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Titel - MVGDB
248
Název:
Beiträge zur Geschichte der Klöster und der Kunstübung Böhmens im Mittelalte II, MVGDB 34
Autor:
Neuwirth, Joseph
Rok vydání:
1896
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
24
Obsah:
- 225: Titel Beiträge
- 248: Titel - MVGDB
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dem Stifte wieder eingehändigt und noch an 1. August 1464
vom Hohenfurter Abte Thomas als jene bezeichnet, welche „per quadra-
ginta annos minus vno sic extra terram Bohemie et monasterium
nostrum alienata fuerunt“. Daß dieser Ausdrucksweise der Zeitbestim
mung und des Sachverhaltes ein gleicher Wortlaut wie in der Urkunde
vom 26. November 1461 zu Grunde liegt, nach welcher „klenoty a swatosti
tak zastawene bez gednoho cztyrzidczeti let w Rakusiech z zemie
chowany gsu byli“, ist einleuchtend. Auch die Begründung des Ver-
pfändens, welches nach der Angabe des Hohenfurter Abtes „temporibus
periculosis et gwerarum pro defensione fidei christiane et tuicione
dominii sui“, nach der Versicherung Johanns von Rosenberg „w czasy
nebezpeczne a walczne pro obranu wiery krzestianske take y pro-
zachowanie panstwie nasseho“ erfolgte, deckt sich so vollständig, daß
man zur Ueberzeugung gelangt, die 39 Jahre, welche Abt Thomas von
Hohenfurt als Dauer der Verpfändung angibt, seien nicht vom 1. August 1464
sondern von einem früheren Tage der Auslösung zu rechnen. Die Richtig
keit dieser Annahme wird noch verstärkt durch die Thatsache, daß Herr
Johann von Rosenberg bereits am 30. December 1462 die von seinem
Vater Ulrich in Oesterreich verpfändeten Stiftskleinodien und Reliquien
dem Kloster Hohenfurt zurückgestellt, sie also jedenfalls noch früher aus
gelöst hatte. Da er im November 1461 auch die Wittingauer Kostbar-
keiten zurückgab, wobei der 39 Jahre dauernden Verpfändung gedacht ist
so ergibt sich als Beginn derselben das Jahr 1422, in welchem Herr
Ulrich von Rosenberg Kleinodien und Reliquien der von seiner Familie
gestifteten Klöster Hohenfurt und Wittingau bei dem Herrn von Walsee
verpfändete. Daß dabei zunächst die 1418 nach Krummau geflüchteten
Schätze in Betracht kamen, zeigt z. B. die Uebereinstimmung der „hlawa
swateho Kalixta“ des Inventares von 14181) mit der Zuweisungsurkunde
vom 26. November 1461. Der in letzterer genannte Abt Michael stand
von 1450 bis 1469 dem Kloster vor,2) um dessen Aufblühen er sich
eifrigst bemühte; er mochte gewiß die Rückerstattung des mehrere Jahrzehnte
entbehrten kostbaren Eigenthumes mit Freuden begrüßen.
Die Wiedererlangung werthvoller Stücke des alten Klosterschatzes,
die insgesammt aus der Zeit der Luxemburger stammten, während der
1) Pangerl, Urkundenbuch d. ehemal. Cistercienserstiftes Goldenkron. S. 381,
Nr. CLXVI a.
2) Vačkář, Dějiny někdejší slavné řeholní kanonie svatého Augustina
v Třeboni a některé památnosti tohoto starobylého města. (Prag 1867)
S. 19—23.