z 247 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
Regesten und Urkunden
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Nachtrag
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Anmerkungen
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Register
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Siegel
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- s. 2: … 24. [4.] König Přemysl Ottokar I. bestätigt die Stiftung des Klosters Osseg durch Zlawco und Milgost; die geschenkten Dörfer werden aufgezählt, dem…
- s. 2: … 1208 April 24. [6.] König Přemysl Ottokar I. gewährt dem Kloster Osseg nebst andern den Zoll der neunten Woche in „Coppitz,“ die…
- s. 2: … Der Prager Bischof Daniel bestätigt die Besitzungen und Freiheiten des Klosters Osseg, darunter auch den Wein- und Marktzehnt in Brüx „in Ponte…
- s. 3: … bestätigt mit Berufung auf das Privilegium seines Vaters [6] dem Kloster Osseg den Zoll der neunten Woche in Kopitz. 1230 December 28.…
- s. 4: … Zlawko, des Bruders Boresch's von Riesenburg, den Schaden, den das Kloster Osseg im jüngstverflossenen Kriege des Vaters mit dem Sohne genommen, und…
- s. 9: … 1278. [26.] Arnoldus, genannt Episcopus, Bürger von Brüx schenkt dem Kloster Osseg cine Mark Silber und vier Strich Weizen jährlicher Einkünfte von…
- s. 14: … 1300— 1303. [39.] Borso Ivon Riesenburgl verschreibt eine an das Kloster Osseg zahlbare Schuld von 110 Mark auf die Dörfer Strimitz und…
- s. 18: … von König Wenzel II. bereits genehmigten Tausch, durch welchen das Kloster Osseg für die Giter in Knowitz bei Schlan das Dorf Pilna…
- s. 20: … zu Lehen besessene Eine Mark Silber in Strimitz an das Kloster Osseg verkauft hat. 1314 Mürz 4. [Riesenburg.] 1315 Febr. 10. Nos…
- s. 25: … noster" zu lesen ist. [63.] Kristanus von Ozza schenkt dem Kloster Osseg Jahreszinsungen in den Dörfern Zuscha und Prohn. 1328 Mai 9.…
- s. 26: … 26 1328. 1328 Dec. 2. [64.] König Johann bestätiget dem Kloster Osseg den Besitz von Rudolfsdorf bei Brüx mit allem Zubehör, sowie…
- s. 27: … 27 [65.] König Johann gestattet dem Abte und Convente des Klosters Osseg, in Prag, Brüx und anderen Städten Bauplätze und Häuser zu…
- s. 32: … Thymo. Albertus und Welczlinus, genamt „ron Ryseue“ verkaufen an das Kloster Osseg einen Hof in Rudolfsdorf. 1349 März 24. Nos fratres Chunradus.…
- s. 100: … Schloss und die Stadt Brüx, das Schloss Riesenburg und das Kloster Osseg mit in dem Frieden (v. Friedstein) inbegriffen sind, den die…
- s. 109: … Zeugniss, dass der Hof von Noskow seit vierzig Jahren zum Kloster Osseg gehörig ist. Versiegelt mit den Siegeln der Stadt und des…
- s. 204: … Premysl Ottokar bei Brix geschlagen ecorden. scar, überfiel er das Kloster Osseg, die Stiftung der Riexenburge, aus welchem Geschlechte Boresch sein Besieger…
- s. 210: … 24. [236.] Das Dorf Noskow wurde 1343 Mürz 16. vom Kloster Osseg im Walde bei Schwinschitz gegriindet. — Unter dem Datum 1437…
- s. 210: … Rath von Bilin einen Tauschvertrag zwischen einer Frau und dem Kloster Osseg, ein Besitzthum in Noskow betreffend. (S. Scheinpflug Mittheilungen VIII. S.…
Název:
Stadtbuch von Brüx bis zum Jahre 1526
Autor:
Schlesinger, Ludwig
Rok vydání:
1876
Místo vydání:
Praha, Leipzig, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
247
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Regesten und Urkunden
- 196: Nachtrag
- 201: Anmerkungen
- 213: Register
- 237: Siegel
Strana 204
204
wörtlich; man nannte sie „Pauperes de Ossek.“ Doch werden
sie noch zum Herrenstande gezühlt. Im XVI. Jahrhunderte
reiht man sie nur noch unter die Ritter, bie sie ganz im
Volke verschwinden. (Vergl. Palacky Gesch. Böhm. II. 2.
