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Titel - MVGDB
52
Název:
Beiträge zur Wirthschaftsgeschichte der Deutschen in Südböhmen, MVGDB 38
Autor:
Schmidt, Valentin
Rok vydání:
1900
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
47
Obsah:
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- 52: Titel - MVGDB
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zahlen; nur wer in seinem Hause braue und ausschenke, solle dazu nicht
verpflichtet sein. Ebenso wurde für die eingeführten Biere eine Taxe be-
stimmt.1) So auch in den folgenden Jahren. 1546 beschwerten sich die
Budweiser gegen das Faßgeld von 1 w. Gr. (= 2 Gr. meißn.), da man
in B. das alte oder Gerstenbier nicht nach Vierteln messe. Von den
Budweisern wurde daher vom ganzen Gebräu 15 Gr. meißn. gefordert.2)
1552 betrug das Faßgeld schon 2 böhm. Gr. oder 14 w. Pfen-
nige für Weiß= und Gerstenbier und wurde auf 2 Jahre bewilligt.3) Man
zahlte es immer für ein Quartal: von Georgi bis Jacobi und Jacobi bis
Galli. Vom Hause Rosenberg kamen 1552 von Georgi bis Jacobi 658 .
Z Gr. meißn., von Jacobi bis Galli 755 � 37 gr. m. ein.4)
1554 wurden auf 3 Jahre wieder 2 b. oder w. Gr. bewilligt.5)
1558 stieg man auf 3 weiße Gr. So blieb es bis 1568. In diesem
Jahre erhöhte man das Faßgeld auf 4 böhm. Gr., 1569/70 auf 5 b. Gr.6)
In Budweis wurde das Faßgeld 1570/71 per Gebräu auf 371/2 Groschen
erhöht.7) Diese 5 Groschen blieben auch in den folgenden Jahren.s) 1583
stieg die Biersteuer per Faß auf 6. w. Gr.; so blieb es in der nächst-
folgenden Zeit.3)
Die Biersteuer bewilligten die Stände meist nur nach vielem Drängen
auf 1—3 Jahre; einen Theil der Steuer erhielt der Kaiser, einen andern
der König oder die Kaiserin, ein Theil wurde zur Schuldentilgung ver-
wendet.10) In jedem Kreis waren Zapfengeldeinnehmer (aus dem
Ritterstande) bestellt, die freilich ihre Noth mit dem Eintreiben des Geldes
1) 1. c. I 376 und 383.
2) Huyer 1. c. 1549 mußten die Budweiser das Faßgeld dem Einnehmer Johann
Wiskitansky für die Moldauregulirung abführen. (Seyser 87 f.) 1558 wurden
sie angewiesen für jedes Viertelfaß Weizen und Gerstenbier 1 Gr. einzuheben
und dem kgl. Einnehmer Jacob Kotz v. Kotzenstein abzuführen (1. c. 98). 1546
hatten sich die Budweiser auf dem Landtage wieder „freiwillig“ erboten, durch
4 Jahre das Zapfengeld von 1 Gr. für jedes Faß alten und weißen Bieres zu
zahlen. (1. c. 81.)
3) Landtagsverh. II, 639.
4) Ž. Viléma 52.
5, 1. c. 86 und Landtagsverh. II, 675.
6) 1. c. III 33, 59 f., 178, 251 (1561, 1564, 1565).
7) 1. c. III 454, 494.
8) Huyer 1. c.
9) Landtagsverh. III 623, 751, IV 3, IV 304, IV 559, V 103, 308, 366, 453,
672, IV 51, 322, (1571, 1573, 1574, 1575, 1576, 1577, 1578, 1579, 1580,
1581, 1582, 1583). Gindely: Gesch. der böhm. Finanzen von 1526—1618.
10) 1. c. 449, 559 f. VII 285, 511 (1583, 1585, 1588, 1590—3).