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Titel – Achtbuch II.
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- s. 570: … verordnet worden“. (Bayers Tagebuch.) 2) 1316 v. T. erwirbt das Kloster Waldsassen die Feste Hardeck samt Zugebör. Unter den hier aufgeführten Vasallen…
- s. 571: … v. 13./IV. 1279, womit diese mehrere Güter zu Chobost dem Kloster Wald- sassen schenken. (Gradl, Mon. Egr. Nr. 326, S. 118.) Kurz vor…
Název:
Das Achtbuch II. des Egerer Schöffengerichtes v. J. 1391 bis 1668 Schluss, MVGDB 41
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
57
Obsah:
- 524: Titel – Achtbuch II.
- 580: Titel - MVGDB
Strana 571
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—
hainrich von Wirschpergkh1) zum hofflaß, als theder, mit volg, vrtel
vnd Recht In die Achtt pracht darumben, das er Inen Ihren hauß-
wirtt, bruder, Schwager vnd vettern hanß hegen zwischen höfflaß vnd
Altten teuch, nahend bey S. Anna. den 27. Januarij an sein leib
vnd leben beschedigt vnd schaden gethan, das er den 22. Februarij
hernacher todes erloschen, doher ermordt vnd vmbgebracht (hat).
Ist herr Endres Baier, so das Recht vorfurtt, fursprecher herr
Benedict Klinckervogel vnd herr wolff Jacob Zeugen gewesen. Actum
ut supra.
ad 207. Den 19. Monats thag Marcij Ao. 89 Ist Jorg Heinrich
von Wirschpergkh zum hofflas, der sich mit des Abgeleibten hanß
hegen(s) wittib dermalen in der guth vorthragen gehabtt, hinwider bej
ein Erbern Rath aus der achtt mit erlegung der Landes huldung
aus gesonth, also das er nunmehr diß fals halber sicher alhier In
craiß wonen mag. Actum ut supra.
208. Nach Christi, Vnsers lieben hern Erlösers vnd Selig-
machers, geburtt funffzehen hundert vnd Im acht vnd achtzigisten
Jar, den 18. monats thag Julij, hatt Erhartt pecker zu drebendorff,
Mathes Schmidt zu Ensenprugkh, Hanß Karch zum Hoffelaß vnd
lorenz Vhel zu loma, als Clegere, dem Michel Maier von Ober loma,
1) Die Wirsperge urkundlich seit 1279. Cunradus de Wirsperg als
Zeuge in der Urk. der Landgrafen Friedrich u. Gebhart v. Leuchtenberg
v. 13./IV. 1279, womit diese mehrere Güter zu Chobost dem Kloster Wald-
sassen schenken. (Gradl, Mon. Egr. Nr. 326, S. 118.) Kurz vor 1465 erwerben
die Wirsperge unter Levin (1) von Wirsperg das Gut Höflas. Ein Sohn
von diesem, Levin (I1), der bekannte Haeretiker, „zum Höfleins gesessen“ als
Zeuge u. Siegler in der Urfehde des Philipp Schuhknecht, v. 15./I. 1465
(U. Nr. 695). 1526 16./III. verkauft Hans von Wirsperg, ein Sohn des
Levin (II), dieses Gut dem Jeronymus Schlick (U. Nr. 1231). Die Wirsperge
erscheinen aber später wieder als Besitzer von Höflas bis 1610. Von 1531—1596
finden wir die Wirsperge auch anf Wildstein, wo sie sich sehr gewalttätig
benahmen. Im I. 1568 erschoß Hans Adam von Wirsperg seinen Richter
Georg Knörenschild, weshalb der Rat die Feste Wildstein von 300 Bewaffneten
einnehmen und den Wirspergen bedeuten ließ. daß er ihnen ihre Mordtaten
„nicht länger mehr durch die Finger schauen könne.“ (Stadtb. 1568 3./II.,
Fol. 195b). Hans Adam v. Wirsperg kam wegen dieser Freveltat auch
1569 10./III. ins Achtbuch (Stadtb. Fol. 213). Die betreffende Eintragung, die
auf einem der herausgeschnittenen Blättern sich befand, ist uns in den Aus-
zügen Viethers (als letzter Auszug) erhalten geblieben. — Die oben ange
führte Ermordung des Hans Hegen wird auch in Stadtbuche v. I. 1586
21./II. Fol. 131b und die erfolgte Sühne im Stadtb. v. I. 1589 19/III.,
Fol. 5b erwähnt.