z 250 stránek
Titel
I
II
III
IV
Inhlat
V
VI
Einleitung
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Wiclifismus in Böhmen
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Wiclifismus in den Schriften
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Exkurse
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Namen- und Sachregister
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Název:
Hus und Wiclif. Zur Genesis der husitischen Lehre
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1884
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
250
Počet stran předmluvy plus obsahu:
VI+244
Obsah:
- I: Titel
- V: Inhlat
- 1: Einleitung
- 17: Wiclifismus in Böhmen
- 129: Wiclifismus in den Schriften
- 193: Exkurse
- 236: Namen- und Sachregister
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Abendsmahls. In der von Janow mitgeteilten Fassung des Traktes ist
die Form des Dialogs zwischen Gewissen und Vernunft beibehalten.1)
Auch Adalbertus Ranconis hat auf Bitten des Pfarrers von St. Martin
beim Hospital der Altstadt Prag seine Meinung über die strittige Frage
bekannt gegeben. Wenn er diesem schreibt: Dringend und stürmisch hast
du mich um meine Meinung gebeten, so wird auch daraus ersichtlich, wie
diese Bewegung in die Weite und Tiefe ging. Nicht unbedingt kann Adal-
bert das häufige Kommunizieren loben: Er spricht von den Gefahren der
unwürdigen Kommunion. Abschrecken wolle er freilich niemanden; denn
immerhin sei es lobenswerter, dieses Sakrament zu empfangen, als sich
seiner zu enthalten, da es die Liebe entzündet, vermehrt und bestärkt.
Die Reihe älterer Autoren beginnt mit keinem geringeren als David
von Augsburg, dessen Werk De Septem Profectibus Religionis zitiert wird,
und der die Frage vielleicht unter allen am richtigsten löst.2)
Einer der berühmtesten Mönche des Königsaaler Klosters, der als Autor
des Malogranatum häufig genannt wird — es ist der Abt Gallus — wird in
die Reihe dieser Autoren eingeschoben. Rühmend wird seine Frömmigkeit
hervorgehoben, die so groß war, daß er wegen seiner Devotion die Abts-
würde niederlegte. Er zitiert das Beispiel des Apollonius, eines wahren
Vaters seiner Mönche, der diese aufforderte, täglich das Abendmahl zu
nehmen.
Der nächste ist Militsch, dessen Gracie Dei zitiert werden und so den
Autor kenntlich machen3), den „ehrwürdigen Mann und illustren Prediger“.
Mit besonderer Innigkeit werden seine Worte angemerkt: Unser tägliches
Brot ist der Leib des Herrn und sein Blut. Daher müssen wir es, wenn nicht
täglich, so doch oft zu uns nehmen, bis wir in der Ewigkeit davon ersättigt
werden.
Es folgen ein ungenannter Verfasser eines Traktates De septem sacra-
mentis, dann Simon de Cassia, hierauf die Determinatio der Magister eines
gewissen Kollegiums, denen sich Bonaventura und der Magister Amandus
— es ist kein Geringerer als Heinrich Suso — mit seinem Horologium an-
schließen.
Weiter finden wir die Glosse zu dem Satze aus I. Corinth. 11, Qui
enim manducat et bibit indigne, die Aussprüche des Thomas von Aquino,
des Bernardus von Clairvaux, des Magisters Alanus de Insulis, des Papstes
Innocenz III. in seinem Buch von der Messe — gemeint sind De sacro
altaris mysterio libri sex, des Johannes Cassianus, Anselmus, des Bischofs
1) Cap. VI. p. 82—86.
2) Vix aliquis ita religiosus esse videtur, ita sanctus, exceptis sacerdotibus, quin
semel in ebdomada sufficiat ei ex consuetudine communicare nisi specialis causa
plus suadeat, ut in infirmitatibus... aliquos trahit amor dei, aliquos infirmitatis
proprie intuitus...
3) Im Texte bei Höfler 2, 61, wird er auch genannt.