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Titel – Zwei Dokumente
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Titel - MVGDB
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Název:
Zwei Dokumente über die Gruft der Herren von Rosenberg in der hohenfurter Stiftskirche, MVGDB 41
Autor:
Schmidtmayer, Rudolf
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
8
Obsah:
- 299: Titel – Zwei Dokumente
- 306: Titel - MVGDB
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Zwei Dokumente über die Gruft der Herren
von Roseuberg in der Hohenfurter Stiftskirche.
Mitgeteilt von
And. Schmidtmaner.
Es mag auffallend sein, ja unglaublich scheinen, aber es ist wahr:
im Hohenfurter Kloster weiß niemand etwas Genaues über die Lage, Aus-
dehnung und den Bau der Gruft seiner Stifter, die Tradition über die
selbe ist ganz verworren, und man hört bloß einander widersprechende
Andeutungen, weshalb nur die Aufdeckung und Öffnung derselben alle
Zweifel lösen könnte. Vor einer solchen warnt indes ein bereits wieder-
holter, aber vereitelter Versuch, und schließlich denkt gar mancher Kon-
ventuale und spricht es auch aus: „Lassen wir die Toten ruhen!“ Wir
wünschen der in neuester Zeit angeregten Nachforschung den besten Erfolg,
können uns aber uicht zurückhalten, im voraus in diesen Blättern zwei
wichtige Dokumente zu veröffentlichen, die zu entdeckeu wir im verflofsenen
Sommer so glücklich waren, und die uns als die bisher ausführlichsten
und glaubwürdigsten erscheinen. Möge unsere Entdeckung zu weiteren
Forschungen anspornen und diese von noch besserem Erfolge gekrönt
werden !
Der gelehrte Hohenfurter Konventuale Quirin Mickl verfaßte im
Jahre 1736 (37) wahrscheinlich im Auftrage seines Abtes Candidus
Heydrich eine interessante Schrift mit dem Titel: „Epitome Memorabilium
Monasterii Altovadensis“, die dem damaligen Ordensgeneral in Zisterz
auf sein Geheiß übersandt und bei dem 1738 in Zisterz abgehaltenen
General-Kapitel übergeben wurde (ohne Zweifel vom Abte des böhm.
Klosters Sedletz, der von den böhmischen Abten als Vertreter zu dem
selben gesandt wurde, was Mickl in den der Epitome angefügten Mis--
cellanea erwähnt). In dieser Epitome, die als Manuskript erhalten ist
und bisher unbenützt an unbekanntem Orte lag, gibt der Verfasser eine
kurze Darstellung der Gründung des Klosters Hohenfurt und seiner Ge-
schichte bis auf Abt Candidus, dann eine solche der Herren von Rosen
berg, der Gründer dieses Moldauklosters, ferner eine ziemlich ausführliche
Beschreibung der Klostergebände und erzählt schließlich gar viele für die
Klostergeschichte wertvolle „Memorabilia“. Als Quellen neunt er die