z 276 stránek
Titel
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Vorwort
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Edition
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Anhang
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207
208
209
210
211
Anmerkungen
212
213
214
215
216
217
218
219
220
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Index
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Verbesserungen
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Inhalt
261
Název:
Urkundenbuch der Stadt Aussig bis zum Jahre 1526
Autor:
Hieke, Wenzel; Horcicka, Adalbert
Rok vydání:
1896
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
276
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 206: Anhang
- 212: Anmerkungen
- 226: Index
- 260: Verbesserungen
- 261: Inhalt
Strana 94
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1423.
1423
April 15.
[181.] König Sigmund verpfändet dem Kurfürsten Friedrich von Sachsen Schloss und
Stadt Brüx und die Stadt Aussig; letztere jedoch unbeschadet der Verschreibungen, die Albrecht
Schenk von Landsberg auf derselben besitzt. 1423, April 15. Bartfeld.
Wir Siegmund, von gots gnaden Romischer kunig zcu allen czeiten merer des reichs und
zu Hungern, zu Behem, Dalmacien, Croacien etc. kunig, bekennen und tun kunt offinbar mit disem
briff allen, die yn sehin oder horen lesen, daz wir haben angesehin solich lieb und trew, als wir
an dem hochgeborn Fridrichen herczogen czu Sachsen, des heiligen reichs erczmarschalk, land-
graven zu Doringen und marcgraven zu Meissen, unserm lieben oheim und kurfursten, genczlichin
erkant und erfunden haben, und haben ym darumb mit wolbedachtem mute, gutem rate und rechter
wissen unser slos und vesten zu Brux mit sampt den steten Brux und Ausk uf der Elb gelegen
mit allen und iglichen renten, nutzen, zeinsen, gefellen und allen andern zugehorungen, als wir
die yeczund innehaben, befolen und eingegeben haben, und befelhen ym die in solicher maße, als
darnach geschriben stehit: nemlichin daz er das haws uber Brux von den, die daz yeczund ynne-
haben, losen solle und moge, und warumb er ys also loset und nach guter rechtung darlegit, daz
er das auff demselben sloss haben solle als lang, biß daz wir oder unser nachkomen kunige zu
Behem oder unser erben im daz genczlich widderkeren. auch so gunnen und erlauben wir im,
daz er tusend schogk behemischer groschen auf dazselb slos czu Brux mit guter kuntschafft und
wissenheit des rates der stat zu Brux auff das gebawed desselbin slos legen und vorbawen sal,
dieselbin tusent schogk grosschin er und seyn erben auch auff demselben slos haben sollen alslang,
biß daz wir ader unser nachkomen kunig zu Beheim in die genczlich widerrichten. auch so benummen
wir demselben herczog Fridrichen tusent schogk all jar zu bestriden dasselb slos Brux und die
stat daselbs und auch die stat zu Ausk, die er darlegen sol, die weile der kreig mit den keczern
zu Behem weret und nicht lenger. dieselben tusend schogk, als offt er sy darlegen wurde, ab der
krig lenger denn eyn jar weren wurd, sol er und sein erben uff den egenanten slos und steten
zu Brux und zcu Ausk haben im pfandes weyse alslang, biß daz wir oder unser nachkomen
kunigen zu Behem ym und sein erben die genczlichen richten und beczalen. ouch wann disser
kreig nymmer sey und gestillet wirdet, so sol er dieselben slos und stete aushalden und befriden
von den renten und nuczen, die darczu gehoren, und uns furbass keynen aufslag tun in dheyner-
weyse. und wenn wir oder unser nachkomen kunig zcu Behem solich slos und stet widder haben
wolten, so sollen uns der egenante herczog Fridrich und sein erben der losung gestaten an alle
widderred umb solich gelt, als er darauff geleget het, als vorgeschriben steet, und keynen aufslag
sust hoher darauff tun. und gebieten darumb den mannen und lantluten, die zu dem slosse gein
Brux gehoren, und den burgermeistern, reten und burgern gemeinlichin der steten Brux und Ausk
ernstlichin und vesticlichen mit disem brieve, daz sie dem egenanten herczog Friderichen gehor-
samkeit und gelubd und huldung tun noch lawt diss gegenwertungs brives, als vorgeschriben stehit,
als lieb yn sey, unser swere ungnad zu vermeyden; unschedelich dem edeln Albrechten Schenken
von Landperg gnant anders von Seydow, unsern rate und libin getruwen, an solchen vorschri-
bungen, die er auff unsern bernnen und summen der stat Ausk hat von unserm bruder kunig
Wenczlaw seligen und auch von uns, die wir wollen, daz der in synen rechten ungehindert beleibe.
mit urkund dises brives versigelt mit unser koniglicher majestat insigil. geben zu Bartfal nach
Cristi geburt vierczehenhundert darnach im dreyundzwenczigsten jare, am nechsten donnerstag
nach dem sontag quasimodo geniti, unser riche des Hungrischen etc. in dem sibenunddrissigisten
jare, des Romischin im dreyczehenden und des Behemischen im dritten jaren.
Vidimierte Copie auf Pergament im H.-St.-Archiv zu Dresden Nr. 5921. Andere Copie ebendaselbst 10. A.
Böhm. Sach. VI. Anhang Bl. 177. — Gedruckt bei Horn, Gesch. Friedrichs d. Streitbaren, U.-B. Nr. 275. — Palacký.
Urkundl. Beitr. I. S. 291. — Stadtbuch von Brüx S. 83 Nr. 188.