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Titel – Achtbuch II.
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- s. 347: … Egerer Pflege und besonders hervorragender Geschlechter der Stadt und des Landes Eger, nicht minder auch für den Sprach¬ forscher habe ich bereits…
- s. 355: … er den edlen Busken von Swamberg zu einem Pfleger des Landes Eger gesetzt habe, dem sie gehorjam sein und alles ausfolgen sollen,…
- s. 359: … u. I., dem zufolge verordnet wird, keine zu Stadt und Land Eger gehörige Güter an Ausländer zu verkaufen oder zu verkümmern (U.…
Název:
Das Achtbuch II. des Egerer Schöffengerichtes v. J. 1391 bis 1668 Anfang, MVGDB 41
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
43
Obsah:
- 345: Titel – Achtbuch II.
- 387: Titel - MVGDB
Strana 359
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—
Fol. 7.
† 26. Anno domini M'CCC°LXXXXVIII° feria sexta proxima post
Jacobi Apostoli (26. Juli). wir Johans, lantgraff zum leuttemberg
vnd Graff czu hals,1) czu der czeit houbtman im Egerlande,
Bechennen, daz der Chunrat Schober von pernawe2) mit dem
rechten, mit rechter clage, mit vrteil vnd mit volge in die Echt
bracht hat den heynel hackensmide dar vmb, daz er im seinen
bruder, den hansen, Smid Knecht, vom leben czum tode braht hat.
des ist Fürsprech gewest der walther hasenczagel vnd sint geczewgen
der Francz Rorer vnd heinreich der Gerstner,3) czu der czeit Ge-
sworn Scheppfen zu Eger.
27. Anno domini M°CCC°LXXXXVIIII° in die vincula sancti
petri (1. August). Wir Johans, lantgraff zum leuttemberg vnd Graff zu
hals, czu der czeit houbtman im Egerlande, Bechennen, daz vnder
Richter, peter der pfreymder,4) von des Gerichts wegen mit dem rechten,
1) Bereits 1397 erscheint Johann, Landgraf von Leuchtenberg, wiederum (Acht
buch I, Nr. 193) als Pfleger zu Eger, denn unterm 18./X. 1397 reskribiert
K. Wenzel dem Edlen Hansen von Luthemberg, Pfleger zu Eger.
daß alle und jegliche Landleute, Burger oder Gebawern wie vor alters, so
fürderhin mit der Stadt leiden sollen (Orig. Brief im Fasc. 1). Als Pfleger
erscheint er auch in einem zweiten Briefe K. Wenzels von demselben Tage u.
I., dem zufolge verordnet wird, keine zu Stadt und Land Eger gehörige Güter
an Ausländer zu verkaufen oder zu verkümmern (U. Nr. 249). Er behielt
die Pflege bis zum Herbste 1401, besaß v. J. 1381 bis 1400 auch die Feste
Liebenstein als königliches Lehen und kommt noch in einer Urkunde vom
6./XI. 1408 vor, der zufolge er mit seiner Mutter Mechthitd den ihnen ge¬
börigen Zoll zu Eger dem Niklasen, des Erhard Gerichtsschreibers Sohn
zu Eger, gegen Wiederlösung verpfändet (U. Nr. 313).
2) Bäruau bei Türschenreut in der Oberpfalz.
3) Achtbuch I, Nr. 224.
4) Die Pfreimder, die von Pfreimd (bei Nabburg), erscheinen urkundlich
seit 1244, Ulricus de Pfreimde, als Zeuge in einer Schenkungsurkunde
Gebharts, Landgrafen v. Leuchtenberg, v. I. 1244 o. T. (Reg. boica II, 354).
Peter der alt Pfreumbder, als Teidiger in einem Tauschgeschäfte zwischen
Abt Konrad v. Waldsassen und den Landgrafen Johann und Sigoft von
Leuchtenberg von 28./V. 1396 (Reg. boica XI, 74). Derselbe als Richter
von Eger, Zeuge und Siegler, in der Urk. v. 11./XI. 1398 im bayr. Reichs-
archive. Peter Pfreymder der Elter, zu der Zeit Richter zu Eger.
als Zeuge und Siegler in einer Urkunde desselben Archivs vom 21./III. 1399.
Derselbe Pfreimder befand sich dann auch mit unter den Stehgreifrittern und
Dienstleuten des Landgrafen von Leuchtenberg, welche im J. 1413 mehrere
Kaufleute aus den Reichsstädten auf der Straße zwischen Weißenstadt und
Eger überfielen und plünderten. (Mon. Zoll. VII, Nr. 266, S. 210 fg.)