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- s. 111: … den Facultäten, d. h. von der Gesammtheit der an der Prager Universität graduirten und in Prag lebenden Doctoren aus ihrer Mitte gewählt…
- s. 115: … er- haltenen habsburgischen Monarchie zu kämpfen gezwungen sind, hat die Prager Universität, die älteste deutscher Zunge, mannhaft das Wort er- griffen, um…
- s. 116: … beide Stämme des Landes gemeinsamen Hauptstadt muthig auszuharren und die Prager Universität in möglichst großer Zahl zu besuchen. Der von ängstlichen Gemüthern…
- s. 122: … vorge- standen sind. Anhang. Da schon von der Geschichte der Prager Universität die Rede ist, möchte ich in einem ganz anspruchslosen bibliographischen…
- s. 122: … Millauer, Kritische Beiträge zu A. Voigt's Versuch einer Geschichte der Prager Universität (Abhandlungen der k. böhmischen Gesell- schaft der Wissenschaften). Prag 1820,…
- s. 125: … II, S. 333 ff.) Natürlich erfahren wir Näheres über die Prager Universität auch in den Arbeiten jener deutscher Gelehrten, die sich mit…
- s. 126: … Es sind dies: M. Millauer, Geschichte der theologischen Facultät der Prager Universität 1831. — Aufbewahrt als Handschrift Nr. 758 im Cisterzienser- stifte…
Název:
Zur Geschichte der deutschen Universität in Prag, MVGDB 37
Autor:
Hauffen, Adolf
Rok vydání:
1899
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
19
Obsah:
- 110: Titel Zur Geschichte
- 128: Titel - MVGDB
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die leicht aufwallenden Gemüther der Jugend und legten den Gedanken
nahe, eine Verlegung der Universität in eine Stadt Deutschböhmens anzu-
bahnen. Dieser aus politischen Gründen durchaus abzulehnende, aus finan-
ziellen und technischen Schwierigkeiten kaum durchführbare Plan wurde
auf den Akademikertagen zu Eger und Leitmeritz berathen und abgelehnt.
Nachdem am 16. März 1898 das erwähnte Polizeiverbot zurückgenommen
worden, das darauffolgende Semester im Allgemeinen ruhig verlaufen war
und die reichen Stiftungen der Universität durch die Gründung einer
Mensa academica und eines deutschen Studentenheims (die großartige
Schenkung des ehemaligen Grand Hôtel für diesen Zweck von Seiten der
böhmischen Sparcassa konnte noch in den Nachtrag aufgenommen werden)
zweckmäßig vermehrt worden waren, erfüllte alle akademischen Bürger die
einmüthige Ueberzengung, daß es eine politische und nationale Pflicht der
Deutschen sei, auf dem bedrohten Boden der für beide Stämme des Landes
gemeinsamen Hauptstadt muthig auszuharren und die Prager Universität
in möglichst großer Zahl zu besuchen.
Der von ängstlichen Gemüthern geweissagte starke Rückgang der
Hörerzahl und des wissenschaftlichen Strebens an unserer Universität ist,
Gott sei Dank, durchaus nicht eingetreten. Die Hörerzahl unserer Universität, die
begreiflicher Weise nach der Theilung 1882 um einige hundert Mann
sinken mußte, hält sich in den letzten Jahren in den Wintersemestern auf
der (im Vergleiche zu vielen deutschen Universitäten) stattlichen Höhe von über
1300 bis über 1400, in den Sommersemestern von über 1100 bis über 1200, sie
ist (wie ich zu den statistischen Daten S. 41 hinzufügen will) im Winter-
semester 1898/99, also nach dem Jahre der Unruhen nur um 10 gesunken
(1326 gegen 1336), im setzten Sommersemester hingegen um 34 gestiegen
(1162 gegen 1128). Die Zahl der Theologen beginnt sich zu heben, die
der Philosophen, seit mehreren Semestern stetig steigend, war im verflos
senen Jahre weit höher als jemals seit der Theilung der Universität. Die
philosophischen Promotionen haben im Jahre 1898/99 mit der Zahl 17
die des Vorjahres um 10 übertroffen und den Höhepunkt seit dem Be-
stande dieser Facultät überhaupt erreicht. Die nächst höhere Zahl war
15 im Jahre 1871/72.
Werfen wir aber nun noch einen Blick auf die wissenschaftliche Ver-
gangenheit und Gegenwart der Universität, deren Schilderung den Haupt-
inhalt der Festschrift in vier den einzelnen Facultäten gewidmeten Ab-
schnitten bildet. Die verschiedenen Fächer werden hier gewöhnlich von den
Anfängen der betreffenden Disciplin in Prag rasch heraufgeführt bis zum
Jahre 1848; es folgt dann eine mehr oder weniger eingehende Charakte-