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- s. 111: … den Facultäten, d. h. von der Gesammtheit der an der Prager Universität graduirten und in Prag lebenden Doctoren aus ihrer Mitte gewählt…
- s. 115: … er- haltenen habsburgischen Monarchie zu kämpfen gezwungen sind, hat die Prager Universität, die älteste deutscher Zunge, mannhaft das Wort er- griffen, um…
- s. 116: … beide Stämme des Landes gemeinsamen Hauptstadt muthig auszuharren und die Prager Universität in möglichst großer Zahl zu besuchen. Der von ängstlichen Gemüthern…
- s. 122: … vorge- standen sind. Anhang. Da schon von der Geschichte der Prager Universität die Rede ist, möchte ich in einem ganz anspruchslosen bibliographischen…
- s. 122: … Millauer, Kritische Beiträge zu A. Voigt's Versuch einer Geschichte der Prager Universität (Abhandlungen der k. böhmischen Gesell- schaft der Wissenschaften). Prag 1820,…
- s. 125: … II, S. 333 ff.) Natürlich erfahren wir Näheres über die Prager Universität auch in den Arbeiten jener deutscher Gelehrten, die sich mit…
- s. 126: … Es sind dies: M. Millauer, Geschichte der theologischen Facultät der Prager Universität 1831. — Aufbewahrt als Handschrift Nr. 758 im Cisterzienser- stifte…
Název:
Zur Geschichte der deutschen Universität in Prag, MVGDB 37
Autor:
Hauffen, Adolf
Rok vydání:
1899
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
19
Obsah:
- 110: Titel Zur Geschichte
- 128: Titel - MVGDB
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Vorgänge, die den genannten Ereignissen vorausgegangen waren. Ich
möchte darum in diesem Zusammenhange aus ihnen nur ein für die Ge
schichte der Universität wichtiges Ereigniß hervorheben. Am 5. April 1897
wurden ohne vorherige Verständigung der deutschen Abgeordneten die
Sprachenverordnungen für Böhmen erlassen; am 12. Mai wurde ein
stimmig von fämmtlichen Professoren der Universität eine Petition an beide
Hänser des Reichsrathes zur Aufhebung der Sprachenverordnungen be-
schlossen. Diese glänzend abgefaßte Petition (ihr Wortlaut findet sich z. B.
in der „Bohemia“ und im „Prager Tagblatt“ vom 14. Mai 1897) führt
in mannhaften und überzeugenden Worten aus, wie schwer diese Sprachen-
verordnungen die Zukunft der deutschen Universität gefährden, das deutsche Volk
in Böhmen ungerechtfertigt bedrücken und schädigen, das Wohl und die Gesammi-
interessen des Vaterlandes beeinträchtigen müßten. Die Petition hatte, wie
es vorauszusehen war, nicht den gewünschten Erfolg, sie brachte aber den
Professoren die jubelnde Zustimmung aus allen Kreisen des deutschen
Volkes in Böhmen und weit darüber hinaus, sowie ein ganz unvergleich¬
liches und großartiges Zeugniß herzlichster Theilnahme aus dem deutschen
Reiche. Denn Mitte Juli 1897 langte an Rector und Senat der deutschen
Universität Prag eine von weit über 800 ordentlichen Professoren sämmt-
licher 21 Universitäten des Reiches unterzeichnete Kundgebung folgenden
Inhaltes an:
„In dem großen und schweren Kampfe, den heute die Deutschen
Oesterreichs um ihre nationale Existenz und ihre berechtigte Stellung in
der alten, von ihnen geschaffenen und in erster Linie durch ihre Kraft er-
haltenen habsburgischen Monarchie zu kämpfen gezwungen sind, hat die
Prager Universität, die älteste deutscher Zunge, mannhaft das Wort er-
griffen, um auf gesetzlichem Wege die großen Gefahren zu betonen, die
ihr, der uralten Stätte deutscher Wissenschaft, und dem ganzen deutschen
Volksthum in Böhmen und Mähren drohen.
Die unterzeichneten ordentlichen Professoren der Universitäten des
deutschen Reiches drücken den Collegen der ehrwürdigen österreichischen
Schwesteruniversität ihre wärmsten und lebhaftesten Sympathien zu ihrem
Vorgehen aus und geben der Ueberzeugung Ausdruck, daß Millionen na-
tional gesinnter Bürger des deutschen Reiches mit ihnen in diesen Gefühlen
sich einig wissen.
Die Anfeindungen, Bedrohungen und thätlichen Verletzungen, denen
die deutschen Studenten auch nach der Beilegung der allgemeinen Unruhen
noch immerzu ansgesetzt waren, sowie das Verbot des Tragens studen-
tischer Verbindungsabzeichen erregten, wie die Festschrift weiter erzählt,