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Titel - MVGDB
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Název:
Bürgerlicher Landbesitz im 14. Jahrhundert. Schluss, MVGBD 40
Autor:
Lippert, Julius
Rok vydání:
1902
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
44
Obsah:
- 169: Titel Landbesitz
- 212: Titel - MVGDB
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Patronat über Lippai besessen,1) beide Brüder mit Peter jenes über
Sutom.2) Ist indes die genealogische Abfolge dieses Zweiges doch nicht
über allen Zweifel sichergestellt, weil wir für sie die Führung des Namens
Kappler nicht bezeugt finden und die gemeinsame Bezeichnung „von Su-
lowitz“ doch nur auf eine Abstammung von verschiedenen Theilbesitzern
dieses Dorfes hinweisen könnte, so gilt dasselbe noch mehr von jener
Linie, die an einen Bušek (Bohuslav) anknüpfte.
Um das Jahr 1400 theilen sich3) in das Patronat des Dorfes
Schima die „clientes“ Hanuš von Swebořitz (Schwabitz bei Niemes),
die uns bekannten Brüder Rüdiger, Peter und Erhard von Skalka und
Busko von Sulewitz mit dem Sitze in Ujezd, Weißaujezd bei Welemin.
An einer Beziehung zu Leitmeritz hält allerdings anch dieser Buško von
Ujezd fest, indem er auf seinem Hofe in Ujezd Zinsen für St. Michael
in Leitmeritz stiftet. Als Allodialherr von Ujezd würde er nicht von
einem „Hofe“ daselbst sprechen; er nennt sich aber auch selbst noch den
„armiger der Prager Diöcese“4) und gewährt uns damit einen Einblick,
auf welchem Wege sich die Kappler in dem Gebiete einer ehemaligen
Zwischenmark, die zum großen Theil in frühesten Zeiten von geistlichen
Instituten aufgetheilt worden war, festsetzen konnten. Wenn wir auch die
Gebrüder auf Skalka gelegentlich als armigeri oder clientes bezeichnet
finden, so ist das ein gleicher Fingerzeig. Hatte doch auch iener Be-
gründer der Hauptlinie, Konrad von Scharfenstein, als Burggraf seine
Laufbahn begonnen, die Prager Diöcese aber mußte, nach diesen Spuren
zu urtheilen, dereinst einen ausgedehnten Besitz in dieser Mittelgebirgs
gegend besessen haben, der ihre anderweitig bekannten Besitzungen bei
Leitmeritz mit denen bei Teplitz und die Güter der Klöster St. Georg
und der Nonnen zu Teplitz gleichsam verband. Die eigenen Verwaltungs-
beamten aber, als welche uns nun die Kappler erschienen, setzten sich
dazwischen hinein, indem sie da und dort einen Allodialgrund erwarben.
Ob ein Buško, der um 1397 Wirthschaftsbeamter in Medvědič
war,5) dieselbe Person wie Buško in Ujezd war, können wir nicht be-
stimmen. In Verwandtschaftsverhältniß aber steht wohl auch ein Wirth¬-
schaftsbeamte in Sulowitz (cliens de Sulowitz), welcher um 1375 das
1) 1. cf. 1405, 160.
2) 1. cf. 1397, 282.
3) 1. ef. 1400, 24; 1402, 75.
4) 1. erect. V, 1407, 752; V, 1406, 718.
5) 1. cf. 1397, 276, 310.