z 19 stránek
Titel Zur Geschichte
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
Titel - MVGDB
128
- s. 111: … den Facultäten, d. h. von der Gesammtheit der an der Prager Universität graduirten und in Prag lebenden Doctoren aus ihrer Mitte gewählt…
- s. 115: … er- haltenen habsburgischen Monarchie zu kämpfen gezwungen sind, hat die Prager Universität, die älteste deutscher Zunge, mannhaft das Wort er- griffen, um…
- s. 116: … beide Stämme des Landes gemeinsamen Hauptstadt muthig auszuharren und die Prager Universität in möglichst großer Zahl zu besuchen. Der von ängstlichen Gemüthern…
- s. 122: … vorge- standen sind. Anhang. Da schon von der Geschichte der Prager Universität die Rede ist, möchte ich in einem ganz anspruchslosen bibliographischen…
- s. 122: … Millauer, Kritische Beiträge zu A. Voigt's Versuch einer Geschichte der Prager Universität (Abhandlungen der k. böhmischen Gesell- schaft der Wissenschaften). Prag 1820,…
- s. 125: … II, S. 333 ff.) Natürlich erfahren wir Näheres über die Prager Universität auch in den Arbeiten jener deutscher Gelehrten, die sich mit…
- s. 126: … Es sind dies: M. Millauer, Geschichte der theologischen Facultät der Prager Universität 1831. — Aufbewahrt als Handschrift Nr. 758 im Cisterzienser- stifte…
Název:
Zur Geschichte der deutschen Universität in Prag, MVGDB 37
Autor:
Hauffen, Adolf
Rok vydání:
1899
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
19
Obsah:
- 110: Titel Zur Geschichte
- 128: Titel - MVGDB
Strana 111
111
—
Anbahnung lebhafter Wechselbeziehungen mit den Hochschulen und dem all
gemeinen Geistesleben des deutschen Reiches. Zwar mußten des Zusammen--
hanges wegen die geschichtlichen Darlegungen einzelner Abschnitte bis in's
vorige Jahrhundert, ja gelegentlich bis in die Gründungszeit der Univer-
sität zurückgreifen; den eigentlichen Gegenstand des Buches aber bildet die
Schilderung des im letzten halben Jahrhundert erfolgten unvergleichlichen
Aufschwunges aller Wissenschaften, an deren reicher Entfaltung und fort-
schreitender Entwicklung unsere Universität in ununterbrochener Geistes-
arbeit lebendig und bedeutsam mitgewirkt hat.
Der weitschichtige und reichhaltige Stoff ist natürlich nach den Fa-
cultäten geordnet; voran geht aber ein allgemeiner, Beiträge zur Geschichte
der Universuät enthaltender Abschnitt, der unser regstes Interesse erweckt.
Es wird uns hier zunächst die Verfassung der Universität im Jahre 1848
vorgeführt, die noch im Wesentlichen auf den landesherrlichen Verfügungen
unter Maria Theresia beruht. Die Universität war eine staatliche, in vier
verschiedene Abtheilungen gegliederte Lehranstalt, an denen die Professoren
unter strenger Beaufsichtigung in Gemäßheit genau bestimmter Instrue-
tionen den Unterricht zu ertheilen hatten. An der Spitze der einzelnen
Abtheilungen standen die ernannten Studiendirectoren, als landesfürstliche
Beamte, die die Prüfungen, sowie die schriftstellerische und die Lehrthätig-
keit der Professoren zu beaufsichtigen hatten. Neben den Studiendirectoren
fungirten die Decane, die von den Facultäten, d. h. von der Gesammtheit
der an der Prager Universität graduirten und in Prag lebenden Doctoren
aus ihrer Mitte gewählt wurden. Die Decane hatten nur die eigentlichen
Angelegenheiten der betreffenden Facultät, die eine Art berufsgenossenschaft-
lichen Verband (als Rest der ursprünglichen selbständigen vermögensrecht-
lichen Corporation), etwa wie unsere Advocatens und Aerztekammern dar-
stellte, zu leiten. Der akademische Senat bestand unter dem Vorsitze des
nach dem üblichen Turnus von den Facultäten gewählten Rectors aus den
vier Studiendirectoren, den vier Decanen und den vier Senioren der ein-
zelnen Facultäten und hatte im Wesentlichen nur einen repräsentativen
Charakter.
Diese Universitätsverfassung war sehr unzweckmäßig. Domherren,
Advocaten, praktische Aerzte ohne Lehrthätigkeit, ohne innere Beziehungen
zur Wissenschaft, übten auf die Verwaltung der Universität einen bestim
menden Einfluß aus. Das geistige Leben war durch engherzige obrigkeit
liche Verfügungen in Fesseln geschlagen. Darum dieser völlige Stillstand
im wissenschaftlichen Betriebe der Universität bis zum Jahre 1848. Die
Professoren förderten nicht durch eigene Schriften die Wissenschaft, sie