert sein durfte. So ist daraus auch für die Geschichte des Konzils, fur den
daselbst gebräuchlichen Geschäftsgang, insbesondere die Handhabung der Justiz, den Verkehr mit
Bittstellern einiges zu entnehmen (vgl. No. 19—21, No. 102 Anfang, No. 147, 157/9, 162, 169, 180).
Eine treffliche Schilderung der Folgen des Schismas giebt No. 69. Uber den Vertrieb der Ablassbriefe
bietet No. 29 wichtige Notizen, der Anfang von No. 102 illustriert das Verfahren bei der Verkündigung
der Indulgenzen, der Aufstellung der Opferkästen. Der Gewinn für die schlesische Lokalgeschichte
ist nicht gering ; u. a. lernen wir eine grosse Anzahl von Persönlichkeiten 1), geistliche und weltliche,
aus den verschiedensten Orten und in den verschiedensten Stellungen kennen; über die Verhältnisse
am Hofe Bischof Konrads, über dessen Persönlichkeit, sein Verhältnis zu dem Domkapitel, über
dieses und seine Mitglieder steht in den „Acta Nicolai Gramis" so manche schätzenswerte Notiz.
Auch die schlesische Münzgeschichte erhält einige Beiträge; weit grösser aber ist die Ausbeute fur
die Geldgeschichte, die Kenntnis der zahllosen damals im Umlauf befindlichen Münzen. Wir erhalten
eine Vorstellung von dem damaligen Geldverkehr, den Wechsel- und Leihgeschäften; mehrere grosse
Nürnberger Firmen finden wir daran beteiligt (No. 61, 115—117a.). Kulturgeschichtlich höchst
interessant, auch für die Geschichte der Preise, den Geldwert sind die No. 94, 107 und 121 ; wir
lernen darin u. a. die sehr vollständige Hauseinrichtung eines Mannes wie Gramis kennen, erfahren
zu unserer Verwunderung, wie klein dessen Bibliothek gewesen ist. Auch der Sprachforscher
geht nicht leer aus; aus den verhältnismässig spärlichen2) deutschen Stücken durfte für ihn
manches Wort, manche Ausdrucksweise als spezifisch schlesisch von Interesse sein.
1) Für Genealogen dürfte No. 24, in welcher ein Verzeichnis der Nonnen des Breslauer Klarenstiftes aus dem
Jahre 1438 enthalten ist, besonders interessant sein, weil wir darin den Namen hervorragender Adelsfamilien begegnen.
2) No. 34, 61, 62, 81, 82, 115—117, 123—125, 127—129, 131—138, 145 [schr langl, 167, 171, 175, 182—185.
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