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Titel – Achtbuch II.
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Titel - MVGDB
580
Název:
Das Achtbuch II. des Egerer Schöffengerichtes v. J. 1391 bis 1668 Schluss, MVGDB 41
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
57
Obsah:
- 524: Titel – Achtbuch II.
- 580: Titel - MVGDB
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Anno 1668.
221. Nach Christi, vnsers herrn Erlösers vnd Seeligmachers,
Geburth im Sechzehenhundert Acht vnd Sechzigsten Jahr, den
23. Novembris, hat Georg Hackenschmid, Gemeiner Stadt fronbot,
alß Cläger, mit Volg, Vrtl vnd Recht den Philipp Dittrich Elbögner1)
von Vnterschönfeldt in die Acht bracht darumb, daß beclagter
Elbögner dem Gabriel Stirex, Gewesenen Wildschützen zue Königs-
berg, mit einen degen in Pankraz Heberts behaußung alldort durch
einen stich Ermordet hat. Ist herr Johann Adam Walther,2) für-
sprecher, dann herr Georg Rampff3) vnd herr hannß henrich
2)
1) Ein Zusammenhang dieses Landadel-Geschlechts der Elbogner mit den oben
unter Nr. 136 genannten Elbognern ist nicht nachweisbar. In 17. Ihrhdrt.
saßen zn Unter-Schönfeld: Wolf Wilhelm 1626—1646, Hans Adam 1631,
Christine Katharina Elb., geb. v. Wallenrode, 1648 u. 49 (nach Briefen im
Fasz. 645). Am 14./VI. 1658 verkaufen Wolf Ernst u. Philipp Dietrich
Elbögner von vntern Schönfeldt, weil. Wolf Wilhelm Elbögners von vntern
Schönfeldt hinterlassene Söhne. für sich und ihre Schwestern Anna Christinen
u. Helene Elisawet Elbögnerin von vntern Schönfeldt ihr freieignes Rittergut
Könsperg (Kinsberg), das Dorf Lindach (Lindenhan) mit allem Zugehör an
P. Andreas Kachmann, Rector des Eg. Jesuitenkollegs (Reg. im Eg. A.,
Über die obige Achtung berichtet die Ratschronik, fol. 419: „den 24. (irrig
für 23.) Novembris ist auf offenen Marckh das Acht—Recht über den Ellbögner
gehalten und derselbe in die Acht erkläret worden, weilen Er den Schützen zu
Künsperg erstochen.“ — „Wildschütz“ immer im Sinne von Förster, Heger.
Johann Adam Walther dem jüngeren Geschlecht der Walther ungehörig,
welches mit Erhard W. im Losungsbuche v. I. 1470 bekaunt wird. Joh.
Adam W., in einer Urk. v. 21./VII. 1654 (Nr. 2305) zuerst erwähnt, erscheint
1682 31./VIII. (Nr. 2444) als Mitältester des Gerichts, 1687 als Bürger=
meister, 1688 in derselben Eigenschaft bereits mit dem Adelsprädikate von
Walbach (Rhapsodiale für 1687 u. 88). 1695 u. 97 wieder als Bürger:
meister und Jnspector der von den Malthesern erkauften Commende (U.
Nr. 2494 u. 2502), verkauft 29./I. 1684 den ihm gehörigen Kestelhof dem
Hans Sorgner zu Nebanitz (Fasc. 445), errichtet mit seiner Fran Rosina
reichliche Stiftungen für die Kirche Sct. Jodok, welche 1684 12./V. die
bischöfl. Genehmigung erhalten (U. Nr. 2450) und † 1700 (Fasz. 445). Mit
seinem Tod erlischt das Geschlecht. Wappen: schräg durch einen Bach getheilt,
darin 3 Fische, zur Seite je 3 Fichten.
3) Die Rampf 1610 von Neustadtl eingewandert. „Hans Rampff von
Newstädlein, so sich zu fllorian Rupprechts seeligen Tochter verheyratet, ist
zum burger angenommen worden“ (Stadtbuch 1610 12./X. fol. 83). — Hans
Albrecht, R., Assefsor des Stadtgerichts 1643 (u. Nr. 2257). Albrecht
Joh. Ramyf 1666 n. 1668 Bürgermeister (U. Nr. 2371 u. 77), in d. Urk.
v. 1679 11../IV. u. 1680 6./VI. in derselben Eigenschaft u. von Rameff