z 94 stránek
Titel
I
II
III
IV
V
VI
Vorwort
VII
VIII
Inhalt
IX
Einleitung
1
2
3
4
Privilegien
5
6
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8
9
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Urkunden
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Immunitätsformular
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Exkurse
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Verzeichnis
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- s. IX: … . . . . . III. König Wenzel bestätigt dem Kloster Hradisch seine Privilegien und verleiht ihm die Rechte und Frei- heiten,…
- s. 20: … die Fassung dieser Bestimmung nicht ganz neu. Ein für das Kloster Hradisch 1250 ausgestelltes Privileg muß in irgendeiner Form benützt worden sein3).…
- s. 38: … in dem Kopiar Privilegia auch Briff- schaften undt Memorabilia des Klosters Hradisch f 19° eingetragen 4) und diese Abschrift weist erhebliche Abweichungen…
- s. 74: … Prossimiri, Mylicha), Ydik, Slaueborm). III. König Wenzel I. bestätigt dem Kloster Hradisch seine Privilegien und verleiht ihm die Rechte und Freiheiten, wie…
Název:
Beiträge zur Diplomatik der mährischen Immunitätsurkunden
Autor:
Zatschek, Heinz
Rok vydání:
1931
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
94
Obsah:
- I: Titel
- VII: Vorwort
- IX: Inhalt
- 1: Einleitung
- 5: Privilegien
- 29: Urkunden
- 47: Immunitätsformular
- 61: Exkurse
- 80: Verzeichnis
Strana 20
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daß nur die Intitulatio der Urkunde von 1234 verändert wurde,
wird zunächst nicht gleich ersichtlich, daß es sich um ein 1256
vorgenommenes Insert des markgräflichen Privilegs von 1234
handelt. Waren die Hintersassen bisher von der castrorum edi-
ficatione vel reedificatione und der ingruenti expeditione befreit
gewesen1), so wurde nun auch die Verpflichtung fossata circa
castra vel oppida facienda seu etiam pontes edificandos auf-
gehoben2). Es handelt sich hier um den ersten Einschub in die
bisher wörtlich übernommenen Sätze der Vorurkunde, der zu
keinerlei Bedenken Anlaß bietet. Denn die Befreiung von der Her-
stellung von Befestigungen und von Brückenbau ist kein um die
Mitte des 13. Jahrhunderts ungebräuchliches Vorrecht. Allerdings
ist die Fassung dieser Bestimmung nicht ganz neu. Ein für das
Kloster Hradisch 1250 ausgestelltes Privileg muß in irgendeiner
Form benützt worden sein3).
Olmütz 1234.
adicientes, ut nullus
pro castrorum edifi-
catione vel reedifi-
catione sive pro ali-
qua ingruenti expedi-
tione secundum quod
in antiquis contine-
tur privilegiis, homi-
nes episcopatus et
ecclesie audeat in-
quietare.
Olmütz 1256.
adicientes, ut nullus
pro castrorum edifi-
cacione vel reedifica-
cione sive pro aliqua
ingruenti expeditione
secundum quod in an-
tiquis continetur pri-
vilegiis, homines epi-
scopatus et ecclesie au-
deat inquietare seu
ad fossata circa
castra vel opida
facienda seueciam
pontes edifican-
dos violenta coac-
tione compellere,
precipue cum a
gravaminibus hui-
usmodi * privile-
giorum beneficio
ex antecessorum
nostrorum et no-
Hradisch 1250.
adiicientes, ut nullus
pro edificatione ca-
strorum sive pro ali-
qua ingruenti necessi-
tate vel expeditione
homines dicte abbacie
audeat inquietare seu
ad fossata circa ca-
stra vel oppida fa-
cienda seu etiam pon-
tes edificandos coac-
tione compellere vio-
lenta, precipue cum a
gravaminibus huius-
modi Gradycensis
abbacia antecessorum
nostrorum privilegio-
sit
rum beneficio
exempta.
und Arenga sind, soweit ich sehe, in Kanzleiausfertigungen ungewöhnlich, die
Buchstabenformen der Invocatio sind für die Mitte des 13. Jahrhunderts un-
möglich und die Kontextschrift weist sowohl in den konsequent angewendeten
Strichen bei einfachem i als auch im Duktus in das 14. Jahrhundert. Das Siegel
ist allerdings echt, aber grüngelbe Seidenfäden sind sonst ungebräuchlich und
ein Vergleich der Verschlingung dieser Fäden mit der sonst üblichen ergibt
eine so starke Abweichung, daß eine ursprüngliche Anbringung des beschädigten
Siegels nicht erwiesen werden kann.
1) Vgl. dazu Vaněček a. a. O. S. 18 f.
2) Vgl. dazu Vaněček ebenda.
3) Erben I Nr. 1002 und S. 580 Nr. 1002; Boczek CDM. II Nr. 327 und
V Nr. 19 auf S. 234.