z 250 stránek
Titel
I
II
III
IV
Inhlat
V
VI
Einleitung
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Wiclifismus in Böhmen
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Wiclifismus in den Schriften
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Exkurse
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Namen- und Sachregister
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- s. 79: … Herrn 1403 hub an der bemerkenswerte Zwiespalt im Klerus des Königreiches Böhmen unter den Magistern, Priestern und Prälaten wegen einiger Artikel, die…
- s. 118: … seien nichtig; es gebe weder in Prag noch überhaupt im Königreiche Böhmen einen Klerus, der über die Sakramente der Kirche und die…
Název:
Hus und Wiclif. Zur Genesis der husitischen Lehre
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1884
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
250
Počet stran předmluvy plus obsahu:
VI+244
Obsah:
- I: Titel
- V: Inhlat
- 1: Einleitung
- 17: Wiclifismus in Böhmen
- 129: Wiclifismus in den Schriften
- 193: Exkurse
- 236: Namen- und Sachregister
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—
Zensuren und Dispensen seien wahr und katholisch, jene des Wiclif da-
gegen falsch und irrig.1)
Dagegen betonte Jessenitz, daß er zuvörderst auf den Vereinbarungen
zwischen Sbinko und Huß bestehen müsse: die Verbrennung der Wiclif-
schen Bücher und die jüngst erfolgte Verurteilung der 45 Artikel seien
nichtig; es gebe weder in Prag noch überhaupt im Königreiche Böhmen
einen Klerus, der über die Sakramente der Kirche und die Schlüssel-
gewalt ketzerisch denke. Den Entscheidungen und Anordnungen der
hl. Kirche hätten sie immer gehorcht und würden es auch in Zukunft
tun, soweit ein gläubiger Christ zu gehorchen verpflichtet ist. Jener hl
römischen Kirche, deren Haupt Christus und dessen Stell-
vertreter der Papst ist, wollen sie sich in jeder katholischen und kirch-
lichen Sache unterwerfen und in allen Verhandlungen und persönlichen
Streitigkeiten mit der anderen Partei und namentlich gegen die Doktoren
sich dem Schiedsspruche der hier anwesenden Vermittler unterwerfen.
Hierauf verkündete Zdenko: Da beide Teile sich der Entscheidung
der allgemeinen Kirche unterworfen haben, wie es gläubigen Christen
geziemt, so seien beide in diesem Punkte einig. Daher werde im Namen
aller verkündigt, daß fortan kein Teil den anderen in Wort und Schrift
beleidigen dürfe. Hierbei ist zu bemerken, daß in den Schriften und Gegen-
schriften für die Anhänger des Huß der Name Quidamisten, für Palecz
die Bezeichnung Fictor (Lügner) aufkam.
Am folgenden Tage erklärten die Doktoren gegen den Zusatz: so-
weit es gläubigen Christen geziemt, protestieren zu müssen. Die Verhand-
lungen zerschlugen sich somit, und Wenzel zeigte sich über Stanislaus
von Znaim und seine Genossen so erbittert, daß er sie ihrer Amter und
Würden entsetzte und aus dem Lande verbannte. Sie haben, sagt die
Universitätschronik, Prag bis zum Tode des Königs nicht mehr besucht,
indem sie sich selbst in die Strafe des Exils gestürzt haben.
Während der letzten Verhandlungen entwickelten beide Parteien
eine lebhafte literarische Tätigkeit. Beiden Parteien handelte es sich
darum, ihre in den verschiedenen Programmen und Konkordienformeln
1) Uber diese Vorgänge bringt die Universitätschronik genaue Daten a. a. O. 29.
Der Traktat des Stanislaus findet sich unkorrekt in Cochlaeus 29ff. Von Palecz findet
sich ein hierher gehöriger Traktat in Concilia Pragensia 99—110. In meinen Bei-
tragen IV sind abgedruckt: 1. Der ruhmvolle Traktat des Stephan von Palecz 333—53.
2. Der Traktat des Stanislaus von Znaim De Romana Ecclesia 53—54. 3. Der gleich-
lautende Traktat des Palecz 54—56. 4. Die Duplik des Andreas von Brod auf die
Replik des Huß. 5. Die Replicatio Quidamistarum de stilo magistri Stephani Palecz
51—75. 6. Die Streitschrift der theologischen Fakultät gegen die Replik der Hussiten
75—137. Eine Anzahl von Schriften findet sich bei Sedlák, Jan Hus. Hierher gehören:
1. Magistri Joh. Hus, Sermo de ecclesia 116*—126*. 2. Magistri Stephani de Páleč.
Tractatus de ecclesia 202*—304* (beachtenswert ist die Bemerkung Wiclifs, S. 227*),
3. Responsiones magistri Johannis Hus ad articulos Johannis Wiclif 305*310*.