z 250 stránek
Titel
I
II
III
IV
Inhlat
V
VI
Einleitung
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Wiclifismus in Böhmen
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Wiclifismus in den Schriften
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Exkurse
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Namen- und Sachregister
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- s. 26: … sagt, daß dieser dem tiefen Verfall der Kirchenzucht in der Prager Diözese gänzlich Einhalt getan habe, in Wirklichkeit steht aber fest, daß…
- s. 89: … abgeliefert hatten, der Bann ausgesprochen und in allen Kirchen der Prager Diözese ver- kündet.4) Genannt werden außer Huß Zdislaus von Zwierzeticz, Jo-…
- s. 121: … Erzbischof von Prag mit der Ermahnung, die Ketzerei in der Prager Diözese auszurotten. Schon seit vielen Jahren, schreibt Gerson am 27. Mai…
Název:
Hus und Wiclif. Zur Genesis der husitischen Lehre
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1884
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
250
Počet stran předmluvy plus obsahu:
VI+244
Obsah:
- I: Titel
- V: Inhlat
- 1: Einleitung
- 17: Wiclifismus in Böhmen
- 129: Wiclifismus in den Schriften
- 193: Exkurse
- 236: Namen- und Sachregister
Strana 121
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—
dem ersten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts beseelte. Die Zeitgenossen
haben namentlich den Bemühungen König Sigismunds um die Herstellung
der kirchlichen Einheit und Reform reichliches Lob zuerkannt.1) Durch
rastloses Drängen hatte er Johann XXIII. bewogen, ein allgemeines Konzil
zusammenzuberufen. Von Lodi aus erließ nun dieser die Bulle, in
welcher die Eröffnung auf den 1. November 1414 in Konstanz fest-
gesetzt wurde.
Auf dem Konzile sollte das Schisma beseitigt und die große Reform
der Kirche, nach der man am meisten seufzte, durchgeführt werden. In
den ersten Verhandlungen war hauptsächlich von diesen Punkten die
Rede. Wie ein Zeitgenosse — Ludolf von Sagan — meldet, ist auch schon
vom Anfange an die Beseitigung häretischer Lehrmeinungen ins Auge
gefaßt worden.2)
Es lag im übrigen nahe, auch die wiclif-hussitische Angelegenheit
auf die Tagesordnung zu setzen, und namentlich mußte Sigismund als
dem Erben der böhmischen Krone daran liegen, daß die Makel der Häresie
von Böhmen genommen werde: „Denn auf der ganzen Welt ertönte der
Ruf: Die Böhmen seien Söhne ketzerischer Nichtswürdigkeit."3) Die
Universitäten im Reiche erzählten hiervon. In Wien und Paris gab es
darüber nur eine Stimme. Huß selbst hat in dieser Beziehung in dem
bereits erwähnten Briefe an den Professor der Wiener Universität, Jo-
hannes Sybort, lebhafte Klage erhoben, und der Rektor der Prager Uni-
versität, Michael von Malenicz, beschwerte sich in seiner Zuschrift an
die Universität in Wien laut über die Unbill, die den Prager Scholaren
durch derlei Außerungen und Verdächtigungen zugefügt werde.4) Von
Wien gingen, wie der Rektor klagt, die Verdächtigungen nach Agram.
Aus Paris sandte der Kanzler Johann von Gerson eine Zuschrift an den
Erzbischof von Prag mit der Ermahnung, die Ketzerei in der Prager
Diözese auszurotten. Schon seit vielen Jahren, schreibt Gerson am 27. Mai
1414, wird in verabscheuungswürdiger Menge höchst verderbliches Unkraut
der verschiedenartigsten Irrtümer in der Prager Diözese ausgestreut, Irr-
1) Ebenda 451. Dort wird Sigismund „fidelissimus protector“ des Konzils ge-
nannt, „voluntarium laborem appetens, ut quietem aliis prepararet... sudores et
fatigas non exhorruit usw.
2) Congregavit autem id propter decreta Pisani concilii, in quo ex racionabi-
lissimis causis ordinatum extitit, ut summus pontifex pro extirpandis heresibus,
sectis et erroribus generale deberet concilium celebrare. Ebenda 443.
3) Non potuit extunc per amplius latere eorum heresis, sed totus mundus in-
tonuit: Bohemos esse filios heretice pravitatis. Ebenda 433.
4) Doc. 512. Der erste Satz muß lauten: Iam longis temporibus ex parte quorun-
dam magistrorum vestre universitatis iniurias in nostris membris sustulimus nulla
monicione previa vel eciam causa notabili exigente. In der Mitte: fratrem ipsius
regis... Schluß: Datum Prage... Corr. aus Cod. univ. Prag. 1, G. 11.