z 276 stránek
Titel
Ia
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Id
Ie
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
Edition
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203
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205
Anhang
206
207
208
209
210
211
Anmerkungen
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
Index
226
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228
229
230
231
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Verbesserungen
260
Inhalt
261
Název:
Urkundenbuch der Stadt Aussig bis zum Jahre 1526
Autor:
Hieke, Wenzel; Horcicka, Adalbert
Rok vydání:
1896
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
276
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 206: Anhang
- 212: Anmerkungen
- 226: Index
- 260: Verbesserungen
- 261: Inhalt
Strana 221
355—394.
frawe Katherina von Mylen verschriben hab meyn haw8
zcu (sic!) AuBigk,-das ‘syé. das, haben ‘Bal -noch meynem
tode mit etlicher undérscheit, wie deii das statbüch inne-
helt und das denne vor eym Stuck vermelt ist; wer sache
das ich todeshalben'abegyng und man must ir das haws
abetretten, ‘das ir sóldé nicht in dem /hawße bleyben
etlich, bete, gewentlich unnd tzinen' gerete und anders
nach lawt der verschreybung ym statbuch, daromben ich
obengenanter Hanns glacz "mechtige meynen.bruder Lo-
rencz Glacz in krafft dif brieffs, das: er Bal und mag
sulch bet, gewentlich und czinen gerete auf dem stat-
buch zcu Aufigk authun und leschèn lassèn. Zců warem
bekentnif hab ich. genanter Hanns Glacz:meyn peczir
vnden an difen brieff gedruckt, der geben:ist der mynder
czol im XII. yare am Mitwoch nach dem achtag trium
regum. (18: Januar 1512). : né > "4
, Anno domini m? VC* XVII*. feria VI* ante domi-
nicam Quasimodo-geniti stavil - se pan Karel z Milini
' & ria Trmiczych, mage mocz od panij Katherzini z Milini
sestri swe, ze pan Albrecht Glacz zaplatil gest ten duom
panij Glaczowee s uplna a dotezela, geliczto on tyemto
listem quittuge od panij Katherzini, a prazdna a swo-
bodna czini, slibugcze geho anij diediczuow geho wicze
nenarzikati anij napadati Obiczegem nezadnym.“ ]
; Die in tschechischer Sprache am. 13. April 1517
erfolgte Löschung geschah ‘nach Vorweisung der von
Katharina von Milin ausgestellten ‚Quittung: dürch ihren
Bruder Karl von Milin und auf Türmitz, dass ihr Albrecht
Glacz die “entsprechende Geldsumme ‘ausgezahlt habe,
Wofür sie allen Ansprüchen aüf das Haus für immer
entsagt. . ^ ^ ; «ut PAD !
855.] Das ist einer von den zwei .Gärten, welche
nach- Bor lelztwilligen Verfügung der Witwe Margarethe
i. J. 1495 [342] an die genannten Kirchen fielen.
[356.] Interessant ist dieses Stück, weil der Bürger-
meister Johaon Pasca ausdrücklich. die deutsche Regi-
strierung des Testamentes verlangte. - Unter dem ',stolle
czu sante Anna stat^ ist wohl Annaberg in Sachsen zu
verstehen. ‘ SIN / : /
[958.] Unter dem „claustrum_ supra . Gruppkam“
ist das :/sogenannte / ,schwarze“ ‘Kloster, des. Francis-
kaner-Ordens . gemeint. Vrgl. Hallwich , ,Aus der Ge-
schichte : von : Graupen,*, Mitth. “d. Ver, f." Gesch. d.
Deutschen, I.25 ffg., und »Die Jesuitenresidenz ‘ Maria-
scheune,“ das. IV.; 39, 89, und: dessen Geschichte der
Bergstadt Graupen, S. 17 und 20, Note 86; wo. über dás
spätere Schicksal desselben gelegentlich | berichtet wird.
Über die Gründung: des Klosters ist nichts, Näheres’ be-
kannt; wir erfahren nur, dass 1403 “die Glocke, bei einem
Brande zu Grande gieng. o 07. n
[361.] Der hier genannte Priester Michal (Dechant)
ist der Altarist Michael der. Rosenkranzbruderschaft
bei dem Altar des heiligen ‚Kreuzes und der; heiligen
Dreifaltigkeit in der Stadtpfarrkirche, ‚welcher 1483
[290 gestiftet wurde. Das Haus, welches er hier ver-
auft, ist jenes, welches der Rath [804] 1487 für ihn
und die Altaristen errichten liess, ' wozu er. »aream
quandam ad dotem predicte parrochialis ‚ecclesie perti-
nentem, sitam penes cimiterium et viculum -scole? zu-
weist, dessen Lage mit der hier genannten übereinstimmt.
