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Titel MVGDB
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- s. 52: … Kategorie gehört das Testament des Bräuers Maresch, eines Bürgers der Prager Neustadt, aus dem Jahre 1392. Dasselbe ist der Handschrift Nr. 4208…
- s. 54: … IV. (Innsbruck 1877.) S. 315. 54 — maligen Bürgern der Prager Neustadt nachweisbar sind,1) bestimmte Maresch fünf Schock Groschen für die Stephanskirche,…
- s. 54: … Marie Nivis in Arena“. Der Bau der Kirchen auf der Prager Neustadt schritt mithin nur sehr lang- sam vorwärts; iener der Stephauss…
- s. 56: … jene für den Karlshofer Klosterbau, die der Bürger Maresch der Prager Neustadt am 1. Juni 1392 anssetzte, in ergänzender Weise den nicht…
Název:
Zur Geschichte einiger Prager Kirchen aus einem Testamente v. J. 1392, MVGDB 37
Autor:
Neuwirth, Joseph
Rok vydání:
1899
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
6
Obsah:
- 52: Titel Zur Geschichte
- 57: Titel MVGDB
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und am Beginne des 15. Jahrhundertes gebaut wurde. Die in dem
Testamente noch begegnende Stiftung für die Brider in Braunau galt
zweifellos uur dem Lebensunterhalte der Mönche, weun dies anch uicht
wie bei den Prager Carmelitern und bei den Karlshofer Augustinerchor-
herren besonders hervorgehoben ist. Von Interesse bleibt außerdem, daß
der Testator Maresch durch seine Spende die Anfzeichnung seines Namens
in das Seelbuch der verstorbenen Klosterwohlthäter bezweckte, dessen Vor-
bandensein durch die Urkunde von 1392 verbürgt ist; es hat zweifellos
auch in anderen Prager Klöstern jener Tage für ähnliche Zwecke bestanden.
So reihen sich die Stiftungen für die Stephanss und die Maria-
Schneekirche wie jene für den Karlshofer Klosterbau, die der Bürger
Maresch der Prager Neustadt am 1. Juni 1392 anssetzte, in ergänzender
Weise den nicht zahlreichen Nachrichten für die Baugeschichte dieser ein-
heimischen Kunstdenkmale an und bestätigen die ans anderen Quellen er-
wiesenen Thatsachen. daß die Bauführung aller drei Objecte gegen das
Eude des 14. Jahrhundertes noch nicht abgeschlossen war, weshalb es
auch nicht angeht, die beiden zuerst genannten Kirchen nach der land
läufigen Ansicht nur als Schöpfungen der karolinischen Zeit zu betrachten,
welcher bloß der Beginn, nicht aber die Vollendung des noch unter
Wenzel IV. betriebenen Baues zufällt. Abgesehen von dieser Bedeutung
des in Rede stehenden Testamentes für die Geschichte einiger Prager
Kirchen dürfte die Urkunde auch als ein aus Bürgerkreisen stammendes
Originaltestament interessiren, weil ja gerade derartige Ausfertigungen
nur durch wenige Jahrzehente eine actuelle Bedeutung behielten und nach
nicht zu langer Zeit als überflüssig der Vernichtung anheimfielen, weshalb
das Erhaltene im Verhältnisse zu dem in weitaus größeren Mengen Ver-
lorenen recht spärlich genaunt werden darf.