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- s. 323: … schwere Gefahr für die Errungenschaften der beiden letzten Jahre. Das Kloster Goldenkron muß allerdings trotz ihres Walteus wieder bergestellt worden sein; am…
- s. 326: … am 6. Oktober weist er die Netolitzer neuerdings an das Kloster Goldenkron als ihren Herrn, und zwischen 11.—18. November findet er unter…
Název:
Böhmische Politik vom Tode Ottokars II. bis zum Aussterben der Přemysliden. Anfang, MVGDB 41
Autor:
Graebner, Fritz
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
33
Obsah:
- 313: Titel – Politik
- 345: Titel - MVGDB
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Zwietracht ging auf; bis in Ottos Anhang hinein hatte der König seine
Intriguen gesponnen und Abfall erweckt. Die Ruhestörer, die uns jetzt
genannt werden, sind: Peter, 1) Dietrich Spatzmaun, Albert v. Seeberg
und Sezema v. Landenstein. 2) Sezema ist ein Witigone, und auch Dietrich
war nach der Reimchronik diesem Geschlechte verschwägert;3) noch am
21. Februar 1280 zeichnet er als Kämmerer,4) in Ottos Umgebung findet
er sich später uicht mehr. Haben die Witigonen sich ihre verwandtschaft
lichen Beziehungen im feindlichen Lager zu Nutze gemacht, so haben sie
sich doch damit uicht begnügt, wie der Name Alberts v. Seeberg bezeugt.
Er ist bereits am 3. Juli 1279 zum letzten Male unter Ottos Anhang
nachweisbar;5) am 1. Jänner 1281 weilt er in Komotau, nahe seinen
Gütern, in Gesellschaft seiner Brüder und zahlreicher Edler aus der Gegend
bis uach Maschan hin. 6) Da auch Dietrich wohl bei Brüx ansässig war, 7)
sehen wir hier eine ganze Landschaft in Unbotmäßigkeit, eine Landschaft,
deren Feindseligkeit bei Rudolfs Angriff Otto im Rücken beunruhigen
mußte. Anscheinend brach der Aufstand nicht rechtzeitig aus, um dem
deutschen Könige den beabsichtigten Dienst zu leisten; aber die Planmäßig
keit der Anlage dentet doch auf einen engen Zusammenhang der beiden
Bewegungen. Immerhin blieb die neue Empörung im Bunde mit den
Witigonen eine schwere Gefahr für die Errungenschaften der beiden letzten
Jahre.
Das Kloster Goldenkron muß allerdings trotz ihres Walteus wieder
bergestellt worden sein; am 6. Jänner konnte ihm Otto das Dorf Neto--
liz, sowie Gualchingen wieder zuweisen.s) Aber ein volles Einsetzen
seiner Person für die Herstellung des Friedens war ihm nicht mehr möglich.
Der Krieg gegen die Ostseestaaten forderte seine Heimkebr nach Branden-
1) Etwa Petricus = Poto v. Mscheno?
2) Cont. Cosmae ad 1280.
3) Ein Schwager Zawischs v. Falkenstein. Ottokar Reimchronik v. 18324. Pangerl
„Die Witigonen“. Arch. f. öst. Gesch. LI. (1873) p. 548.
4) Reg. Boh. II., 2710.
5) Reg. Boh. IV., 1847.
6) Reg. Boh. II., 1228—29.
71 Er ist unter Ottokar lange Zeit dort Burggraf.
8) Reg. Boh. 1231, wo das Kloster schon sub abbatia Plaszensi locata ift, wo-
gegen die Übertragnng vom Heiligen Kreuz in Österreich nach Plaß auf Ottokars
durch Wenzel wiederholte Bitte durch den Generalkonvent in Citeaux erst 1281
(also Zept.) datiert ist. Die Zisterzienser rechneten den 25. März als Jahres-
anfang (Grotefeud. Zeitrechnung I., p. 10), aber. wie mir Herr Prof. Tangl
frenndlich mitteilt, uur in Stilus Florentinns.