z 94 stránek
Titel
I
II
III
IV
V
VI
Vorwort
VII
VIII
Inhalt
IX
Einleitung
1
2
3
4
Privilegien
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
Urkunden
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
Immunitätsformular
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
Exkurse
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
Verzeichnis
80
81
82
83
84
85
Název:
Beiträge zur Diplomatik der mährischen Immunitätsurkunden
Autor:
Zatschek, Heinz
Rok vydání:
1931
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
94
Obsah:
- I: Titel
- VII: Vorwort
- IX: Inhalt
- 1: Einleitung
- 5: Privilegien
- 29: Urkunden
- 47: Immunitätsformular
- 61: Exkurse
- 80: Verzeichnis
Strana 54
54
wörtlich gleich in einem Diplom für Olmütz von 1285 vor1), fast
gleich sogar schon 1284 in einem Privileg für Goldenkron2). Die
weitere Konstruktion der Narratio ... nobis humiliter supplicavit,
quod .. . ratas habere atque confirmare benignius dignaremur be-
gegnet in einer weiteren Goldenkroner Urkunde von 12843), dem
Diktat nach gleich ist auch der entsprechende Kontextteil in einer
dritten Urkunde für den gleichen Empfänger aus diesem Jahre4).
Auch die Worte non abolitum, non abrasum, non cancellatum nec
in aliqua sui parte viciatum können anderwärts nachgewiesen
werden 5). Das gleiche gilt von der Korroboration: In cuius con-
firmationis nostre testimonium et robur perpetuo valiturum presens
privilegium fieri et sigillis nostris fecimus communiri6).
Ist somit die Entstehung des Diktats in der Kanzlei gut be-
glaubigt, so kann man mit der gleichen Sicherheit die Schrift für
sie in Anspruch nehmen7). Es handelt sich um einen längerdienenden
Notar, dessen Hand ich zum ersten Male in einer Urkunde Přemysl
Ottokars II. von 1271 für St. Georg in Prag nachweisen kann8).
Schon diese gehört auch dem Diktat nach in die oben besprochene
Gruppe, bedarf aber noch einer genaueren Untersuchung wegen ein-
zelner Worte, die von anderer Hand über der Zeile nachgetragen
sind9). Von diesem Notar stammen ferner eine der beiden Ausferti-
gungen des im Jahre 1276 für Doxan ausgestellten Privilegs 10), ein
Diplom für Brünn vom gleichen Jahr11), bei dem die Initiale für
den Anfangsbuchstaben des Ausstellernamens fehlt, und ein Privileg
von 1284 für Chotěšov 12). Wenn einmal die Urkunden der letzten
Premysliden gesammelt sind, werden sich über Diktat 13) und Schrift
dieses Mannes genauere Angaben machen lassen. Im Diktat hat er
sicher Schule gemacht, das eine oder andere der unten in diese
Diktatgruppe einbezogenen Stücke wird bei genauerer Untersuchung
vielleicht einem Untergebenen zuzuschreiben sein. Soviel steht
aber fest, daß die Urkunde von 1286 in der Kanzlei verfaßt und ge-
schrieben worden ist.
3)
4)
5)
6)
es hier :
1) Emler II Nr. 1360; Boczek CDM. IV Nr. 229.
2)
Emler II Nr. 1307.
Emler II Nr. 1309;
nur quod ist durch ut ersetzt.
Emler II Nr. 1308.
Emler II Nr. 1307.
Emler II Nr. 1308, 1309 und 1360 sind wörtlich gleich, nur heißt
In cuius rei, 1307 hat: In quarum rerum.
Die folgenden Bemerkungen erheben keinen Anspruch auf Voll-
ständigkeit.
8)
Emler II Nr. 762.
8)
Vermutlich sollte das Original als Konzept hergerichtet werden.
10)
Emler II Nr. 1005.
11)
Emler II Nr. 1019; Boczek CDM. IV Nr. 127.
12)
Emler II Nr. 1318.
13)
Mit einiger Vorsicht, da ich das Diktat der Urkunden Přemysl Otto-
kars II. noch keiner abschließenden Untersuchung unterzogen habe, möchte
ich noch nennen: Eine Urkunde für Saar von 1273, Emler II Nr. 830; eine
für Doxan von 1276, Emler II Nr. 1006; eine für Plaß und für St. Johann
in Brünn von 1277, Emler Il Nr. 1078 und 1087; eine für Ungarisch-Brod
von 1278, Emler II Nr. 1107 und für Brüx von 1283, Emler II Nr. 1302.