S. 15; Scheinpflug: „Das Cistercienserstift in Osseg“ in den
Jahrbüchern für Lehrer, Aeltern und Erzieher, 26. Jahrg.
S. 240 fig.)
[11.] Vergi. Tomek Geschichte von. Prag I. S. 492,
Frind Kirchengesch. I. S. 833 und Hammerschmid Pro-
dromus glor. Prag. p. 276.
[12.1 Im Jahre 1515 verbrannte das Minoritenkloster,
und die opferwillige Stadt verlegte es seither ins Innere der
Stadt. Die alte Laurenzikirche wurde zur Begräbnisskirche
bestimmt (Frind 1. c.)
[13.] Nach Franziscus war es Konig Wenzel selbst,
der seinem Sohne die Niederlage bei Britx beibrachte. Wir
versetzen die Schlacht in die zweite Hälfte des September.
Sie fällt nach dem 13. September, dem Todestage der Kö-
nigin Kunigunde und vor dem 4. November, an welchem
Vater und Sohn gemeinsame Regierungshandlungen voll-
ziehen, also ein Vergleich bereits stattgefunden haben muss.
Palacky (Gesch. Böhm. IT. 1. 130) scheint die Schlacht nach
dem 1. November zu verlegen, weil er von der irrigen Mei-
nung ausgeht , dass Wenzel an der Krönung König Wilhelms
Antheil genommen hat. Vergleiche hiezu Lorenz (Deutsche
Geschichte im XIII. und XIV. Jahrhunderte, S. I. 84), der
unter den Neueren das Beste über die Streitigkeiten Wenzels I.
mit seinem Sohne bringt. Lorenz riderlegt auch die von
Pulkaira zu 1248 gebrachte Nachricht, die Palacky ins
Jahr 1249 verlegt, dass König Wenzel seine Krone hätte
niederlegen. und sich mit. den. Besitz der. Burgen. Brilz,
Klingenberg und Elbogen begnilgen milssen.
[15.] Nachdem. Premysl Ottokar bei Brix geschlagen
ecorden. scar, überfiel er das Kloster Osseg, die Stiftung der
Riexenburge, aus welchem Geschlechte Boresch sein Besieger
von 1248 stammte, und vericüstete es auf dus Aergste.
Slairko, der Bruder des Boresch, Abt von Osseg, nannte
sich Bischof von Preussen, ,dei gratia episcopus Prussiae
quondam abhas in Ossek“ wahrscheinlich, 1ceil ihn Ottokar I.
zum Bischof des eroberten Samlandes bestimmt hatte. Er
machte den Kreuzzug Ottokars 1254 mit, kehrte aber 1256
ing Kloster zurück. (Millauer, der deutsche Ritterorden in
Böhmen Beil. IX u. S. 21, 76.) Demnach konnte. Slaiwko
1250 noch nicht gestorben sein, wie Scheinpflug (Mittheil.
VIII. 37) aus dem „piae memoriae“ schliessen will. Schein-
flug 1. c. macht auf die unrichtig datierte Grabschrift
des Slairko in Osseg aufmerksam. — Ueber den Kummerner
See und seine Geschichte siehe meine Abhandlung (Fest-
schrift des Vereins 1871.) Unter Nostli versteht Frind
Neudorf bei Osseg, unter Cyrnin Tschernitz bei Seestadtl,
unter Chrelin Strahl bei Dux. Dem gegenüber deutet Erben
auf Nusle, Cernin(?) und Chrelin (Chrelovice) Hornowe
dürfte vielleicht Horenec und Polurad sicher Polehrad sein.
