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Titel Gründung
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Titel - MVGDB
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- s. 498: … 1218 zu Nürnberg ausgestellten Urkunde bewilligt Kaiser Friedrich II. dem Kloster Waldsassen zwei Tauschgeschäfte, nach deren einem Cuno und Heinrich von Liebenstein…
- s. 498: … Tauschgeschäfte, nach deren einem Cuno und Heinrich von Liebenstein dem Kloster Waldsassen einen Theil von Konnersreut 1) Markgraf Diepold gibt zum Seelenheile…
- s. 498: … gibt zum Seelenheile seiner Gemahlin Kunigunde zwei Dörfer Wernersreut dem Kloster Waldsassen zum ewigen Gebrauche. „Huius rei testes sunt: . . .…
- s. 502: … schon obener- wähnten von K. Friedrich II. bewilligten Tauschgeschäfte zwischen Kloster Waldsassen und Kuno und Heinrich von Liebeustein als Verkäufer3) und in…
Název:
Die Gründung der Kirche zu Liebenstein im Egerlande, MVGBD 40
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1902
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
18
Obsah:
- 498: Titel Gründung
- 515: Titel - MVGDB
Strana 502
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Bürger Lew Büchelberger verkaust hatte,1) entäußerte er sich auch am
5. Mai 1400 „umb eine Summe, die wir übereinkamen“ seiner Feste
Liebenstein mit dem Dorse und Teiche darunter, mit dem Anfalle des
Dorfes Türnhach, „das noch Frau Margaret Goßweinin auf
Lebenszeit inne haben soll“, zu Gunsten des Egerer Bürgers Erhard
Rudusch,2) des nachmaligen Gründers der Kirche zu Liebenstein.
Die Rudusch, auch Rudisch (Koseform von Rudeger), gehörten
mit den Heckel, den Spervogel, Höfer u. a. zu den angesehensten und
ältesten Geschlechtern der Stadt. Ihr ursprünglicher Name war Angel,
Angil. Bereits 1218 erscheint Arnold Angil in dem schon obener-
wähnten von K. Friedrich II. bewilligten Tauschgeschäfte zwischen Kloster
Waldsassen und Kuno und Heinrich von Liebeustein als Verkäufer3) und
in einem zweiten Briefe vom 18. November 1219 als Zeuge und Dienst-
mann K. Friedrichs II.4) Von den Söhnen des Rudiger (II.) Angil,
eines directen Nachkommen jenes Arnold, pflanzte der ältere, Albert, die
Linie der Angel fort, welche mit Jobst Angel nach der Mitte des 15. Jahr-
hunderts ausstirbt, während seines Bruders Name Rudeger allmählich
zum Geschlechtsnamen für dessen Linie wird.5)
Aus dieser zweiten Linie stammt nun unser Erhard Rudusch.
der Burginhaber von Liebenstein. Er war der älteste Sohn des Egerer
Bürgermeisters Niklas Rudusch, besaß ein Haus am Marktplatze,6) war
1390 und 1407 Eürgermeister von Eger,7) 1394 Mitglied der Gesandt-
schaft, welche K. Wenzel IV. der vollen Treue der Egerer versichertes)
1404 auch Mitglied der Huldigungsgesandtschaft bei K. Ruprecht in Nürn
berg,9) und später als Vertreter der Stadt wiederholt noch bei K. Wenzel. 10)
Dieser Erhard Rudusch kaufte nun, wie erwähnt, von Johann
v. Leuchtenberg am 5. Mai 1400 Liebenstein mit allen Zugehörungen,
1) Reg. Boica XI, 35.
2) Copie aus dem 16. Jahrhundert im Schloßarchive zu Liebenstein.
3) „ . . . Hanc autem curiam (zu Kropitz) antecessor prefati abbatis . . .
ab Arnoldo Angil redemerat . . .
4) Mon. Boica XXXI, 497. — Boehmer, Reg. imp. V, ed. Ficker. Nr. 1071,
S. 246. — Bruschius, monast. 249.
5) Gradl, „Chroniken der Stadt Eger“, S. 392.
6) Losungsbuch v. I. 1390, Fol. 6, Eg. St.-A.
7) Raitheerenbücher ebenda.
8) König Wenzels Rescriptenbuch Nr. 21, Fasc. 1 ebenda.
9) Ausgabslisten v. I. 1404 ebenda.
10) 15. Nov. 1410, Rescriptenbuch K. Wenzels ebenda, 12. August 1411 ebenda,
25. März 1412 ebenda, 15. Sept. 1412.