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Titel Egerer Achtbuch
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Titel - MVGDB
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- s. 227: … interessante Gruppe von Bilchern, welche noch im Jahre 1572 im Egerer Stadtarchive vorhanden waren, und ausschließlich dem Strafrechte ange hörten, gibt uns…
- s. 237: … einzelnen Fußnoten habe ich außer dem Urkunden und Actenmateriale des Egerer Stadtarchives insbesondere auch noch folgende Werke zu Rathe gezogen: Böhmer J.…
Název:
Ein Egerer Achtbuch aus der Zeit von 1310 bis 1390 Anfang, MVGDB 39
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1901
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
46
Obsah:
- 227: Titel Egerer Achtbuch
- 272: Titel - MVGDB
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„Urphed“ „urffe“ zu schwören, daß er in Hinkunft die Gebote der
Stadt achten, nie mehr gewaltthätig vorgehen und etwa erlittene Strafe
nicht rächen wolle. Mindestens zwei seiner Freunde hatten für die Ein-
haltung dieses Gelöbuisses Bürgschaft zu leisten. Durch einfaches Durch¬
streichen oder durch Ausschaben der betreffenden Achterklärung galt dann
der Fall, wie es in den späteren Auszügen bei Adam Viether heißt, als
„gebußt und ausgesohnt“.
Die Bedentung des zu den ältesten Geschichtsquellen der Stadt Eger
tiberhaupt gehörigen Achtbuches ergibt sich wohl von selbst. Abgesehen
von seinem culturhistorischen Interesse bietet es auch dem pragmatischen
Historiker sicherlich viel Willkommenes. Aus ihm erfährt er die Namen
von Pflegern und Richtern, zum Theil von solchen, die bisher nicht bekannt
gewesen sind, sowie die Namen der ältesten Schöffen und Gerichtsherren
aus einer Zeit, wo ein anderweitiges Urkundenmateriale noch gar nicht
oder nur dürftig vorhanden ist. Auch der Forscher in der Richtung der
Familiengeschichte wird in den alten Aufzeichnungen manche Aufklärung,
manchen schätzenswerthen Beitrag finden.
Bei der Wiedergabe des nun folgenden Achtbuches habe ich Ausdruck-
und Schreibweise des Originals genau beibehalten. Die von Heinrich
Gradl bereits herausgegebenen, nicht immer mit dem Original überein
stimmenden Viether'schen Auszüge sind mit einem *) die durchstrichenen
Fälle mit † und die ansradirten und zum Theil noch leserlich gewesenen
mit †† bezeichnet. Bei Abfassung der einzelnen Fußnoten habe ich außer
dem Urkunden und Actenmateriale des Egerer Stadtarchives insbesondere
auch noch folgende Werke zu Rathe gezogen: Böhmer J. F., Regesta
Imperii II—VIII; Brenner, Geschichte des Klosters Waldsassen; Drivok
P., Aeltere Geschichte der deutschen Reichsstadt Eger und des Reichsge
bietes Egerland; EmIer, Regesta Bohemiae II; Erben, Regesta
Bohemiae I; Gradl, Geschichte des Egerlandes bis 1437; Gradl,
Monumenta Egrana; Grüner, Beiträge zur Geschichte der Stadt Eger;
Heckel, Geschichte der Familie Heckel; Müller, Urkunden und Urkunden-
auszüge zur Geschichte Plauens und des Bogtlandes (in den Mittheilungen
des Alterthumsvereines zu Plauen i. V.); Oefele, Rerum Boicarum
daz er, wor er vnsers herren des Küniges vnd der Stat vnd des Landes
czu Eger vnd aller der, die dar inne Gesezsen sein, Richer vnd armer,
schaden gewenden mag vnd weis czu wenden bei tage vnd nacht, daz
schol er tun vnd schol wider die Stat vnd daz Lant nimmer getun vnd
in welchen sachen er dar an bruchek (brüchig) wurde, so hat er dar vmb
vier purgen gesaczt:... (folgen die Namen der Bürgen).