z 47 stránek
Titel Beiträge
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
Titel - MVGDB
52
Název:
Beiträge zur Wirthschaftsgeschichte der Deutschen in Südböhmen, MVGDB 38
Autor:
Schmidt, Valentin
Rok vydání:
1900
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
47
Obsah:
- 6: Titel Beiträge
- 52: Titel - MVGDB
Strana 41
41
brauberechtigten Bürger, indem er den Haupteinwurf der Mälzer: niemand
dürfe zwei Gewerbe zugleich treiben, dadurch lahmlegte, daß er entschied:
Die „Bierbrauerei sei kein Gewerbe (Handwerk), sondern
ein Geschäft“.
Um ihre Rechte noch besser vertheidigen und vor allem, um der
übrigen brauberechtigten Bürgerschaft einig und geschlossen gegenüber
treten zu können, schlossen sich die Mälzer im 15. Jahrh. zu Zünften
zusammen, so 1456 in der Neustadt Prag.1) Am 5. Febr. 1458 bestätigte
Joh. v. Ros. den Mälzern in Soběslau die Statuten.2) In Budweis er-
hielten die Mälzer, die damals mehr als 20 Meister zählten, die Bestätigung
ihrer Zunftartikel am Freitag vor Epiphanie 1510.3) Später entstanden
Gilden der Mälzer und Bierbrauer in Rosenberg, Wittingau,
Frauenberg und Drahonitz, die Artikel der 3 letzteren wurden 1706,
8. Oct. von Adam Franz, Fürst zu Schwarzenberg bestätigt.4) 17. Oct.
1660 gab Ferdinand Wilhelm, Graf von Slawata den Neuhauser
Bräuern und Mälzern (12 an der Zahl) die Bestätigung ihrer Zunft
artikel,5) 1614, 24 Ang. bestätigt K. Mathias den Schüttenhofner
Mälzern und Brauern die Artikel.6)
Als 1547 und 1549 eine Gesindelohnordnung im Landtage beschlossen
wurde, vergaß man auch des Mälzers (Bräuers, sladek) nicht; es wurde
bestimmt, daß einer, der bei einem vom Herrn oder Ritterstande auf-
genommen wurde, jährlich 6 Schock Groschen Gehalt erhalten sollte; bei
den Städten sollte er nach der alten Gewohnheit gezahlt werden, da hier
eine Einheit nicht erzielt werden könne.7)
Schließlich möge noch erwähnt werden, daß die Obrigkeit das
Malz entweder in den eigenen Herrenmühlen, oder von
den Unterthanen mahlen ließ, die es natürlich unent-
geltlich thun mußten. So 1479 die Mühle bei Ruben,s) 1653
die Nuskomühle bei Driesendorf.9) Die Unterthanen hatten
1) Winter: Kulturní obraz II.
2) Památky arch. XVII 594 f.
3) Huyer: Budw. b. Bräuhaus.
4) Památky archeologické VI 156. Die Rosenberger Zunft genannt 1636 und
1760, die Wittingauer 1706—1737 1. c.
5) Rulf: Monografie města Hradce Jindřichova 62 f.
6) Gabriel: Sušice 98.
7) Landtagsverhandlungen II 521. Vgl. auch Lippert in den Mitth. VIII.
8) „Tenetur molere brasea, quidquid necesse est.“ Mitth. XXV 92, vgl. auch
Dec. Reg. cens. 144 Čejevice.
9) Hohenf. Urbar 59.