Wenn Satel nicht ein Schreibfehler etwa für Satec ist, dann
würde wohl die Deutung auf ein Sedlo (Starozedl — No-
vosedlo) verfallen.
[16 | . Vergl. Tomek Gesch. von Prag, S. 499, 502,
Frind Kirchengesch. II. S. 266.
[20.] Einen Theoderich Spatzmann finden wir unter
Wenzel II. erwähnt als ehemaligen Besitzer des Dorfes
Kralowitz, das der König an dem Oberstkůmmerer Albertus
verschenkte. (Formelbuch des Zdenko von Trebecz MS. nach
Hifler N. 105.) Derselbe erscheint schon zu 1258 Juli 2.
(Scheinpflug Mittheil. XII. S. 181) und kehrt wieder zu
1269 Mai 1. (Emler reg. S. 252). Daselbst (S. 562) er-
scheint zu 1283 Decbr. 27. ein , Theodoricus Spachymanus."
[23.] Das Dorf Kayowe dürfte wohl das zwischen
Libochocitz und Postelberg am Koschower Berge gelegene
Koschow sein, das unter dem Namen Chodzow bereits 1370
eine Pfarrkirche hat und 1384 einen halbjährigen Zehnt
ton 30 Schock an den König zahlt (Tingl Lib. II. confirm.
D. 31, Frind Kirchengesch. I. S. 90). Die Urkunde er-
wähnt zum ersten Male „cives“ der Stanlt; die ungeführten
Personennamen sind die ältesten bekunnten, wie auch dux
Siegel das ülteste ist. (S. Beilage ) Ebenso ırird hier zum
ersten Male der Pfarrkirche und des Dfarrers, sorcie
der Michadskapelle gedacht.
[24.] Dieses erste königliche Privileyium enthalt die
Fundamentalartikel der städtischen Gerechtsame ron Brür,
das hier zum erstenmale „civitas nostra“ genannt wird.
Wartha ist wohl ursprünglich der Burgbezirk (hurcwartus)
des Schlosses, das selbst den Namen Landesicart führte,
Als der Burgvorort (&uburbium) königliche Stadt wurde,
(civitas nostra) überginy der alte DBurgbezirk wohl all-
mählich in die Stadtmark, die unter rerschiedenen Be-
zeichnungen manchmal noch unter den Namen Burgywart,
Burgfried, in Halle, Lilbeck etc. oder unter Weichbild
in Koln, Kempen ctc. unter Bannneile vorkommt, icelcher
Ausdruck sich auch später in Böhmen findet. ( Vergl. Maurer
Geschichte der Stadteverfassuny II. S. 166 fig. Posern-Klett:
Zur Geschichte der. Verf. d. Marky. Meissen S. 2, 104.) Die
vorliegende Urkunde bestimmt somit schon das Weichbildsrecht
von Brüx. Wartha, Warte wird in späterer Zeit die Bezeich-
nung für den Gränzwall zwischen Britz und Meissen, wie
aus der Aufschrift in tergo der. Confirmation. Karls. IV.
[97] und aus dem Wortlaute der Confirmation Ferdinand I.
von 1549 hervorgeht. Einen. Wald bei Werta «n der. Grünze
gegen Meissen erwähnt auch Balbin zum Jahre 1352 (Misc.
decad. I. lib. 8. p. 153). Die Ortsnamen Künigawart , Warthe
(Dorf bei Kaaden) und Wartha an der Neisse (Brdo)
(früher zu Böhmen gehörig) sind wohl ursprünglich die
Mittelpunkte, die Zollstätten solcher Warten an der Griinze
gewesen. Für die Zollstütte wird auch der Name Mita