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- s. 331: … zahlreiche spätere Darstellungen übergegangen — bei der Autorität, welche die Prager Universität in den ersten Jahrzehnten der husitischen Bewegung hatte, eine ganz…
- s. 339: … Nr. 18: der Rector und die Gesammtheit der Professoren der Prager Universität fordern alle Gläubigen auf, sich an die alten Lehren von…
Název:
Beiträge zur Geschichte der Hussitischen Bewegung V. Gleichzeitige Berichte und Actenstücke zur Ausbreitung des Wiclifismus in Böhmen und Mähren von 1410 bis 1419 (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 81)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1895
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
92
Počet stran předmluvy plus obsahu:
92
Obsah:
- 327: Titel
- 329: Einleitung
- 348: Edition
- 419: Titel AfÖG
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material in Rom nicht mehr vorhanden, die unten mitgetheilten
Stücke aus dem vaticanischen Archiv demnach die ersten sind,
in denen dort Wiclif’s und, wie man sieht, schon im Zusammen-
hange mit Hus gedacht wird.
Die nächste Nummer (10) enthält den Geleitsbrief für den
Begleiter des Hus auf der Reise zum Concil, Heinrich von Chlum
auf Latzembock; auch die folgenden gehören in die Zeit des
Constanzer Concils; Beachtung verdient besonders Nr. 13: ,Be-
schlüsse König Wenzels und seines Rathes über die Herstellung
des kirchlichen Friedens in Prag im Jahre 1416'. In einzelnen
Punkten stimmt dies Stück mit jenem überein, das Palacky als
,Conventum archiepiscopi cum universitate studiorum Pragensi"
abgedruckt hat.
Unter den Gegnern der Husiten in Mahren that sich vor-
nehmlich die Stadt Olmütz hervor: sie wird denn auch in
Nr. 15 vom Concil für diese ihre Haltung mit Lobsprüchen
reich bedacht — den Auftrag, die Decrete gegen die Commu-
nion sub utraque zu verkünden, vollzog in der Prager Erz-
diöcese der Bischof Johann (der Eiserne) von Leitomischl als
vom Concil hiezu erwählter ,iudex commissarius‘ (Nr. 16) am
29. October 1416, indem er zunächst dem Prager, Olmützer und
Leitomischler Domcapitel die erforderlichen Aufträge ertheilte.
Dem Auftrage kam der Erzbischof von Prag am 10. Jänner 1417
nach, da er die Decrete des Concils in seiner Erzdiöcese publi-
ciren liess. Zunächst wurden die Archidiakonate verständigt und
beauftragt, die Befehle des Concils den Dechanten und Pfarrern
zu übermitteln.
Von besonderer Wichtigkeit ist Nr. 18: der Rector und
die Gesammtheit der Professoren der Prager Universität fordern
alle Gläubigen auf, sich an die alten Lehren von den Fürbitten,
der Bilderverehrung u. s. w. zu halten. Hier war nämlich der
Punkt, an dem sich die husitischen Parteien schieden:
die gemässigte warf endgiltig Ansichten und Ueberzeugungen
hinweg, die sie seit Jahren mit grösserem oder geringerem Eifer
verfochten hatte, und näherte sich der alten Kirche, die strenge
Partei der Taboriten hob das Banner, das jene hatte sinken
lassen, auf und kämpfte fortan mit dem grössten Eifer für —
den reinen Wiclifismus. Denn diesen ganzen Ceremoniendienst
in der Kirche, die Segnungen des Salzes, des Wassers, des
Taufbeckens, die Bilderverehrung, die kirchliche Lehre vom