z 250 stránek
Titel
I
II
III
IV
Inhlat
V
VI
Einleitung
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Wiclifismus in Böhmen
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Wiclifismus in den Schriften
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Exkurse
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Namen- und Sachregister
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- s. 40: … ..., quibus „Gracie dei" nomen imposuit... Der alteste Bestand der Prager Universitätsbibliothek, und zwar die für die böhmische Nation bestimmte Abteilung, hatte…
- s. 47: … frequentacione communionis u. a. S. Loserth, der alteste Katalog der Prager Universitätsbibliothek im 11. Bd. d. MIOG S. 310. 48 — Ton,…
- s. 54: … größeren Bibliotheken in Österreich. Böhmen, Mähren, Schlesien usw. In der Prager Universitätsbibliothek allein in 14 Exemplaren (Kybal). In Wittingau A. 5. Breslau,…
- s. 60: … wurde er Dekan der philosophischen 1) Der alteste Katalog der Prager Universitätsbibliothek (a. a. O., p. 310) nennt die Dicta magistri Vicipitis.…
- s. 91: … von St. Egid.3) Er wurde im Jahre 1395 an der Prager Universitätsbibliothek zum Baccalaureats- examen zugelassen.4) Da er als Student kaum in…
- s. 92: … Bibliothek im Schlosse Raudnitz in Böhmen, die einen Katalog der Prager Universitätsbibliothek aus jener Zeit enthält. Der dritte Teil — das dritte…
- s. 92: … E. 4). 2) S. meinen Aufsatz, der älteste Katalog der Prager Universitätsbibliothek im MIOG. XI, 301 ff. 3) Das sog. wissenschaftliche Turnier…
- s. 200: … Handschriften 1339 der Wiener Hof- bibliothek, V A 3 der Prager Universitätsbibliothek und C 38 der Bibliothek des Prager Domkapitels. Letztere beansprucht…
- s. 203: … B. den Kodex IV D 22 (jetzt Nr. 676) der Prager Universitätsbibliothek, der außer dem Traktat De Eucharistia auch den Decalogus enthält,…
Název:
Hus und Wiclif. Zur Genesis der husitischen Lehre
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1884
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
250
Počet stran předmluvy plus obsahu:
VI+244
Obsah:
- I: Titel
- V: Inhlat
- 1: Einleitung
- 17: Wiclifismus in Böhmen
- 129: Wiclifismus in den Schriften
- 193: Exkurse
- 236: Namen- und Sachregister
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—
können und ihnen auch keinen Zehent zu geben brauchen—die Ausführung
eines bekannten Wiclifschen Satzes.1) — Das Dekret des Erzbischofs
vom 16. Juni 1410 hatte weitaus nicht alle der in Böhmen bekannten
Schriften Wiclifs bezeichnet. Unter den verurteilten Schriften waren
tatsächlich einzelne völlig harmloser Natur. Weitaus bedeutsamere seiner
Werke sind damals in Böhmen schon gelesen worden, wie das Opus Evan-
gelicum, das Huß längst zur Ausarbeitung seiner Predigten herangezogen
hatte, oder das Werk De Veritate Sacrae Scripturae, das die Bibliothek der
böhmischen Nation besaß. Noch andere hat Huß schon im nächsten
und dem darauffolgenden Jahre in umfassenderer Weise benutzt. Es
sind die Traktate: 1. De triplici vinculo amoris, 2. De Ecclesia, 3. De
absolucione a pena et a culpa, 4. De Officio Regis, 5. De Christo et suo
adversario Antichristo, 6. Ad argumenta cuiusdam emuli veritatis, 7. De
ordinibus ecclesie, 8. De Fide catholica, 9. De Imaginibus, 10. De Dissen-
sione Paparum.
Das Vorgehen des Erzbischofs gegen die Wiclifschen Schriften scheint
erst recht auf deren Verbreitung in Böhmen eingewirkt zu haben. Ein-
zelne noch erhaltene Codices zählen bis zu 90 Werke Wiclifs auf, die man
dort kenne; einer von ihnen2) fügt die beachtenswerte Notiz hinzu, daß
sich außer den genannten noch viele andere Werke Wiclifs in Böhmen
finden, von denen auch noch eine größere Anzahl aufgezählt wird. Die
genannte Handschrift gehörte einem Freund der Wiclifschen Richtung,
Paul von Slawikowitz, dem späteren Pfarrer von St. Egid.3) Er wurde
im Jahre 1395 an der Prager Universitätsbibliothek zum Baccalaureats-
examen zugelassen.4) Da er als Student kaum in den Besitz so kost-
spieliger Codices, wie es der genannte gewesen ist, gekommen sein dürfte,
die theologischen Schriften übrigens so früh noch nicht weit verbreitet
1) Domini temporales possunt licite auferre temporalia ab ecclesia delinquente...
Die obige Predigt stammt allerdings erst aus dem Jahre 1413 (gehalten am 6. Sonntag
nach Epiphaniă, Novotny 2, 42), aber es ergibt sich aus dem Obigen, daß sich Huß
auch schon bei früherer Gelegenheit in gleicher Weise geäußert hat.
2) Cod. 3933 der Wiener Hofbibliothek, fol. 195b—196b, und zwar werden
nicht bloß die Werke Wiclifs selbst (in roter Schrift), sondern auch die Incipit und
Explicit (in schwarzer Schrift) vermerkt. Dieser Katalog ist gedruckt in Walter
Waddington Shirley. A Catalogue of the original works of John Wyclif, Oxford 1865.
65—83. Daselbst noch ein zweiter Katalog aus der Handschrift 4514, der hier weniger
berücksichtigt werden kann, weil sich die Zeit seines Entstehens nicht genau an-
geben laßt. Uber einen alten bisher unbekannten Katalog s. den Exkurs zur Uber-
lieferung der Wiclifhandschriften in meiner akadem. Publikation „Die altesten Streit-
schriften Wiclifs". (Sitz-Ber. der Wiener Akademie 160), S. 67/8.
3) Eine Einzeichnung auf dem inneren Einbanddeckel besagt: Liber Pauli de
Slawikowitz. Eine andere Bemerkung sagt in Versen.
Versa Berengarium, fuge Wicleff, cede Pikardis:
Implicat hic, errat hic, (hic) sacramenta retractat.
4) MM. hist. univ. Prag. 1, 300, 308.