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- s. 323: … schwere Gefahr für die Errungenschaften der beiden letzten Jahre. Das Kloster Goldenkron muß allerdings trotz ihres Walteus wieder bergestellt worden sein; am…
- s. 326: … am 6. Oktober weist er die Netolitzer neuerdings an das Kloster Goldenkron als ihren Herrn, und zwischen 11.—18. November findet er unter…
Název:
Böhmische Politik vom Tode Ottokars II. bis zum Aussterben der Přemysliden. Anfang, MVGDB 41
Autor:
Graebner, Fritz
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
33
Obsah:
- 313: Titel – Politik
- 345: Titel - MVGDB
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—
in der Woche zwischen dem 11. und 18. November finden wir um ihn
wieder einen großen Teil seiner Getrenen, den Truchseß Hinko v. Duba,
Hinko v. Leuchtenburg, Jarko v. Waldenberg, Johann von Michelsberg,
Jaroslaus v. Löwenberg und Beneš v. Wartenberg. 1) Schon am 6. Oktober
neunt er selbst Burckhard v. Klingenberg als seinen Anhänger. Noch übt
er selbst die Regierungsgeschäfte, am 6. Oktober weist er die Netolitzer
neuerdings an das Kloster Goldenkron als ihren Herrn, und zwischen
11.—18. November findet er unter Beisitz seiner Edeln ein Urteil in dem
Streit zwischen dem Deutschen Orden und Zawisch v. Struzenitz. Am 25.
November schloß er von neuem einen Landfrieden mit den Baronen2) und
„von dieser Zeit an ließen die Übeltäter von ihrem schädlichen Treiben ab“.
Das Ende der märkischen Wirren war noch nicht abzuschen, Truppen
und Geld brauchte Otto dort nötig genug, auch Gebhard konnte doch
nicht dauernd seinem Bistum fern bleiben. So wurde es nötig, die Re-
gierung in die Hände der einheimischen Würdenträger zu legen, auf einem
Landtage zwischen Weihnacht und Neujahr bestellte der Markgraf zn Statt-
haltern den Bischof Thobias, den Oberstkämmerer Diepold v. Riesenburg
und die übrigen Glieder des Lehensgerichtshofes, 3) vor allem also wohl
den Marschall Bavor v. Strakonitz; alle weltliche Gerichtsbarkeit, auch
der Blutbann, wurde ihnen übertragen. Folgerichtig mußten nun auch
alle fremden Truppen, markgräfliche sowohl wie die im Solde der Städte,
das Land räumen, binnen 3 Tagen mußten sie bei strengsten Strafen
über die Grenze sein. 4) Beim Abzug tat Otto, wie viele, wie z. B.
Wenzel später in Ungarn, er nahm nicht nur das königliche Archiv, sondern
auch den königlichen Schatz als Zeichen seiner rechtlichen Obergewalt, als
Pfand für die Erfüllung seiner Wünsche mit sich. 5) im März war er in
Salzwedel. 6)
1) Reg. Boh. IV., 1850 in Reppin.
2) Cont. Cosmae ad 1282 (vgl. Anhang p. 337 f.).
3) Cont. Cosmae ad 1281 mit der Randbemerkung 1282, letzte Angabe nach dem
Weihnachtsanfang.
4) ibidem.
5) Cont. Cosmae ad 1282 VII id. Januar. eine grenliche Kirchenschändung, bei
der die Soldaten mit den heiligen Räumen und den geistlichen Herren nicht
zum besten umgingen. Gehört dem Datum nach hierher. Da es aber nicht in
der rechten Reihenfolge steht — es folgen Dinge von Ende Dezember — und
den Ereignissen von 1281 (1282 datiert) angehängt ist, könnte es vielleicht zu
Anfang 1281 gehören und würde dann mit der Wiedereröffnung der Burg
zusammenhängen. 1279, wo Otto die Burg schloß, würde das Wegschleppen
irgend welcher Dinge daraus gänzlich zwecklos gewesen sein. Daß Otto keinen