Das hier erwühnte Malerhaus (dum malérzowy) scheint
dem im Rathscollegium - oft genannten Maler Stephan
zu gehüren. : WS "ZnewM
[366.] Dieses Stück wie auch [370] berühren die
hóchst traurige Ausgestaltung , der stüdtischen- Verhält-
nisse zur Zeit K. Wladislaws 1L, wo in dem Ständestreite
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den kgl. Stůdten -ihre alten, verbrieften bürgerlichen und
Politischen “Rechte ‘genommen werden sollten. Aussig
weist die Urkunde ‘Katls IV. von. 1349 [49] <über ‘die
Bannmeile:vor, in' welcher im Transsumpt die Urkunde
König Johanns von 1325 [22} enthalten’ ist, so dass trotz
aller Versuche die‘ Stadt im Besitz 'ihrer Rechte ver-
blieb; wenigstens ist ‘nicht èinFall bekännt, dass man
dieselben thátsáchlich ' einschrünkte; "Es; war selbstver-
ständlich, ‘dass’ ‘sich 'die- Stadt im"Jalire 1509 [970] den
übrigen kgl. Stádten anschloss, um'iin Verein mit ihnen
gegen‘ Jedermann ihre‘, Rechte und Freiheiten‘: zu ver-
theidigen, "insbesondere zur Wahrung der Autonomie auf
richterlichem | Gebiete. Vrel. [933, 346, 1847], welche
im' Zusammenhange ‘ mit "diesen Versuchen‘ der Beein-
trächtigung bürgerlicher Freiheiten stehen. Sielie darüber
Feistner, 1. c. 8. 184 fig. - ' '
[876.] Eine weitere Verbreitung fand diese Krank-
heit (Syphilis) erst am Schlusse des 15. Jahrhundertes.
Da sie im Heere Karls VIII. von Frankreich grosses
Unheil anstiftete, wurde sie seither allgemein als Fran-
zosenkrankheit (morbus gallicus) bezeichnet. Der Name
Syphilis kam durch den Arzt Fracastorius in Verona
(zuerst 1521) in Gebrauch. In unsere Gegenden wurde
Sie um jene -Zeit "wahrscheinlich durch die Soldatesca
verschleppt. r es
. [378.] Hier sind Abhünge gegenüber der Burg
Schreckenstein gemeint, welche von der Stadt zur Urbar-
machung vertheilt wurden.: Die Form „lado“ entspricht
dem deutschen Wort „Lehde,“ welches sowiel wie „Lahn“
(Abhang) : oder „Leite“ in süddeutschen Gegenden be-
deutet. -Der - hier. genannte Weinberg. gehört zu den
1479 [286] erwühnten, ,vinee in opposito Schrekstein
taxate.“ lap :
[380.] Magdalena von Gersdorf ist die zweite Ge-
mahlin des Stanislaus’ von Lungwitz, der in erster Ehe
mit Katharina yon Sternberg [351] vermählt'war, der er
1497 den Mitbesitz seines Hauses in Aussig verschreibt.
. [981] Von spüterer Hand ist dabei der Zusatz:
»Der Bader ist schuldig jehrlichen dem ersten Donner-
stag nach S. Georgj ‘ewiglichen auf seine Vnkosten wegen
aller lieben Seelen ‚die Battstub zu heisen.“ ':Dieso Be-
stimmung entspricht der Übertragung der Stiftung, unter
welcher . der. Bader, ‚Nikolaus 1475 [275] das Bad er-
worben hat. Vrgl. [345, 884]. ' ’
- [388.]- In. der. vorliegenden Urkunde erscheinen
mehrere Herren (Wladyky). genannt, welche in Aussig
Hauser besassen. Es sind dies die Familien: Johann
Litold .von ..Sebuséin [939], auch »Zelensky^ genannt
[429], Stanislaus von Lungwitz zu Eulau [851, 380, 413,
429], Habart von Chrametz [368, 415, 429, 438], Ludmila
von Krzemusch [429], Sigmund von Maxen :[351, -365,
872, 383, 402], Otto. Kôlbl von Geysing [809, 874, 877,
408, 429], Wolffart Planckner von önigsberg auf Blan-
kenstein [408], Christoph Romberg von Hermsdorf [801,
805, 310, 367, 385, 886], Hans Glacz von Altenhof [824,
854, 430], Anda von Horzan [368, 415) und Johann vou
Wartenberg [896, 402, 429]. Die Häuser, in denen sie
wohnten ‚oder die ihnen .gehórten, übergiengen meist
durch Kauf von Bürgerlichen in ihren Besitz, ohne dass
irgendwelche Vorrechte an ihnen hafteten. Habart von
Chrametz war auch längere Zeit Mitglied des Rathes,
1508 sogar Bürgermeister. .
' [994] An- die zwei Weinberge des Andreas Pod-
skalsky, welche 1479 auf 15 und 1 Schock Groschen ab:
geschützt werden [286], ist in der vorliegenden Urkunde