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Titel Chronicon breve
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Titel - MVGDB
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Název:
Ein Chronicon breve regni Bohemiae saec. XV., MVGDB 37
Autor:
Horčička, Adalbert
Rok vydání:
1899
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
15
Obsah:
- 454: Titel Chronicon breve
- 468: Titel - MVGDB
Strana 454
454
—
Ein „Chronicon breve regni Bohemiae saec. XV:
"
Von
Dr. Ad. Horčička.
Dieses „Chronicon breve regni Bohemiae ab anno 1310 usque
ad annum 1421 cum paucis additamentis variarum manuum ad
annos 1415, 1432, 1439, 1442 et 1453“, wie es der Bibliothekar
P. Gottfried Vielhaber, dem ich für die freundliche Collationirung bestens
danke, in seinem Kataloge bezeichnet, ist der Handschrift des Stiftes
Schlägl in Oberösterreich Nr. 91 entnommen.
Die Handschrift (21 x31 em hoch) ist in zwei Columnen auf
Papier geschrieben. Der Einband ist alt und stammt aus der Zeit un-
mittelbar nach der Anfertigung derselben. Sie enthält in den 274 Folien,
wie schon ein kleiner Zettel am Vorderdeckel „Hugwicio Prosaicus"
angibt, nur das Werk des Hugwicio (Ugutio) Pisanus (ep. Ferrariensis
1190—1210): Liber derevationum cum prologo et registro. Das Werk
beginnt auf Folio 1 mit einer reich ausgeführten Initiale C, in welcher
ein roth gekleideter Priester mit rother, runder, auf dem Kopfe glatt
anliegender Kappe und grünem Untergewande in der linken Hand ein
grün eingebundenes Buch hält, auf das er mit dem Zeigefinger der
rechten Hand hinweist. Der Hintergrund der figürlichen Darstellung ist
blau, die Initiale selbst eisengran. Die Handschrift endet mit den Worten
„finis pro quo sit benedictus deus in secula seculorum. Amen“ und
mit den Versen des Schreibers:
Scriptor mente pia
petit vnum aue Maria,
vt sibi dicetur ne
fex in eo dominetur.
Die ganze Handschrift, welche nur eine Hand verräth, ist 1430 von
Martin von Bilin am 19. December beendet worden, denn es heißt aus
Folio 274, Columne I: Explicipit (sic!) opus Hugwity per Martinum
de Bielina sub anno domini M'CCCC'XXX feria secunda ante Thome
(hierauf mit rother Tinte), pronunciatum per Mathiam cantorem in
nowa Plzna usque 1. finitumque per magistrum Symonem Bacalarium
de zacz etc. Es ist an diesem Orte nicht meine Anfgabe, die Handschrift
auf ihr Verhältniß zu Mathias von Pilsen und Simon von Saaz zu prüfen.
weil von den genannten Männern nur Martin von Bilin zunächst zu
berücksichtigen ist, da er es ist, welcher auch das auf Folio 274 und 274.
geschriebene Chronicon abgefaßt hat, und daß er es thatsächlich war,
beweist die Uebereinstimmung der Schriftzüge der Handschrift mit denen