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Titel - MVGDB
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- s. 10: … am 5. Febr. 1531 Johann von Rosenberg als Schutzvogt des Stiftes Hohenfurt zu Gunsten der Kaltenbrunner, denen das Mälzen und Brauen auch…
- s. 11: … nach der Verleihung der Bannmeile Bier gebraut, wie auch im Stifte Hohenfurt u. s. w. Ebensowenig kounten die Unterthanen etwas dawiderthun, wenn…
- s. 26: … ein neuerlicher Befehl des Kaisers vom 24. Juli 1675, das Stift Hohenfurt „in possessorio momentaneo“ zu be- lassen. Der Streit wird endlich…
- s. 47: … jährlich.6) Die Schenken (caupones) in Höritz mußten 1530 an das Stift Hohenfurt jährlich je 2 Gr. im Fasching und zu Pfingsten entrichten.7)…
Název:
Beiträge zur Wirthschaftsgeschichte der Deutschen in Südböhmen, MVGDB 38
Autor:
Schmidt, Valentin
Rok vydání:
1900
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
47
Obsah:
- 6: Titel Beiträge
- 52: Titel - MVGDB
Strana 11
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das Recht zu mälzen und Bier zu brauen, 1) 1575, 12. Juli der Steindl-
hammerschmied Jobst das Braurecht vom Abt Johann v. Hohen
furt und Wilhelm v. Rosenberg,2) 1594 Vincenz Holzsparer v. Hochstein
in Gratzen Weißbier und Gerstenbier zu brauen (während der Stadt
Gratzen das Braurecht entzogen war!) von Peter Wok v. Rosenberg.3)
Auch Rudolfstadt, obwohl anf städtischen Gründen erbaut und inner
halb der Bannmeile von Budweis, wußte sich, als es in Folge des Verg
werkbetriebes aufblühte, vom Kaiser 1555 und 1561 das Schankrecht
(doch sollte nur Budweiser Bier geschenkt werden) und 30. Dec. 1585
das Braurecht von K. Rudolf II. zu verschaffen.4)
Herren, Ritter und kgl. Städte.
Nicht so leicht konnten die Städte das Meilenrecht auf die Burgen
des Adels innerhalb der Baunmeile ausdehnen. Hier wurde auch ferner-
hin wenigstens für den Hausbedarf gebraut. Innerhalb der Stadt war
es allerdings leichter möglich, die Adeligen an diesem bürgerlichen Er-
werbe zu hindern.5) Doch kounte das Braurecht leicht dadurch erworben
werden, daß man ein brauberechtigtes Haus ankaufte und die städtischen
Lasten trug; zu letzterem ließ sich allerdings der Adel selten herbei.
Die unterthänigen Städte und Märkte konuten natürlich schon gar
uichts einwenden, wenn ihre Obrigkeit innerhalb der Bannmeile braute;
bei späteren Verleihungen des Meileurechtes behält sich dieselbe oft aus,
drücklich das Braurecht auf der Burg oder im Kloster vor.5) So wurde
denn auf den Burgen Krummau, Rosenberg, Gratzen u. s. w.
anch nach der Verleihung der Bannmeile Bier gebraut, wie auch im
Stifte Hohenfurt u. s. w. Ebensowenig kounten die Unterthanen
etwas dawiderthun, wenn ihre Obrigkeit trotz der Bannmeile neue Brau-
häuser errichtete; der Geber des Privilegs hatte eben das Recht, es auch
einzuschränken, ja zu widerrufen, wie es im 16. Jahrh. auf den rosen
bergischen Gütern uur zu oft geschah.
1) Küheweeg: Cod. diplom. Msc. IV 279 ff.
2) In der Bannmeise von Hohenfurt. 1. c. 549 ff.
3) Teichl: Gratzen.
4) Huyer: Gesch. d. Budw. Br. 19 ff. und Seyser: Chronik von Budw.
94 f., 122 f.
5) Vgl. die Altstadt Prag, wo 1330, 8. Aug. die Richter und Schöffen „den Hof
leuten und Pfaffen und Mönchen und Nonnen und Juden“ verbieten, in ihren
Höfen und Hänsern Bier, Meth oder Wein auszuschenken, es sei denn, „sie litten
und trügen mit der Stadt, als wir tun.“ Jireček: Cod. iur. Boh. II, 2, 308.
6) So das Stift Hohenfurt, als es der Stadt die halbe Bannmeile zusicherte.