z 550 stránek
Titul
I
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Vorwort
III
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V
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VII
VIII
IX
X
Edice
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Corrigenda
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- s. V: … Proček von Busau und Proček von Kunstat mehrere Güter der Olmützer Kirche verheert hatten (n. 329.). Welche Verwüstungen der Krieg im Gefolge…
- s. V: … verhindern, dass seine Anhänger in schrecklicher Weise die Güter der Olmützer Kirche plünderten und die VI Unterthanen derselben brandschatzten und körperlich schädigten.…
- s. VI: … 523. 524.). Der Umstand, dass zur Bekämpfung der Schädiger der Olmützer Kirche der Bann und das Interdict durch den Schottenabt auf päpstliche…
- s. 70: … des Papstes, dass das Archidiaconat, die Scolastrie und Custodie der Olmützer Kirche sowie die Probstei in Kremsier nur einem Mitgliede des Olmützer…
- s. 87: … Der Olmützer Bischof Nikolaus verleiht denen, welche zur Erbauung der Olmützer Kirche beisteuern, einen Ablass von 40 Tagen. Dt. Olmütz 30. September…
- s. 185: … Breslau und dem Probste zu St. Nikolaus in Passau die Olmützer Kirche gegen alle Schädiger zu schützen. Dt. Rom 30. April 1394.…
- s. 329: … erklärt, dass sie fürderhin die Domherren und übrigen Angehörigen der Olmützer Kirche nicht schädigen wolle. Dt. Olmütz 1396. s. d. Nos magister…
- s. 361: … Markgraf Prokop drückt seine Ubereinstimmung aus, dass Markgraf Jodok der Olmützer Kirche gewisse Dörfer verkauft habe. Dt. Kojetein 8. Mai 1397. Nos…
- s. 496: … Capitel-Archive.) 557. Das Olmützer Domcapitel bestättigt dem vicarius perpetuus der Olmützer Kirche, Nikolaus von Leobschitz, dass dessen in dem von ihm erbauten…
Název:
Codex diplomaticus et epistolaris Moraviae. Urkunden-Sammlung zur Geschichte Mährens im Auftrage des mährischen Landes-Ausschusses. Bd. 12. Vom Jahre 1391-1399
Autor:
Brandl, Vincencz
Rok vydání:
1890
Místo vydání:
Brno
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
550
Obsah:
- I: Titul
- III: Vorwort
- 1: Edice
- 503: Index
- 540: Corrigenda
Strana V
während es in diesem Zeitraume nur siebenmal zusammentrat: 1391. 1392. 1397. 1398.
1399. in Olmütz und 1392. 1399. in Brünn, und zwar in beiden Städten nur je einmal.
Eine andere missliche Folge des inneren Krieges waren die Schwankungen in den
Besitzverhältnissen; es wurde nämlich der Krieg nicht bloss im offenen Felde geführt.
sondern die Anhänger der einen überfielen die Anhänger der anderen Partei, plünderten
deren Besitzungen und setzten sich in dem Eigenthume derselben fest, als ob es friedlich
und rechtlich erworben worden wäre. Ein Glück für den von Haus und Hof Vertriebenen.
wenn der Gewaltthäter selbst im Besitze des Geraubten blieb, da die Revindication vor
dem Landrechte dann einfacher war; kam aber das geraubte Gut durch Verkauf, Tausch
u. s. w. in die dritte Hand, complicirte sich der Process häufig in der Weise, dass mehrere
Landrechtsperioden vergingen, ehe der rechtmässige Eigenthümer den Schadenersalz erlangte
und an die Gewer kam. Die P€honen-Bücher ans jener Zeit sind voll von ähnlichen
Klagen, so dass das Landrecht diesen Übelständen nur durch Aufstellung der Rechtsnorm
steuern konnte, dass alles im inneren Kriege geraubte Gut dem Eigenthümer zurückgestellt
werden müsse. Ein undatirtes, aber in jene Periode fallendes Schreiben schildert die
Unsicherheit in jeder Beziehung mit folgenden Worten: „Nulli hominum patet per viam
tutus transitus eo amplius crescentibus latrociniis, quo remissius talium dissimulantur facinora
sine poena. Omnia quippe sunt eis communia et hoc, quod quid eorum arripit, justo here-
ditatis titulo reputat esse suum.
Die Verwilderung der Sitten nahm durch diese inneren Kriege umsomehr überhand,
als oft Mitglieder einer und derselben Familie die einen auf Jodok’s, die andern aut
Prokop's Seite standen und sich ebenso befehdeten, als ob sie in keinem verwandschaftlichen
Verbande ständen. Wenn schon in dieser Beziehung keine Rücksicht obwaltete, so ist es
nicht zu verwundern, wenn die kirchlichen Güter, die Giiter der „todten Hand" ein umso
willkommeneres Object der Raub� und Beutelust wurden. Markgraf Jodok, durch frühere
Erfahrungen klug geworden, wich jedem Streite mit dem Olmützer Bischofe und Capitel.
so weit es nur möglich war, aus; aber er konnte es nicht verhindern, dass seine Anhänger
mitunter auf eigene Faust die Privilegien der Olmützer Kirche verletzten und Eingriffe in
das Eigenthum derselben thaten. Aber er war jeder Zeit bereit zu friedlichem Vergleiche
und Schadenersatze, wenn seine Anhänger einen feindseligen Act an dem Eigenthume des
Bischofes und Capitels begiengen; so z. B. als seine zwei hervorragenden Parteiführer
Proček von Busau und Proček von Kunstat mehrere Güter der Olmützer Kirche verheert
hatten (n. 329.). Welche Verwüstungen der Krieg im Gefolge hatte, schildert Jodok selbst
in dem Bruchstücke eines undatirten Schreibens (n. 363.). Um diesen Anfeindungen der
Olmützer Kirche für die Zukunft vorzubeugen, erliess Jodok eine strenge Verordnung, um
die Immunität der kirchlichen Personen und die Sicherheit des kirchlichen Besitzes zu
sichern (n. 340.), und die Stadt Olmütz wurde verpflichtet, für diese Sicherheit Sorge zu
tragen (n. 362.).
Anders benahm sich Markgraf Prokop. Er wollte oder konnte es nicht verhindern, dass
seine Anhänger in schrecklicher Weise die Güter der Olmützer Kirche plünderten und die