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Titel AfÖG
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- s. 331: … zahlreiche spätere Darstellungen übergegangen — bei der Autorität, welche die Prager Universität in den ersten Jahrzehnten der husitischen Bewegung hatte, eine ganz…
- s. 339: … Nr. 18: der Rector und die Gesammtheit der Professoren der Prager Universität fordern alle Gläubigen auf, sich an die alten Lehren von…
Název:
Beiträge zur Geschichte der Hussitischen Bewegung V. Gleichzeitige Berichte und Actenstücke zur Ausbreitung des Wiclifismus in Böhmen und Mähren von 1410 bis 1419 (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 81)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1895
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
92
Počet stran předmluvy plus obsahu:
92
Obsah:
- 327: Titel
- 329: Einleitung
- 348: Edition
- 419: Titel AfÖG
Strana 331
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endet der Bericht bei der Erklärung des Hus, weshalb er bei
seinen Lehren verbleiben müsse.
Den guten Ruf Husens gegen die Ausstreuungen seiner
Gegner nimmt die zweite der unten folgenden Nummern ,Aus-
schreiben der Prager Universität an verschiedene Königreiche
und Länder‘ über die vortreffliche Lebensführung des Hus und
Hieronymus kräftig in Schutz. Das Stück, einer gleichzeitigen
Handschrift (in Raigern) entnommen und ganz im Stile der
sonstigen von der Universität in dieser Sache ausgegangenen
Schreiben gehalten, ist vom 23. Mai 1416 datirt. Husens Lebens-
führung sei von seiner zartesten Jugend an eine so reine und
vortreffliche gewesen, dass Niemand von so vielen Leuten, unter
denen er alltäglich gewandelt, ihn auch nur einer einzigen Sünde
beschuldigen konnte. Es werden dann seine vortrefflichen Eigen-
schaften als akademischer Lehrer und als Prediger heraus-
gehoben. Das allein sei zu beklagen gewesen, dass ihn wegen
seiner Gerechtigkeit die Scheltworte der schlechten Menschen
getroffen hätten. Seine Liebe zu den Armen sei ohne Grenzen
und sein Eifer gegen trotzige Sünder erfolgreich gewesen. Vor
Allem aber sei er bestrebt gewesen, den in Habsucht und
Schwelgerei versunkenen Clerus zu seiner Pflicht und zu der
Einfachheit der alten Kirche in den ersten Jahrhunderten ihres
Bestandes zurückzuführen. So war er in Allem ein Lehrer
ohne Gleichen. Man begreift, dass dieser Nachruf die Fehler
dieses Mannes, deren er nicht weniger hatte als die von ihm
bekämpften Gegner, bei Seite lässt. Kürzer in der Form, aber
in der Sache ebenso kräftig, tritt diese Schrift für den Magister
Hieronymus ein. Auch er sei vornehmlich ein Eiferer wider
den Stolz, die Habsucht, Ausschweifung und Simonie des Clerus
gewesen. Durch seinen Märtyrertod habe er über alle seine
Gegner triumphirt.
Dieser Bericht über Hus und Hieronymus ist in zahlreiche
spätere Darstellungen übergegangen — bei der Autorität, welche
die Prager Universität in den ersten Jahrzehnten der husitischen
Bewegung hatte, eine ganz begreifliche Sache. Zu bedauern
bleibt, dass sich darin nicht einige speciellere Züge finden, son-
dern Alles ganz allgemein gehalten ist.
Unter den Berichten über den Process und das Ende des
Hieronymus nimmt die Narratio de Magistro Hieronymo
Pragensi pro Christi nomine Constantiae exusto, welche