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Titel – Achtbuch II.
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- s. 347: … Egerer Pflege und besonders hervorragender Geschlechter der Stadt und des Landes Eger, nicht minder auch für den Sprach¬ forscher habe ich bereits…
- s. 355: … er den edlen Busken von Swamberg zu einem Pfleger des Landes Eger gesetzt habe, dem sie gehorjam sein und alles ausfolgen sollen,…
- s. 359: … u. I., dem zufolge verordnet wird, keine zu Stadt und Land Eger gehörige Güter an Ausländer zu verkaufen oder zu verkümmern (U.…
Název:
Das Achtbuch II. des Egerer Schöffengerichtes v. J. 1391 bis 1668 Anfang, MVGDB 41
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
43
Obsah:
- 345: Titel – Achtbuch II.
- 387: Titel - MVGDB
Strana 355
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Bechennen, daz der wôlffel Oerttel vom Rotsem1) mit dem rechten,
mit rechter clage, mit vrteil vnd mit volge in die Echte braht hat
den heinreich Czôllen von Mülbach2) dar vmb, daz er im seinen
bruder, den fridel Oerttel,3) vom leben zum tode braht hat. des ist
Fürsprech gewest der hans lewbner vnd sind geczewgen der ditreich
Schirntinger vnd hans der Kornawer,4) czu der czeit Scheppfen zu
Eger, vnd ist in der losunge geschehen.
19. Wir Burckhart von Jenowicz,5) genant Styrnad, zu der czeit
houbtman im Egerlande, Bechennen, daz der Chunrat Nahtrebel, der
halten und die Stadt mit Brandpfeilen habe beschießen lassen, daß er etlichen
das Vieh, denen von Tepl Wagen, Pferde und Getreide und den Barfüßern
Bargeld und Kleinodien abgenommen, daß seine Leute Mitglieder des Stadt
gerichtes mit Schwertern geschlagen, daß er gefürchteten Raubrittern, wie dem
von Sparneck und dent Hans Rabensteiner, welche im Egerlande mordeten
und brannten, Unterstand gegeben, daß er den Bauern, welche Getreide in
die Stadt brachten, dieses abgenommen u. s. w. (Klagepunkte an König Wenzel
im Eg. St.-A., Fasc. 1). Erst im I. 1394 konnte Wenzel sich entschließen,
den Pfleger Ctimir abzusetzen und mit dem Briefe vom 2. Juni 1394 gibt
Wenzel den Egerern bekannt, daß er den edlen Busken von Swamberg
zu einem Pfleger des Landes Eger gesetzt habe, dem sie gehorjam sein und
alles ausfolgen sollen, was Ctimir auf der Burg zu Eger gelaisen habe.
(Orig. Brief auf Papier im Eg. St.-A., Fasc. 1. Näheres in meinem Auf-
satze über die ehemals von der Wenzelsburg zur alten Kaiserburg führende
Brücke im Eg. Jahrb. v. I. 1902, S. 69.)
1) Ratjam, rotseim, in Egerlande.
2) Ebenda.
3) Ein Niklas Ortel sitzt 1393 zu Watzkenreut. Orig. Perg. v. 28/IX 1393 im
Eg. Dominik. Kl.
4) Ratsherr, scheint Weinhändler gewesen zu sein, denn in der Ausgabsliste v.
J. 1397 findet sich: „ Item geben dem Hannsen Kornawer fur VI eymer
XII nozzel metz VI B XVIII gr. meysner, den man dem von Plauen
schankt.“ Derselbe als Zeuge in der Urfehde Niklas Hertels v. 7/X. 1399,
(U. Nr. 265) und in vielen anderen Urkunden des Eg. A. bis 1410.
5) In Beziehung zu Eger stand ein Ahnherr des obigen mit gleichem Namen,
welcher nach dem zwischen König Ottokar und dem Olmützer Bischofe Bruno
u. a. am 12/IX. 1277 ratifizierten Vertrag mit als Bürge nach Eger ein
reiten sollte. (Emler, Reg. Boh. II, 1089, S. 457—459.) — Mit dem Briefe
vom 16./VI. 1395 verständigt König Wenzel IV. die Egerer, daß er dem edlen
Burkarten Strnad von Janowicz, Burggrafen zu Prag, die Hanpt-
mannschaft zu Eger mit allen Zugehörungen eingab und heißt sie, demselben
alle rente, nutze und gefelle derselben Hauptmaunschaft zu reichen und zu fol-
gen. (Orig. Brief auf Papier im Eg. St. A. Fasc. 1). Derselbe in der Steuer
befreiungs-Urkunde K. Wenzels IV. für Stadt und Land Eger von 21/VII.
1395 (u. Nr. 223) u. in der Privilegien-Bestätigung desselben Königs vom